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Horb a. N. VCD: S 21

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Horb. Für den Verkehrsclub Deutschland (VCD) bestätigt sich nach eigenen Angaben erneut die Befürchtung, dass Stuttgart 21 den Ausbau von Rheintalbahn, Gäubahn und Südbahn blockiert.

Laut VCD bindet das Großprojekt den größten Teil an Bundesinvestitionen in die Schienenwege im Land auf lange Sicht. So sehe der aktuelle Entwurf des Bundeshaushaltes 2013 zwar auch Mittel für die Rheintalbahn vor, allerdings reichten diese nur für einen Ausbau im Schneckentempo. Komplett leer ausgehen würden im Bundeshaushalt die Südbahn sowie die Gäubahn.

"Wieder einmal bewahrheite sich, dass die bedingungslose Fokussierung auf Großprojekte im Schienenverkehr zahlreiche sinnvolle Neu- und Ausbauprojekte verhindere und somit massiv der Entwicklung des Schienenverkehrs landes- und bundesweit schadet", kritisiert VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb den Entwurf.

So stünden für die Rheintalbahn vom Katzenbergtunnel bis Basel nur knapp 55 Millionen Euro im Jahr 2013 zur Verfügung. Zwar habe der Bund erst kürzlich eine Finanzierungsvereinbarung für den Rastatter Tunnel unterzeichnet, doch sei die Fertigstellung erst für das Jahr 2022 geplant.

"Eine Fertigstellung der Rheintalbahn ist überhaupt nicht in Sicht. So werden im Jahr 2022 und damit sechs Jahre nach Fertigstellung des Gotthard-Basistunnels in der Schweiz die Hauptzulaufstrecke im Rheintal erst zur Hälfte fertig gestellt sein werden", beklagt Matthias Lieb und verweist auf den Vertrag von Lugano, mit dem Deutschland den vollständigen Ausbau bis zur Fertigstellung der Schweizer Tunnelstrecken zusicherte. Für den weiteren Ausbau nach 2022 werden nach VCD-Berechnungen noch mindestens 2,7 Milliarden Euro benötigt – bei jährlich 55 Millionen Euro wie im Jahr 2013 wäre somit eine Fertigstellung im Jahr 2076 möglich, rechnet Lieb vor.

Hauptursache dieser "verfehlten Investitionsstrategie" des Bundes ist aus VCD-Sicht Stuttgart 21, das in den nächsten Jahren die Masse der Finanzmittel des Bundes in Baden-Württemberg verschlinge. Darunter leide nicht nur der Ausbau der Rheintalbahn, sondern ebenso würde der Ausbau der Gäubahn und der Südbahn blockiert werden.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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