Kurt Schmid feiert heute seinen 80. Geburtstag. Foto: Tischbein Foto: Schwarzwälder-Bote

Geburtstag: Kurt Schmid feiert heute seinen 80. / Für seine Verdienste Medaille der Stadt erhalten

Von Marion Tischbein

 

Heute, am 5. Juli, feiert Kurt Schmid seinen 80. Geburtstag. Es ist fast unmöglich alles aufzuzählen, was dieser umtriebige Mann im Ort bewegt hat.

Horb-Ahldorf. Mit Beharrlichkeit und Augenmaß verfolgte er seine Ziele. Dabei lag ihm stets das Wohl der Allgemeinheit am Herzen.

Seit 1975 gehörte Schmid dem Ortschaftsrat Ahldorf an. Für die CDU saß er seit 1980 im Gemeinderat. Von 1999 bis 2010 war er Ortsvorsteher von Ahldorf. Hier setzte er sich für den Bau der Mehrzweckhalle und später für den Bühnenanbau ein. In seiner Amtszeit wurden der Meisenweg und der Vogtweg ausgebaut und es entstand das Neubaugebiet Hauseräcker.

Für seine Verdienste erhielt Kurt Schmid 1992 die Verdienstmedaille der Stadt Horb und 1996 die Landesehrennadel. Er sei Mitglied in zwölf oder 13 Vereinen, erzählte der Jubilar. 1972 rief er mit sieben Kameraden die Gruppe der Schmorra ins Leben. Bei der Gründungsversammlung der Narrenzunft Ahldorf 1976 wurde Schmid zum Zunftmeister gewählt. 2010 nach 34 Jahren und insgesamt 38 Jahren aktiver Fasnet, gab er das Amt ab.

Bis heute ist er noch Vorsitzender des Fördervereins für den Hallenanbau, dessen Auflösung er noch abwickeln wird, da der Vereinszweck erfüllt ist.

Schmid wurde 1936 in Tübingen geboren. Bis 1944 wohnte die Familie in Mannheim. Sein Vater fiel im Krieg, als der Junge acht Jahre alt war. Daraufhin kehrte die Mutter mit ihren Kindern in ihren Heimatort Ahldorf zurück. Hier konnte Kurt Schmid von 1945 bis 1950 die Schule besuchen. Im zerbombten Mannheim hatte es keine Schule mehr gegeben.

Mit 14, nach nur fünf Jahren Schule, begann er eine Metzgerlehre und holte in der Berufsschule wissbegierig alles nach, was er vorher nicht lernen konnte. Am meisten gelernt habe er während seiner Zeit beim Maultaschenhersteller Bürger, wo er von 1951 bis 1965 arbeitete, erzählte Schmid. Er habe dort einen tollen Chef gehabt, dem er viel zu verdanken habe. Das eröffnete ihm den Weg zu seiner Stellung bei Feinkost Böhm, wo er 30 Jahre bis 2001 schaffte.

Durch seinen Beruf kam er auch zu seiner Leidenschaft, dem Kochen. So stand er beim Zunftball oder beim alljährlichen Schlachtfest für den Bühnenanbau stets selbst am Herd. Seit 1969 ist Kurt Schmid mit Elisabeth, geborene Schey, verheiratet. Die beiden haben zwei Töchter, Gundula und Susanne, und zwei Enkelkinder, die fast täglich bei ihnen sind.

Eine große Umstellung war es schon für ihn, plötzlich nicht mehr Ortsvorsteher und Zunftmeister zu sein, aber er habe erst jetzt gemerkt, wie es ist, wenn man ein freier Mensch ist. Nach einem Herzinfarkt und einer Krebsoperation gehe es ihm heute wieder gut, bestätigte Schmid. Er genieße es, mehr Zeit für seine liebe Frau zu haben, die früher oft auf ihn verzichten musste.

Von Ruhestand kann bei Kurt Schmid allerdings nicht wirklich die Rede sein. Beim Neckarblühen war er als Tagesverantwortlicher schwer aktiv. Seine Erfahrung war danach auch bei mehreren anderen Gartenschauen im Ländle gefragt, für die er Werbung machte und Kunden und Busunternehmen ansprach.

Bei der Stadt Horb, beim Stadtmarketing, ist seine Hilfe ebenfalls noch gefragt und dann hilft er gerne aus. "Ich bin sehr dankbar", betonte der Jubilar, "dass es um mich herum so viele Menschen gab, die mir geholfen haben."

Am heutigen Geburtstag wird daheim gefeiert. Der Musikverein Ahldorf wird ein Ständchen bringen. Am Samstag darauf steht eine größere Feier mit Familie, Freunden, Bekannten, Fasnetsfreunden und früheren Kollegen aus dem Gemeinderat an.