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Horb Rassistische Beschimpfungen an Auto

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Muharrem Kürtbagi ärgert sich über die fremdenfeindliche Botschaft an seinem Auto. Foto: Ganswind

Horb - Muharrem Kürtbagi ist niemand, der sich so schnell aus der Fassung bringen lässt. "Und ich bin auch jemand, der in den Dialog geht. Ich bin nicht auf den Mund gefallen", sagt der aus dem kurdischen Teil der Türkei stammende Mann in feinstem Deutsch. Immer hat er deutlich seine Meinung gesagt, beispielsweise über die Entwicklung in seinem Heimatland. So kritisierte er auch in unserer Zeitung deutlich die Politik des türkischen Präsidenten Erdogan.

Doch ein Papier, oder besser gesagt Taschentuch machte Kürtbagi für einen kurzen Moment sprachlos. "Am Wochenende habe ich ausnahmsweise auf dem Volksbank-Parkplatz gegenüber vom Nordstetter Schloss geparkt. Das machen viele andere auch. Unter der Woche würde ich das auch nicht machen." Als er dann genau hinschaute, entdeckte er das Taschentuch, das beschrieben war. "Parken verboten. Patschuck. Türk. Ausländer. Terrorist" war darauf zu lesen. Patschuk? Möglicherweise könnte der Autor dieser Wörter das Wort "Batschak" gemeint haben, das auch als Schimpfwort gegen Ausländer genutzt wird. "Dieses beschriftete Taschentuch ist für mich ganz klar ein rassistischer Akt. Und mir war das wichtig, damit an die Öffentlichkeit zu gehen", berichtet Kürtbagi. Auf Anzeige gegen Unbekannt wolle er aber verzichten, weil es auch nichts bringen werde. "Ich denke auch nicht, dass es irgendwelche Anwohner oder Rathausgäste waren", glaubt der Nordstetter Neubürger. Kürtbagi ist vor Kurzem von Bildechingen nach Nordstetten gezogen. "Ich habe auch hier im Ort viele Freunde und wurde von vielen Menschen freundlich aufgenommen."

Fremdenfeindliche Reaktionen und Äußerungen sind für ihn nichts Neues. "Als ich als Taxifahrer gearbeitet habe, gab es vereinzelt unschöne Erlebnisse." Sein Bild auf Deutschland – er lebt hier seit 41 Jahren – lasse er sich dadurch nicht zerstören. "Ich lebe hier gerne, ich fühle mich hier gut aufgenommen. Meine Kinder sind hier geboren."

Trotz dieses negativen Erlebnisses habe er auch nicht den Eindruck, dass das Klima seit Ereignissen wie in Chemnitz schlechter geworden sei. "Ich glaube weiterhin, dass Deutschland ein weltoffenes Land ist."

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