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Horb Doubleyou: "Es gibt mehr als die Playstation"

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"Doubleyou" alias Walter Wiest steht kopf. Foto: Morlok

Horb - Break­dance, die ulti­ma­tive Ver­bin­dung zwi­schen Ganz­kör­per­trai­ning, Rhyth­mus und Tanz, konnte man auf der Showbühne des "Neckarblühens" bestaunen. Tanztrainer "Doubleyou" und seine fünfköpfige Crew "B-Boy-Circle" gaben alles.

Hinter dem Künstlername "Doubleyou" verbirgt sich der 31-jährige Walter Wiest, ein in Weitingen geborener Breakdancer, der diese Art der Körperertüchtigung beim Horber Mitternachtssport etablierte und heute Kids und Jugendliche im Raum Stuttgart trainiert. Seit 17 Jahren ist er mit Break­dance auf den Straßen, Hallen und Plätzen unterwegs und ist immer noch mit Leidenschaft dabei. Für ihn ist Break­dance mehr als nur eine tänzerische Ausdrucksform, sondern vielmehr aktive Jugendkultur, die die Jugendlichen weg von Alko-Pops hin zu mehr positiver Kreativität führt. "Es gibt mehr als nur die Playstation", so sein Tipp.

Breakdance als gutes Mittel zur Integration

Auch sieht er Break­dance als gutes Mittel zur Integration an, da Musik und Bewegungen jeden Unterschied wie Herkunft oder Hautfarbe aufheben. Geboren wurde der Tanz in den Slums der Bronx aus der Funk-Music des James Brown und der Subkultur des Hip-Hop, erklärt Mr. Doubleyou den Besuchern bei dieser energiegeladenen Vorführung und hängt einen Exkurs in die beim ersten Kontakt doch recht seltsame Sprachwelt des Breakdance an. Die Drehungen nennt man Powermove, die Tanzschritte auf dem Boden werden als Footwork bezeichnet und Top-Rocks sind die Grundschritte in aufrechter Haltung.

Aus dieser Basis leiten die Tänzer ihre Schrittfolgen und Einlagen ab, die dann beispielsweise Six-Step, Rückendreher oder Freeze heißen und von Team zu Team anders aussehen.

Was die Jungs von "B-Boy-Circle" zeigten, war atemberauben. Zu der Gruppe gehören der 13-jährige Carlo Suder sowie Sebastian Bosch, Jonathan Maihöfer und Stephan Bark (alle 14), die seit einem halben Jahr dabei sind. Ein Routinier ist der 17-jährige Helge Schneider aus Balingen. Sprünge, Drehungen, Schrittfolgen, Handstände und Hebeübungen, teilweise nur auf einer Hand, wurden mit einer lockeren Lässigkeit ausgeführt, dass der staunende Zuschauer den Eindruck gewinnen konnte, auf der Bühnen seien die Gesetze der Schwerkraft aufgehoben.

In Wirklichkeit steht harte Trainingsarbeit hinter so einer Darbietung. Die Jungs üben jeden Tag bis zu drei Stunden – und das sieben Tage die Woche, wie sie so begeistert erzählen, dass man selbst Lust auf eine Runde Break­dance bekommen könnte.

Wer mag, kann sich bei einem der Workshops, die Walter Wiest an den nächsten zwei Samstagen von 11 bis 14 Uhr im Marmorwerk anbietet, an Handspin oder Mini-Mills üben.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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