Stadtverwaltung und Bürgerinitiative auf gemeinsamer Basis. Protokoll ist Grundlage für weitere Entscheidungsfindung.
Horb - "Transparenz-Offensive" von Oberbürgermeister Peter Rosenberger: Vor der Ausschusssitzung des Gemeinderats am Dienstagabend lud der OB gemeinsam mit Dieter Meintel, Sprecher der Bürgerinitiative gegen Talheim 21, zum kurzen Pressegespräch.
Er gab bekannt, dass das Protokoll der städtischen Infoveranstaltung an die BI ging und diese es überprüft und für korrekt befunden habe. "Mir war es ein persönliches Anliegen, dass die BI schnell Zugang zu dem Protokoll bekommt und auch die Korrektheit überprüft.
Wir nehmen dieses Protokoll als Handlungsgrundlage für die weitere Entscheidungsfindung. Ich bin sehr dankbar über den Austausch mit der BI. Das ist nicht selbstverständlich." Rosenberger wies noch einmal darauf hin, dass er auf eine schnelle Entscheidung noch in diesem Jahr drängt. "Es wäre wünschenswert, wenn noch im Oktober der nächste Schritt folgt."
"Es wäre wünschenswert, wenn noch im Oktober der nächste Schritt folgt"
Die Verwaltung werde dem Ortschaftsrat einen Empfehlungsbeschluss mit auf dem Weg geben. "Wir wollen den Ortschaftsrat nicht allein mit dieser Entscheidung lassen." Wie diese Empfehlung aussehen könnte, steht laut Rosenberger noch nicht fest. "Wir müssen uns dies noch selbst erarbeiten." Die unterschiedliche Position beider Seiten wurde beim Pressegespräch noch einmal klar: Während die BI ganz klar und unverrückbar gegen das Projekt ist, hat die Stadt vorerst noch eine neutrale Sichtweise: "Die Stadt muss bei jedem Thema zunächst Pro und Contra abwägen."
Meintel machte klar, dass die BI jetzt nicht in Ruhe abwartet, sondern weitere Veranstaltungen vor der nächsten Entscheidungsrunde plane. "Die BI-Mitglieder hoffen, dass wir Talheim 21 abwenden können. Das wäre auch ein besonderes Signal zum Zusammenwachsen von Talheim. Wir haben ungefähr gleich viele Mitglieder aus Ober- und Untertalheim. Außerdem wäre es ein wichtiges Signal für den Zusammenhalt der ganzen Stadt." Man wolle sich dann gerne mit der Stadt zusammensetzen, um über eine sinnvolle Nachnutzung des Steinbruchs nachzudenken.
Die Transparenz-Offensive wird übrigens auch für die Sitzung des Ortschaftsrats gelten. "Diese soll selbstverständlich öffentlich stattfinden", so Rosenberger. Und das in ungewohntem "Ambiente". Der OB: "Die Sitzung wird sicherlich wieder in der Halle stattfinden, nach der Erfahrung des großen Interesses für die Info-Veranstaltung. Der Andrang lässt sich sicher nicht im kleinen Talheimer Sitzungssaal bewältigen."