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Horb Wie geht es mit dem Real-Markt weiter?

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Wie lange werden die Real-Fahnen auf dem Hohenberg noch im Wind wehen? Foto: Lück

Horb - Ja, den Real-Markt auf dem Hohenberg gibt es noch. Das ist schon mal eine gute Nachricht. Aber es ist dennoch kein Fingerzeig, dass es auch so weiter geht. Denn der neue Eigentümer schweigt weiterhin. Dennoch gibt es Neuigkeiten, was die Real-Zukunft im Allgemeinen betrifft.

Die Anspannung unter den Horber Real-Mitarbeitern soll groß sein. "Die Stimmung ist gereizt", erzählt ein Mitarbeiter im Gespräch mit unserer Zeitung. Auslaufende Verträge wurden nicht verlängert, Neuanstellungen gebe es nicht mehr. Ob und wenn ja, wie es weitergeht – das weiß niemand. Noch immer ist die Hoffnung groß, dass der Standort Horb besonders lukrativ ist und deshalb zu den rund 50 Märkten gehört, die unter dem Namen Real vorerst weitermachen.

Großteil der Filialen soll von Kaufland und Edeka übernommen werden

Das russisch-deutsche Konsortium, bestehend aus Investor SCP Group und Immobilienriese x+bricks, hatte die 270 Real-Filialen Mitte Februar vom Metro-Konzern übernommen und lässt sich seitdem nicht in die Karten schauen. Klar ist: Ein großer Teil der Real-Filialen soll von Kaufland und Edeka übernommen werden. Doch beide scheinen für den Real-Standort auf dem Hohenberg unrealistisch. Kaufland existiert bereits am Bahnhofsareal, allerdings gehört auch Lidl zum Konzern. Und Edeka hat sich bereits für die Gemeinde Eutingen entschieden. Allerdings: Edeka soll, so heißt es aus Real-Kreisen, einige Filialen auch für Marktkauf-Standorte vorgesehen haben.

Das Internet-Verbraucherportal "Chip365" hat vor wenigen Tagen eine bisherige Verteilung der Standorte dokumentiert. Quelle: drei "geheime" Listen, die primär von den Betriebsräten an die Öffentlichkeit gelangt seien, auf denen jene Real-Märkte vermerkt sind, die von Edeka und Kaufland übernommen werden sollten. Sie seien bisher nicht offiziell bestätigt und würden lediglich als Richtwert gelten. Für Baden-Württemberg heißt es: "Zehn Filialen gehen wohl an Kaufland, acht Filialen gehen möglicherweise an Edeka und für 18 Filialen gibt es offenbar noch keine Übernahme."

Ebenfalls neu mit im Geschäft: die Handelskette Globus, zu denen auch die Baumarkt-Kette Hela gehört, aber auch SB-Warenhäuser im Portfolio hat. "Globus hat nach einer sorgfältigen Prüfung sein Interesse an 16 Real-Märkten bekundet", bestätigt eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage unsere Zeitung. Allerdings äußert sich Globus genauso wie Edeka und Kaufland, wenn es um den konkreten Standort Horb geht: "Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der aktuell laufenden Gespräche keine konkreten Angaben zu einzelnen Standorten machen können."

Der Investor SCP Group ließ eine Anfrage unserer Zeitung unbeantwortet. Doch das Schweigen ist Programm, wie auch "Chip" betont: "Ein klassisches Vorgehen, da es sich um einen laufenden Prozess handelt. Entscheidungen sollen erst fallen, wenn die Wettbewerbshüter die einzelnen Übernahmefilialen geprüft und auch genehmigt haben." Doch das Kartellverfahren scheint sich weiter in die Länge zu ziehen.

Gutes Zeichen für Horb

Ein gutes Zeichen für Horb: Im Gegensatz zu anderen Standorten war eine Schließung bisher kein Thema. Etwa 30 Märkte sollen geschlossen werden, in den Medien wird bereits über erste Schließungen berichtet, beispielsweise im nordrhein-westfälischen Herten.

Die unklare Situation soll allerdings kein Stillstand bedeuten. Der neue Eigentümer möchte in den bestehenden Geschäften das Geschäft ankurbeln, wie "Chip" am 11. September berichtete. Real ist in den "Preiskampf" mit Lidl und Aldi eingetreten. Seit Kurzem wird im Real-Prospekt mit "Preisknallern zum Wochenende" geworben.

Auch durch Sparmaßnahmen wolle die SCP Group die Umsätze steigern, heißt es bei "Chip": "Geprüft wird etwa, ob die bekannten Metzgereien, Fisch- und Käsetheken verschwinden sollen. Die Ware soll es dann nur noch in der Verpackung geben." Auch das wäre eine bittere Nachricht für die Horber, die dieses Angebot auf dem Hohenberg sehr geschätzt haben.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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