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Horber Hochbrücke Nach Bürgerprotest: RP Karlsruhe gelobt Besserung

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Hatte der vor Ort-Termin mit dem OB am Ende doch Erfolg? Foto: Lück

Den Lärm-Terror wollen sich die Nordstetter Anwohner der Hochbrücken-Baustelle nicht mehr gefallen lassen. Nun reagiert das Regierungspräsidium Karlsruhe auf die Kritik mit Absichtserklärungen. Die betroffenen Bürger wünschen sich dagegen konkrete Maßnahmen.

Horb-Nordstetten - Das RP hat aktuell ein Problem im Haus. Der Lärm-Terror und die Beschwerden der Anwohner schlagen hohe Wellen. Denn sie haben Ungereimtheiten aufgedeckt. Auf der Hochbrücken-Baustelle wurde an einem Sonntag und auch mal bis tief in die Nacht gearbeitet, obwohl das nicht erlaubt war. Die Behörde wurde von dieser Nachricht überrascht.

Das RP hatte am 3. August im Rahmen der Gesamtmaßnahme "B 32 Ortsumfahrung Horb, Teil Neckartalbrücke" mit den Bauarbeiten im Bauabschnitt zwei begonnen.

Anwohner hatten sich in den vergangen Tagen sowohl bei der Stadt Horb als auch beim Bauleiter des Regierungspräsidiums, Rainer Gumz, und über die Medien über Baulärm, insbesondere am Sonntag, 15. November, beschwert.

Virtuelles Gespräch von Felder und Rosenberger

Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder und Oberbürgermeister Peter Rosenberger deswegen trafen sich nun am Freitag zu einem virtuellen Gespräch, wie das RP in einer Pressemitteilung berichtet.

Der OB habe die bei seinem Ortstermin am 17. November mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern gesammelten Kritikpunkte vorgebracht. Diese hatten sich insbesondere über den Lärm durch die Schredderanlage geärgert sowie über wohl unerlaubte Bauarbeiten am vergangenen Sonntag und Arbeiten bis tief in die Nacht. Sie monierten außerdem die schlechte Informationspolitik des RP und einen fehlenden Ansprechpartner für aufgetretene Gebäudeschäden.

Felder habe großes Verständnis für die Bürgerinnen und Bürger gezeigt, denen die für zwei Jahre andauernden Bauarbeiten im Bauabschnitt 2 in Nordstetten viel abverlange, so RP-Sprecherin Irene Feilhauer. Dass diese sich nicht ausreichend informiert fühlen, nehme sie sehr ernst. Seit Beginn dieses "ehrgeizigen Vorhabens" habe das RP Karlsruhe intensive Öffentlichkeitsbeteiligung betrieben, die auch während der Bauphase weitergeführt werde. Geplant gewesen sei unter anderem ein Informationscontainer vor Ort, "der leider aufgrund der Coronapandemie noch nicht eröffnet werden konnte, da dieser als Ausstellungsraum gelte". Deswegen werde aktuell von ihrem Fachreferat das Informationskonzept überarbeitet.

Vorgesehen sind in den nächsten zwei Wochen eine Begehung der Baustelle sowie eine (virtuelle) Bürgerinformationsveranstaltung Anfang nächsten Jahres. Außerdem soll die in Arbeit befindliche Internetseite zu dem Vorhaben voraussichtlich Ende des Jahres veröffentlicht werden. Über diese können sich Bürgerinnen und Bürger direkt mit den Verantwortlichen des Regierungspräsidiums austauschen. Seit Beginn des Vorhabens kann man sich mit seinem Anliegen auch an den auf der aktuellen Projektseite genannten Referenten für Öffentlichkeitsbeteiligung wenden.

Ganz vermeiden lässt sich Lärm bei Baustelle nicht

"Das Regierungspräsidium Karlsruhe wird weiterhin alles dafür tun, um den aktuellen Baustellenlärm in Nordstetten für die Anwohnerinnen und Anwohner auf ein Minimum zu reduzieren. Dazu gehört selbstverständlich auch die verbesserte Abstimmung mit den vom Regierungspräsidium beauftragten Baufirmen. Ganz vermeiden lässt sich Lärm auf einer Baustelle aber leider nicht", so Felder.

Und wie reagieren die betroffenen Anwohner? Edith Barth, ehemalige Ortsvorsteherin und Betroffene, sagt: "Es ist schon mal gut, dass wir gehört werden. Der Krach mit dem Schredder hat sich so entwickelt, dass wir krank werden – Krach von 6.30 bis 19.30 Uhr und auch samstags. Mit den Arbeiten bis tief in die Nacht und am Volkstrauertag ist der Bogen überspannt worden. Das Fass ist übergelaufen." Barth fordert deshalb im Gespräch mit unserer Zeitung: "Jetzt müssen Taten folgen. Staub und Krach müssen weniger werden. Mobile Lärmschutzwände, wie vom Oberbürgermeister, wären sehr wünschenswert. Und wir möchten wissen, wie lange die Schredderanlage noch steht. Am Wohngebiet muss sie weg. Außerdem wünschen wir uns eine Dezibelmessung."

Die Regierungspräsidentin und Oberbürgermeister Rosenberger vereinbarten unterdessen in ihrem Gespräch, den regelmäßigen Austausch beizubehalten.

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