Marion Lakomy präsentiert ihr neuestes Werk „Neustart mit Wasserschaden“. Foto: Angela Baum

Das Buch der Horber Autorin Marion Lakomy „Neustart mit Wasserschaden“ zieht immer größere Kreise – es liegt in Buchhandlungen aus und wird beachtet.

Die Geschichte handelt von einem Jahr zwischen Erschöpfung, Mut und Neuanfang. Lakomy hat viel Autobiografisches in ihrem Buch verarbeitet. Denn: Sie selbst hatte auch Wasserschäden, und hat darüber hinaus auch noch ihren Job aufgegeben. In der schwierigen Zeit hatte sie viel Unterstützung aus ihrer Nachbarschaft und ihrem Freundeskreis erfahren – denn die Wasserschäden „haben mich ein halbes Jahr Vollzeit beschäftigt“. Es sei eine sehr turbulente Zeit gewesen – und der erste Wasserschaden habe ihre komplette Planung „einfach so über den Haufen geworfen“.

 

Doch auch der Wasserschaden in ihrem Auto war nicht ohne – sie musste das Auto nach einem verregneten Urlaub in Dänemark verkaufen.

Der dritte Wasserschaden dann kam in rauen, kalten Nächten zwischen Silvester und Dreikönig – die Fassade war desolat, musste gerichtet werden. Alle Wasserlecks der verschiedenen Wasserschäden wurden gefunden und repariert, und Lakomy erfuhr, wie viel Unterstützung es aus der Nachbarschaft und von Freunden geben kann.

Sie schreibt in ihrem Vorwort, dass das Buch auf echten Erlebnissen beruht und „ein wichtiges Jahr meines Lebens wiedergibt“. Im ersten Kapitel begleitet der Leser Maja in einer Rehaklinik – und dort auch bei einigen neuen Bekanntschaften. Wo Marion Lakomy geht und steht sind auch ihre zwei Hunde Monsieur Frederik und Buddy dabei – auch, wenn sie sich eine Auszeit nimmt und etwa in Frankreich im Auto lebt – einige Wochen auf dem Zeltplatz. „Am Ende des Jahres, das ich in meinem Buch beschreibe, ist der Job weg, der Bus weg und die Wohnung eine riesen Baustelle.“

In einem Jahr hatte es ihr zweimal die Lebensplanung verhagelt – sie wollte den Winter über nach Spanien, aber ihr Autobus war kaputt und die Wohnung musste saniert werden. „Da half nur noch Plan C: Nicht mehr so konkret planen und einfach vertrauen, dass es gut geht.“

Ein Tapetenwechsel

In dieser schwierigen Zeit brauchte sie dringend einen Tapetenwechsel, um aus der Baustelle heraus zu kommen: Sie putzte Ferienwohnungen auf Minijobbasis. Denn: Ihren Job in der Datenschutzbranche gab sie auf, wollte nach 25 Jahren in ein und demselben Konzern offener werden für etwas anderes. „Allein nur Archivierung von Material macht mich nicht zufrieden.“

Die Erfahrung der Bewältigung der Wasserschäden, und auch der Neustart habe sie insgesamt mutiger gemacht. „Ich habe viel Sicherheit über Bord geworfen. Viel ist schief gegangen.“

Aber das Vertrauen ins Leben und in die Menschen sei nach wie vor da. „Viele Menschen haben mir geholfen, und ich bin auf die Füße gefallen. Marion Lakomy schreibt bereits ihr nächstes Buch, das dieser Tage erscheint: Es heißt „Lorenz“.

Ihr Tagesablauf ist klar strukturiert: Gegen 8 oder halb Neun setzt sie sich an den Laptop, schreibt Texte und Anderes. Vor ihrem Buch „Neustart mit Wasserschaden“ schrieb sie Bücher übers Camping, die sehr erfolgreich sind. Ihr neustes Buch ist bei epubli erschienen.