200.000 Euro für neue Straße entschärft Verkehrsproblematik. Rosenberger: "Der Leidensdruck wurde immer unerträglicher"
Horb - Am Mittwoch konnte nach langer Wartezeit endlich der symbolische Spatenstich für eine längst überfällige Straßenbaumaßnahme erfolgen.
Im Industriegebiet "Heiligenfeld" kommt es im Bereich der Gesslerstraße, die bislang als Sackgasse ausgebaut ist, durch den starken Lkw-Anlieferverkehr und den Rangierfahrten bei der Firma Volz im Bereich der benachbarten Firma Rettenmaier immer wieder zu Behinderungen und Wartezeiten.
"Es war teilweise ein Verkehrschaos, das wir nicht in den Griff bekamen", gab Oberbürgermeister Peter Rosenberger zu. Seit sieben Jahren beschäftigte man sich mit diesem Problem, so Rosenberger weiter, "aber nie war Geld da, um die Gesslerstraße ans angrenzende Straßennetz anzudocken. Der Leidensdruck wurde immer unerträglicher", erklärte der OB, "und für uns von der Stadt stand fest, dass etwas passieren muss".
Ein Gespräch mit Unternehmer Manfred Volz brachte Licht in die verfahrene Situation. Der Spezialist für großvolumige Filter erklärte sich bereit, den Löwenanteil an den Kosten für diese Baumaßnahme zu übernehmen.
Wegstrecke verkürzt sich pro Fahrt um 1,5 Kilometer
Rund 200.000 Euro steuert Volz an der Gesamtsumme von rund 320.000 Euro bei. Geld, das er nicht so einfach aus dem Unternehmen abzweigen kann, wie Manfred Volz betonte. "Es hat eine gewisse Zeit gedauert, bis diese Subventionsmittel angespart waren", erklärte der Unternehmer, der sich jedoch freut, "dass die Stadt jetzt wieder ruhiger schlafen kann".
Durch die neue Anfahrt von der Liststraße her verkürzt sich auch die Wegstrecke pro Fahrt um 1,5 Kilometer.
Rosenberger sieht diese Stärkung der Infrastruktur auch als klares Bekenntnis von Volz zum Standort Horb. Ein Statement, das Manfred Volz nicht unkommentiert stehen lassen wollte. "Wir werden weiterhin Produktionszweige auslagern, mit denen wir hier nichts verdienen", sagte er, fügte jedoch an, dass man dafür andere Bereiche, wie beispielsweise die Forschung und Entwicklung entsprechend den Markterfordernissen ausbauen und erweiterten werde. "Wir werden nicht groß kleiner", formulierte es der Industrielle auf die ihm eigene Art.
In zwei Monaten will man sich an gleicher Stelle zur Einweihung der Verbindungsstraße treffen, versprachen Bauleiter Jürgen Schnitzer von der bauausführenden Firma Stumpp und die Verantwortlichen vom Fachbereich 5.
336 Meter Baulänge, in einer zweispurig ausgebauten Breite von sieben Metern, gilt es bis dahin zu realisieren. Zwölf Lampen, die rund 30.000 Euro kosten, werden die Straße künftig beleuchten. Der neue Bauabschnitt wird die Gesslerstraße und die Liststraße miteinander verbinden und schließt so eine Lücke in der Straßenplanung des Heiligenfeldes.