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Waldachtal Tumlingen: Treibt Hundehasser Unwesen?

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Nach Wochen in tierärztlicher Behandlung kann Gismo wieder herumtollen. Foto: Hopp

Waldachtal-Tumlingen - Es war nur ein kurzer Spaziergang auf dem Feldweg, doch danach ist der Hund Gismo nicht mehr wiederzuerkennen. Er zittert, wirft alle Viere von sich und muss in die Tierklinik. Auslöser war mutwillig gestreutes Schneckenkorn.

"Unser Hund wurde vergiftet. Im Zeitraum vom 27.03. zum 28.03.17. Vermutlich Felderwege um den Schellenberg beziehungsweise Kinderhaus Himmelreich. Laut toxikologischem Labor mit Schneckenkorn." So beginnt die Anzeige, die Michaela und Jürgen Schmid in unserer Zeitung geschaltet haben. Am 28. März sind sie um 14 Uhr mit Gismo spazieren gegangen, anschließend erlitt er epileptische Anfälle. Und das war nur der Beginn einer langen Klinik- und Medikamente-Odyssee.

Epileptische Anfälle

"Nach dem Spaziergang hat Gismo plötzlich stark gezittert, alle Beine von sich geworfen, kaum Luft bekommen, und er hatte Schaum vor dem Mund", erzählt Michaela Schmid, "wir brachten ihn in die Tierklinik nach Reutlingen. Dort wurde er wiederbelebt, sein Magen musste ausgepumpt werden, und er lag zwei Tage im künstlichen Koma." Die Fahrt nach Reutlingen war nötig, da der Hund nur dort rund um die Uhr überwacht werden konnte. Um Gewissheit zu haben, ließ die Familie ein toxikologisches Gutachten erstellen. Heraus kam: Metaldehyd. Ein Stoff, der in Schneckenkorn enthalten ist. Circa zwei Gramm sollen schon reichen, damit es bei Tieren toxisch wirkt. "Im Moment ist eigentlich nicht die Zeit, Schneckenkorn zu streuen. Das kann eigentlich nur mutwillig ausgelegt worden sein", ist sich Michaela Schmid ziemlich sicher.

Anschließend hat die Familie die Strecke noch einmal abgesucht, aber keine weiteren der bunten Körner gefunden. Ob das Gift also auf dem Feldweg oder vielleicht sogar im eigenen Garten der Familie lag, das lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. "Ein Nachbarshund hat in der gleichen Woche ebenfalls erbrochen und einige Tage nichts gefressen", erinnert sich Michaela Schmid. "Da könnte es aber auch sein, dass er Düngemittel gefressen hat", fügt sie hinzu.

Den Vorfall hat Familie Schmid auf dem Rathaus gemeldet, diese gab die Informationen dann an das Polizeirevier in Pfalzgrafenweiler weiter. Auch der Kindergarten wurde informiert, da der Feldweg direkt an diesen angrenzt – "und kleine Kinder stecken ja schnell mal etwas in den Mund", weiß die Hundebesitzerin. Doch sowohl von der Polizei als auch auf die Kleinanzeige gab es noch keine Rückmeldung.

Einen guten Monat später, bei einem Besuch bei der Familie Schmid, scheint Gismo schon wieder recht fit zu sein. Er schnüffelt im Garten herum und frisst hin und wieder ein wenig Gras. Bis vor Kurzem musste er jedoch immer noch einmal pro Woche zum Tierarzt, da er sowohl auf das Gift als auch auf die Medikamente allergisch reagiert und eine Kortisonbehandlung braucht. Immer wieder sind zudem Blutuntersuchungen nötig, damit durch das Gift keine bleibenden Schäden entstehen.

Mit den Anfällen Ende März war es nicht getan bei Gismo. Am Ostersonntag hatte er Durchfall, an Ostermontag erlitt er einen allergischen Schock. Wieder ging es in die Tierklinik. "Den Weg nach Reutlingen kenne wir mittlerweile auswendig", seufzt Jürgen Schmid, "inzwischen haben die Behandlungen eine stattliche Summe im vierstelligen Bereich gekostet."

Weitere Informationen: Wer Hinweise zu dem Vorfall hat, kann sich bei ­Familie Schmid unter Telefon 07443/931 982 melden.

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