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Horb/Empfingen Coronavirus: Frauenärztin ist nicht infiziert

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Bei der Empfinger Frauenärztin und ihrer Familie fielen die Testergebnisse negativ aus. (Symbolbild) Foto: Bott

Horb/Kreis Freudenstadt - Das Coronavirus sorgt für reichlich Aufregung. Als Sicherheitsvorkehrung sagen einige Vereine im Umkreis Veranstaltungen ab. Auch die Stadtverwaltung Horb schlägt jetzt Alarm. Laut der neuen Ankündigung der Pressestelle Horb sollen auch Veranstaltungen "in kleinerem Rahmen" überdacht werden. Die Stadtverwaltung kontaktiere hierzu Vereine und Gaststätten mit Versammlungsräumen, um sie auf "einen sensiblen Umgang in Bezug auf ihre geplanten Versammlungen und sonstigen Termine" hinzuweisen.

Was ist "unabwendbar"?

Dabei sollten Veranstaltungen möglichst auf das "unabwendbare" Maß reduziert werden, so die Empfehlung der Fachbehörden. Was als "unabwendbar" gilt, hänge von der Art der Veranstaltung, von der zeitlichen Notwendigkeit, der terminlichen Dringlichkeit, der Bedeutung, dem Teilnehmerkreis und der Örtlichkeit ab.

Mehr zur Ausbreitung von Covid-19 in unserem Newsblog.

Gilt das auch für jede Hauptversammlung? Stadtsprecherin Inge Weber: "Das hängt beispielsweise auch davon ab, ob es zum Beispiel eine juristische Notwendigkeit gibt oder man den Termin nicht verschieben kann. Auch die Örtlichkeit muss betrachtet werden. Lassen sich die Räumlichkeiten zum Beispiel gut belüften?"

Das Robert-Koch-Institut gibt den Veranstaltern auf seiner Homepage eine Art Checkliste an die Hand. Dort heißt es aber auch: "Nehmen ältere Menschen beziehungsweise Menschen mit Grunderkrankungen teil?" Oder: "Hohe Anzahl und Intensität der Kontaktmöglichkeiten?" Auch die "lange Dauer" könnte ein Faktor sein, der für eine Absage spricht. Das könnte also viele Veranstaltungen betreffen.

OGV Bildechingen reagiert

Der Obst- und Gartenbauverein Bildechingen hat bereits reagiert und hat seine Hauptversammlung wegen des Coronavirus abgesagt. "Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme gegenüber unseren Mitgliedern, und wenn man die Medien verfolgt auch aus reinem Menschenverstand. Das wird so von der ganzen Vorstandschaft mitgetragen", sagt der Vorsitzende Andreas Hesse. Die Feuerwehr Göttelfingen traf die gleiche Entscheidung, der Eutinger Gesamtkommandant habe dies mit dem Bürgermeister abgesprochen.

Auch die Fördergemeinschaft der Sozialstation zieht Konsequenzen: "Aufgrund der aktuellen Entwicklung und Verbreitung des Coronavirus hat sich der Ausschuss der Fördergemeinschaft entschieden, die geplante Hauptversammlung am 24. März auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Zum einen besteht im Moment keine dringende Notwendigkeit die Versammlung abzuhalten und zum anderen sind die Mitglieder möglicherweise gefährdete Personen."

Empfingens Bürgermeister Ferdinand Truffner warnt vor Panik. "Ich halte nichts von Hysterie. Wir können natürlich das ganze öffentliche Leben stilllegen und uns ›eingraben‹, Kindergärten und Schulen schließen. Wichtig ist, dass Seniorenheime, Praxen und Krankenhäuser vorsorgen." Die Gemeinde hält an ihren Veranstaltungen vorerst fest: "Wir werden planmäßig unseren Jahresempfang durchführen, wir haben keine überregionalen Gäste." Hinter der Gewerbeschau am 5. April steht zumindest ein kleines Fragezeichen. Das wolle man zu gegebener Zeit nochmals abprüfen und klären. Abgesagt ist allerdings die am Samstag terminierte Kleider- und Spielzeugbörse in Empfingen. "Die Angst vor Infektionen mit Corona ist dem Veranstalter zu hoch, auch zum Schutz der Helfer und Standbeschicker", schreibt die Gemeinde Empfingen auf Facebook.

Teilweise planen Vereine ihre Veranstaltungen bisher komplett unverändert, trotz Corona-Problematik. Marina Schmid vom Musikverein Harmonie Betra gab zum Beispiel an, dass sie keine Veranstaltungen abgesagt hat. Am 14. März finde die Hauptversammlung des Vereins statt, davor würden sie den Gottesdienst in Betra musikalisch begleiten.

Anton Brenner, Vorsitzender des Musikverein Rexingen berichtete, dass es bei ihnen keine neuen Sicherheitsvorkehrungen gebe. Die aktuelle Tendenz sei, dass die Hauptversammlung stattfinde.

Schnitzelabend bleibt

Auch Christoph Walz vom FC Grünmettstetten berichtet, dass der Verein bisher weder den geplanten Schnitzelabend am 14. März, bei dem sie knapp 100 Gäste erwarteten, noch das Lokalderby gegen die SG Dettingen-Bittelbronn am Wochenende darauf abgesagt hat. Wieder eine Woche später finde die Generalversammlung statt, bei der circa 30 Personen erwartet werden. Der Verein sehe auf jeden Fall, "dass die Situation sehr dynamisch ist und der Sachverhalt sich von Tag zu Tag schnell ändern kann". Deswegen könne Walz sich auch vorstellen, Veranstaltungen abzusagen, wenn die Lage sich ändert.

Der Turn- und Sportverein Ergenzingen veranstaltet trotzdem seine Hauptversammlung. Auf Handschlag werde allerdings verzichtet. Es werde darauf geachtet, dass man "normal miteinander umgeht" und die Situation klar benennt. Trotzdem könne sich die Situation täglich ändern, so Rainer Sabitzer vom Vorstand.

Helena Hartmann, Künstlerin aus dem Künstlerhaus Horb: "Ich war gestern in Freudenstadt, wollte zum Frauenfrühstück. Doch die Veranstaltung wurde kurzfristig abgesagt. Es wäre schön, wenn alle Veranstalter so etwas auf ihrer Homepage vermerken würden, damit man nicht vergeblich anfährt."

Und wie sieht es für die Gastronomie aus? "Wir werden Veranstaltungen erst absagen, wenn es uns von ›oben‹ empfohlen wird", sagt Jessica Cramer vom Rockcafé in Horb noch vor der offiziellen Bekanntgabe der Stadt Horb. "Für so kleine Betriebe wie uns sind Schließungen dramatisch. Wir denken, dass unsere Gäste verantwortungsvoll genug sind und im Krankheitsfall daheim bleiben. Am Samstag, 14. März, tritt Christiana Cladan bei uns auf und am 4. April Karin & Friends."

Kö 23 – "extrem voll"

Bernd Rausch, Inhaber des Kö23 in Horb, bleibt entspannt. "Bei uns läuft alles normal." Und er schiebt nach: "Bei uns ist voll, eher extrem voll." Quartier 77-Chef Johannes Kiefer bestätigt seinen Kollegen: "Bei uns läuft es bisher unverändert."

Unterdessen gibt es gute Nachrichten von Empfingens Frauenärztin Stefanie Zingerle. Die Testergebnisse für sie und ihre Familie sind da. "Wir sind alle negativ", berichtet sie im Gespräch mit unserer Zeitung. "Ab Montag geht es in der Praxis weiter." Die Familie Zingerle hatte in den Fasnetferien Urlaub in Südtirol gemacht . Als die Region am vergangenen Freitag als Risikogebiet eingestuft wurde, hatte die Frauenärztin sich sofort selbst "heimgeschickt". In dieser Woche ist sie nicht in ihrer Praxis in Empfingen. Ihr übriges Team ist aber vor Ort. Seither habe sie viele positive und ein paar negative Nachrichten erhalten.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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