Der Widerstand gegen das Projekt wird immer größer: Die Bürgerinitiative hat in ganz Talheim noch mehr Banner aufgehängt. Foto: Hopp

Bürgerinitative hat mehr als 1000 Unterschriften gegen Auffüllung des Steinbruchs gesammelt. Überall hängen Banner.

Horb-Talheim - Am Samstag geht der Ortschaftsrat in die Klausurtagung. Das brisanteste Thema dürfte "Talheim 21" sein - die umstrittene Auffüllung des Steinbruchs.

 

Und der Widerstand gegen das Projekt unter den Bürgern wird immer größer, berichtet Dietmar Meintel, Sprecher der Bürgerinitiative gegen Talheim 21: "Wir haben weit über 1000 Unterschriften gegen die Verfüllung des Steinbruchs gesammelt. Die Zahl der enttäuschten und frustrierten Bürger steigt. Ganz wenige Bürger in Talheim haben nicht unterschrieben - darüber sind alle anderen natürlich begeistert."

Bei der letzten Versammlung der Bürgerinitiative gegen Talheim 21 war das Sportheim "fast voll", so Meintel: "Das liegt an den vielen Bürgern aus beiden Ortsteilen, die mitmachen."

Rechtzeitig vor der Klausurtagung habe die Bürgerinitiative die Ortschaftsräte über den aktuellen genauen Stand der Unterschriftensammlung informiert.

Angeblich geht es um 1,5 bis 1,8 Millionen Tonnen

Und die Bürgerinitiative hat in ganz Talheim noch mehr Banner aufgehängt. Mit der klaren Ansage: "Nein zur Steinbruchauffüllung."

Meintel: "Beim Feuerwehrfest werden wir am Samstag von 16 bis 22 Uhr und am Sonntag von 10.30 bis 17 Uhr weiter Unterschriften sammeln. Und hoffen natürlich nicht nur, die Besucher über die Folgen von Talheim 21 zu informieren, sondern auch mit den Ortschaftsräten weiter diskutieren zu können."

Hintergrund des massiven Bürgerprotestes: Der Schwarzwälder Bote hatte aufgedeckt, dass der Besitzer des Anfang der 2000er Jahre stillgelegten Steinbruchs offenbar plant, hier Abraum von Stuttgart 21 abzulagern. Die Stadt Horb hatte bestätigt, dass es dafür eine Anfrage gibt. Angeblich soll es dabei um eine Menge von 1,5 bis 1,8 Millionen Tonnen gehen. Gegenüber dem Schwarzwälder Boten wollte der Steinbruch-Inhaber diese Zahlen nicht bestätigen.

Die Anwohner befürchten, dass dann 200.000 Lkw durch das Dorf fahren werden.

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