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Horb a. N. Zukunftsaufgabe: Führungskräfte ausbilden

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Bei der Feuerwehr Dießener Tal standen in der Hauptversammlung außergewöhnliche Ehrungen und viele Beförderungen an. Foto: Wagner Foto: Schwarzwälder Bote

Die Feuerwehr Dießener Tal hatte zu ihrer Hauptversammlung in das Gasthaus Linde in Dießen eingeladen. Der Abteilung wurde bescheinigt, im Landkreis eine Vorbildfunktion zu haben.

Horb-Dießen. Auch Bürgermeister Ralph Zimmermann, Kreisbrandmeister Frank Jahraus, der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Jürgen Brendle und Horbs stellvertretender Stadtbrandmeister Thomas Hofer sowie Ortsvorsteher Theo Walz (Dettlingen) wohnten der Versammlung bei.

In seinem Bericht ging Abteilungskommandant Martin Dettling auf den Personalstand der Abteilung ein, die nun schon seit fünf Jahren besteht. 42 Personen (insgesamt 73 Mitglieder) im Alter zwischen 17 und 65 Jahren gehören dieser an (Stand 31. Dezember 2019).

20 Mann umfasst die Altersfeuerwehrgruppe und elf Mädchen und Jungen zählt die Jugendabteilung. Derzeit stehen der Feuerwehr vier Zugführer und zehn Gruppenführer zur Verfügung. "Hierin besteht in Zukunft unsere größte Aufgabe, dass wir Personen finden, die sich in diesen Bereichen weiterbilden lassen und Führungsaufgaben übernehmen wollen", betonte Dettling.

22 Angehörige der Abteilung haben sich zum Atemschutzträger weiterbilden lassen. 17 Maschinisten davon zehn mit der Fahrerlaubnis Klasse C komplettieren die Wehr. Dieses Jahr ist geplant, dass Stefan Raab den Zugführer-Lehrgang besucht. Insgesamt 16 Übungen wurden im vergangenen Jahr durchgeführt. In weiteren Übungen wurden die Kameraden im Umgang und der Handhabung mit dem Atemschutzgerät geschult. Alle Aus- und Fortbildungen sollten von Mitgliedern der Abteilung wahrgenommen werden, was ebenso die Teilnahme an den Übungen betreffe, betonte Dettling. Dies sei im letzten Jahr wiederholt nicht zufriedenstellend gewesen. Zu einigen Einsätzen musste die Feuerwehr im vergangenen Jahr ausrücken.

Das Besondere war auch in diesem Einsatzjahr wieder die Unterschiedlichkeit der Einsätze: Gleich zwei größere Ölspuren zwischen Bittelbronn und Dießen mussten beseitigt werden, wie Dettling in seinem Rückblick festhielt.

Dann gab es noch einen Brand in einem Gewächshaus in Bittelbronn zu bekämpfen, und Dettling wurde zu einer Erkundung zur Oberen Säge gerufen. Dort war der Abwasserkanal verstopft. Darüber hinaus leistete die Wehr Brandschutzaufklärung in den Schulen und Kindergärten in Dettlingen, Dießen und Bittelbronn.

Der anschließende Kassenbericht von Karl-Josef Dettling wies auf einen soliden Haushalt der Wehr hin. Es folgte der ausführliche Bericht von Schriftführer Christian Meintel, der die Aktivitäten der Abteilung im Detail noch einmal Revue passieren ließ. Der neue Jugendleiter Florian Dettling ging auf ein ereignisreiches Jahr bei der Jugendwehr ein und ließ die Aktivitäten von Jugendfeuerwehrmann Max Theurer im Detail erörtern. Immerhin 25 Termine, darunter 18 Übungen, leistete die Jugendwehr ab. In der Gruppe der elf Jugendlichen befinden sich vier Mädchen.

"Ihr hattet ein ruhiges Jahr und ich wünsche euch, dass das laufende Jahr noch ruhiger wird", sprach Bürgermeister Zimmermann zu den Anwesenden. "Diese Ruhe täuscht jedoch, weshalb ihr immer Gewehr bei Fuß stehen müsst", gab Zimmermann zu bedenken und verdeutlichte ferner: "Da gehören auch eure Übungsstunden dazu, damit im Ernstfall alle Zahnräder perfekt ineinandergreifen." Lobend erwähnte der Bürgermeister auch das Zusammenwachsen der Feuerwehr Dießener Tal: "Mir fällt nicht auf, wer von euch aus Bittelbronn, Dettlingen oder Dießen kommt."

Dem schloss sich auch Kreisbrandmeister Jahraus an, der den Kameraden diesbezüglich eine Vorbildfunktion im Landkreis bescheinigte. In Anlehnung an das ruhige Jahr der Wehr brachte Jahraus dahingehend sein Bedauern zum Ausdruck, dass Feuerwehren meist an der Anzahl der Einsätze gemessen werden. "Das finde ich etwas schade, denn der normale Dienst muss ja trotzdem weiterlaufen."

Dementsprechend fiel das Fazit von Ortsvorsteher Theo Walz aus: "Ich habe von vielen Terminen und Übungen gehört, weshalb es ja doch nicht zu ruhig zuging. Die drei Ortschaften können sich glücklich schätzen, dass sie so eine schlagkräftige Wehr haben, die selbst an den Werktagen die Feuerwehrautos voll besetzen kann."

  Beförderungen

Zahlreiche Beförderungen sowie seltene Ehrungen wurden im Rahmen der Hauptversammlung der Feuerwehrabteilung Dießener Tal vorgenommen. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Thomas Hofer und Abteilungskommandant Martin Dettling überreichten hierbei eingangs Löschmeister Marc Eiseler die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr in Silber. Timo Weckerle, Simon Eiseler, Steffen Traub und Michael Schäfer wurden zum Oberfeuerwehrmann befördert. Florian Dettling erhielt die Beförderung zum Löschmeister, während Christian Meintel und Thomas Thannhäuser zum Oberlöschmeister befördert wurden.

  Ehrungen

Kreisbrandmeister Frank Jahraus wurde in der Versammlung die besondere Ehre zuteil, die Kameraden Anton Lickert und Erwin Götz für ihr langjähriges Wirken in der Feuerwehr auszuzeichnen. Die beiden wurden für ihre 60-jährige Zugehörigkeit in der Wehr mit Urkunden und Präsenten geehrt. "Was ihr in eurer Dienstzeit alles erlebt habt, wird so mancher Kamerad vermutlich nicht mehr erleben", betonte Jahraus in seiner Dankesrede.

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