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Horb SPD-Hochburg heißt Isenburg

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Hinterbein heben oder nicht - das ist hier die Frage, nachdem der heiße Horber Wahlkampf jetzt vorbei ist ... Foto: Hopp

Horb - Altheim ist schwarz, in Rexingen haben die "Drei vom Großen Hau" gezogen - aber fast nur da. Die Zahlen-Analyse der Gemeinderatswahl.

Kopf-an-Kopf-Rennen in Horb

Ohne Briefwahl gesehen hat es in der Kernstadt Horb ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und FD/FW gegegeben. Wobei die Partei mit Michael Theurer mit 5853 Stimmen einen leichten Vorsprung vor den Konservativen mit 5249 Stimmen hat. Nur eine SPD-Hochburg Die SPD hat nur eine Hochburg: Und zwar Isenburg. Liegt vielleicht an Ortsvorsteher Jürgen Grassinger, dass hier die SPD mit 1335 Stimmen fast doppelt so viele Kreuzchen bekam, wie CDU (733 Stimmen) und FD/FW (678 Stimmen).

Die CDU-Hochburgen

Die absolute CDU-Hochburg ist Altheim: 8137 Stimmen für die Konservativen - viermal so viele wie die FD/FW mit 2022 Stimmen. Auch Bittelbronn ist fest in "schwarzer Hand": Hier holten die Konservativen 2521 Stimmen - mehr als dreimal so viel wie die FD/FW auf Platz zwei mit 878 Stimmen. Ähnlich das Ergebnis in Grünmettstetten: Die CDU liegt mit 1491 Stimmen vorne, dann FD/FW mit 1560 Stimmen. Auch Dettlingen ist klar "schwarz": 1931 Stimmen für die CDU, 831 für die FD/FW auf Platz zwei.

Die Drei vom Großen Hau

Die Rexinger Reiner Klinger, Waltraud Göttler und Lambert Straub hatten als Mitglieder der Bürgerinitiative "Waldjuwel" den Gemeinderat ins Schwitzen (und Fluchen) gebracht: Über 3000 Unterschriften gegen den geplanten Windpark, Einleitung des Petionsverfahrens. Ergebnis: Umwelt- und Landwirtschaftsministerium sorgten mit ihrem Veto - wegen Naturschutz - dafür, dass das RP die Pläne ablehnte. Der FD/FW gelang es, die drei auf ihre Liste zu holen. Das sicherte der Fraktion den Platz eins in Rexingen mit 3171 Stimmen. Doch dieser Effekt zog nur in Rexingen: Reiner Klinger, auch als Vorsitzender der BI Pro Krankenhaus Horb bekannt, holte von den Dreien das beste Ergebnis mit 1650 Stimmen auf Platz 16. Dahinter Waltraud Göttler mit 27 Stimmen weniger.

Der Theurer-Effekt

Horbs Ex-OB Michael Theurer holte die meisten Stimmen bei den Wählern (wir berichteten). Bei seiner FD/FW-Fraktion ging das eventuell auch zu Lasten von Peter Paul Olinczuk (knapp 2000 Stimmen weniger als 2009), Joachim Milles (2200 Stimmen weniger). Daniel Wochner und Fraktionschef Alfred Seifriz haben gut 1000 Stimmen weniger als das letzte Mal. Frauenärztin Margarethe Rebholz konnte gut 500 Stimmen dazugewinnen. Die OGL-Hochburgen Mit Markus Pagel, Elisabeth Schneiderhan und Ilse Braitmaier kann die OGL erstmals eine Fraktion bilden. Absolute Grünen-Hochburg ist damit die Kernstadt Horb mit 2567 von 17 829 Stimmen - sind 14,4 Prozent. Stark sind die OGLer auch in Nordstetten (1998 von 18 369 Stimmen), in Rexingen (Waldjuwel lässt grüßen) mit 1028 von 8673 Stimmen.

Auch in Mühringen (609 von 6759 Stimmen), Mühlen (896 von 7123 Stimmen, Bittelbronn (618 von 4980 Stimmen) und Dettingen (1621 von 14895 Stimmen) führt die Naturnähe offenbar die Wähler zu Grün.

Die REP-Hochburgen

Die Republikaner ziehen durch das neue Zählverfahren im Doppel-Pack der Panettas (Rodolfo und Ehefrau Dorothea) in den neuen Gemeinderat ein. Die meisten Wähler fanden sie anteilsmäßig in Bittelbronn (396 von 4980 Stimmen), Panettas Heimat Grünmettstetten (680 von 7913 Stimmen) und in Mühringen (566 von 6759 Stimmen).

PS: In der CDU-Hochburg Altheim reichte es für die Reps nur für einen Anteil von gut 5,4 Prozent. Wiederlegt das alte Vorurteil, dass rechte Protestwähler vor allem in CDU-Hochburgen sitzen.

Alle Zahlen sind ohne die Briefwahlergebnisse.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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