Etwas zu spät in Schwung kam Arlinda Herforth, um nach einem schnellen Rückstand ihre Kontrahentin Marina Hruba noch in Gefahr bringen zu können. Foto: Wagner

Tennis: Arlinda Herforth nach Zwei-Satz-Niederlage ausgeschieden. Viele Zuschauer bangen mit Lokalmatadorin.

Wenn doch der Aufschlag besser kommen würde... Mit der Lokalmatadorin Arlinda Herforth bangten am Montagnachmittag viele Zuschauer neben den Platz 1 des TC Bildechingen bei ihrem Qualifikationsspiel des 22. BMW AHG-Cups.

 

Letztlich aber vergeblich, denn die bereits an Körpergröße deutlich überlegene Tschechin Marina Hruba zog mit einem klaren 6:0, 6:2-Sieg in die heutige zweite Runde ein. Die 19-Jährige agierte vom ersten Ballwechsel an mit großem Selbstvertrauen und diktierte mit einem starken Service und einer oft für die Dettingerin zu schnellen Vorhand die Partie. Rat-fatz stand es aus Sicht von Arlinda Herforth 0:4, dann kämpfte auch sie sich langsam in das Match zurück.

Der erste Satz war dann zwar schnell weg, doch die Ballwechsel im zweiten Durchgang wurden länger und ausgeglichener. Mit gutem Auge und feinem Händchen platzierte die mittlerweile auch in der Fußball-U16 des VfL Sindelfingen im linken Mittelfeld agierende Arlinda Herforth in der Folge ihre Kontrahentin mehrfach unter dem Beifall des Publikums aus. Doch die Achillesferse blieb der Aufschlag. Was zwei Stunden vor dem Match im Training noch gut klappte,konnte die 16-jährige Gymnasiastin jetzt unter der nervlichen Belastung im Ernstfall nicht mehr umsetzen. Zu viele Doppelfehler störten den Rhythmus im Spiel, aber immerhin erkämpfte sie sich zwei hochverdiente Spielgewinne. Am Ende hätten es sogar gegen eine jetzt auch mit einer höheren Fehlerquote agierenden Marina Hruba auch noch das eine oder andere mehr sein können, aber der Beifall des Publikums und die tröstenden Umarmungen der Freundinnen waren Arlinda Herforth sicher.

Unmittelbar danach absolvierte mit Stefanie Monsch eine zweite Spielerin aus der Region das letzte Spiel eines Tages, der entgegen allen Regenprognosen trocken geblieben war. Als "Wetterfrosch" hatte sich am Vorabend der gestern wegen eines anderen Termins fehlende Turnierdirektor Thomas Bürkle bewährt, der im Brustton der Überzeugung davon gesprochen hatte, "am Montag wird es zumindest nicht dauerhaft regnen." Letztlich fiel kein Tropfen und die erste Qualifikationsrunde konnte komplett abgewickelt werden. So kam trotz einer zweistündigen Verzögerung gegenüber der Ansetzung auch die im TC Hallwangen groß gewordene Stefanie Monsch noch zu ihrem Einsatz.

"Ich versuche was geht, zu verlieren habe ich ja nichts", so die 22-Jährige vom TC Nagold vor ihrem Match gegen Juliane Triebe, "aber etwas nervös bin ich schon." Sportlich aktiv ist Stefanie Monsch derzeit nach ihrem Wechsel vom VfL Sindelfingen nicht nur in der Nagolder Oberligamannschaft, mit der nach dem vermutlichen Verzicht von Spitzenreiter TC Leonberg sogar noch eine vage Chance auf den Aufstieg besitzt.

Seit drei jahren studiert sie Marketing in Missouri und spielt in den USA auch Tennis, befindet sich vor den letzten beiden Semstern derzeit also praktisch auf Heimaturlaub. Bekannt ist sie dabei in vielen Vereinen der Region, hat sie doch früher auch in Cresbach, beim TC Empfingen und TC Dornstetten aufgeschlagen.