Im Lotzer-Jahr 2025 blamierte sich Horb auf der Reisemesse CMT in Stuttgart. Wie ein roter Faden 2026 bei den Touristen punkten könnte.
Die CMT ist eine der größten Reisemessen Deutschlands. Im Lotzer-Jahr 2025 hatte sich Horb unsterblich blamiert. Diesmal kann die Stadt punkten – dank Andreas Hackenberg.
Die CMT 2025. Das ganze Allgäu wirbt mit dem 500. Lotzer-Jahr. Am Horb-Stand: Kein Prospekt, kein Programm – obwohl Sebastian Lotzer neben Martin Gerbert der berühmteste Sohn der Stadt ist. Die zuständige Stabsstellenleiterin Caroline Yi stellte erst Anfang April 2025 das Programm für das Lotzer-Jahr in Horb vor.
2026. Die CMT startet am Samstag, 17. Januar, für das Publikum. Und auf dem Stand des Neckar-Erlebnis-Tals in Halle 9 (Fahrrad- und Wanderreisen) kann Horb endlich mal wieder punkten.
Mit dem brandneuen Prospekt „Der rote Faden“ hat der Horber Antiquar Andreas Hackenberg ein Konzept entwickelt, um Touristen ganz neu in unsere schöne Stadt zu locken.
Hackenbergs Konzept der neuen CMT-Werbung für Horb
Hackenberg: „Im Oktober hatte ich die Idee. Horb hat viele Perlen, die es auch für Tagestouristen interessant macht, hier mehr zu machen und sich länger aufzuhalten. Die Frau, die sich für Handarbeiten interessiert, geht zu Elkes Nählädle. Das Kind macht einen Malkurs bei Heike Walter oder Barbara Wochner-Göbel, und Papa studiert die Historie.“ Egal, ob jüdischer Betsaal, Stadtmuseum, Kunstverein oder Künstlerhaus – alles ist mit aufgeführt.
Die Idee des Antiquars: Das alles in einen roten Faden zu packen. Einen Stadtspaziergang vom Bahnhof aus. Hackenberg: „Die Themen in Horb sind Manufakturen, Second Hand, Fairtrade, Kunst und Historie.“ Hackenberg schrieb Wirtschaftsförderer Dejan Micic und City-Manager Thomas Kreidler an. Beide waren begeistert und übernahmen die Kosten für die ersten 2000 Prospekte.
Was OB Keßler zum neuen Prospekt beigetragen hat
Der Antiquar schmunzelt: „Sogar Neu-OB Michael Keßler hat seinen Teil dazu beigetragen: Er hat vorgeschlagen, das Logo der Manufakturenstadt über dem Foto der Stadtsilhouette zu setzen.“
In 25 Stunden hat Andreas Hackenberg den Prospekt fertig gestellt: „Von jedem der 21 Punkte habe ich Slogan, Öffnungszeiten und Internet-Adresse zusammengetragen. Das war keine Arbeit, sondern eine Bereicherung. Weil ich viele Leute neu kennengelernt habe.“
Mit dabei ist beispielsweise Ellen Williams von moosgrün (Neckarstraße). Sie ist begeistert vom Prospekt: „In Horb gibt es viele Schätze, die vor allem Außenstehende nicht kennen. Gut, dass der rote Faden die jetzt aufzeigt.“
Und Andreas Hackenberg hofft nicht nur auf die Wirkung des „Roten Fadens“ auf der CMT. Der Antiquar: „Mein Ziel ist es, neben dem Campingplatz und Hotellerie in Horb den Prospekt auch in Hofläden und ähnlichen Anlaufstellen zwischen Rottweil und Calw auslegen zu lassen. Um Tagestouristen zu zeigen, dass es sich lohnt, dank der vielen Angebote und Aktivitäten in Horb auch mal länger hier zu bleiben.“