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Horb a. N. Stadt hat jetzt eine Einkaufs-App

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Die neue Einkaufsapp geht an den Start: Dietmar Urban, Anette Houri, Stephanie Wagner und Thomas Kreidler. Foto: Lück

Horb - Na endlich! Jetzt wird auch der Handel von Horb digital. Dietmar Urban vom Digital Hub und City-Manager Thomas Kreidler haben jetzt die Einkaufs-App gestartet.

Noch nicht ganz fertig sind die Räume des Digital Hub. Der Fahrstuhl fehlt noch und die Räume sind noch ziemlich leer und unbenutzt. Allerdings: Der Handel hat hier schon richtig Gas gegeben. IT-Berater Dietmar Urban und City-Manager Thomas Kreidler haben am Mittwochabend die neue Einkaufs-App präsentiert.

Urban: "Eigentlich sollte die neue Einkaufsapp für Horb zum ersten Advent starten. Aber wir werden sie richtig bewerben, wenn wir einige Anbieter haben. Bäcker Saur, die Walz-Mühle, der Dreikönigs-Hofladen in Rexingen und der Buchhof in Nordstetten werden auch mitmachen. Umso stolzer sind wir auf Annette Houri vom Horber Lädle: Sie ist schon drin in der App."

Bestellen und abholen

Houri: "Ich sehe da eine Riesen-Chance drin. Obwohl ich es nur meinen Kunden erzählt habe, sind schon Zugriffe da. Jeder zweite Kunde schaut in die App –­ und ich hoffe, das senkt die Hürden noch mal ab. Denn so kann man sich vom heimischen Sofa das Sortiment anschauen, bestellen und es dann abholen."

Houri hat auch schon ihre Lieferanten wie den Drei-Königs-Laden überzeugt, mitzumachen: "Das macht es auch für mich einfacher: Die Leute können dann dort bestellen und bei mir abholen."

Und die App – sie liefert Houri auch Statistiken. Die Geschäftsfrau: "Ich bin ganz erstaunt, dass die Nudeln so oft in der App angeschaut wurden. Daraus kann ich natürlich für die Präsentation der Ware Rückschlüsse ziehen, wie die Leute ticken."

Auch Hofläden und Lieferanten des Horber Lädle, die keine Lust auf den Online-Shop haben, können profitieren, so Houri: "Ich kann deren Produkte einstellen, habe so mehr Angebote und kann durch mögliche Online-Bestellungen auch immer frische Waren nach Bedarf liefern –­ und die Menge wird genauer, sodass weniger verdirbt."

Also ­ alles nur Vorteile, die Houri sieht. IT-Berater Urban: "Das ist der Vorteil, den wir durch das Netzwerk des Digital Hub haben. Beim Digitalisierungs-Wettbewerb des Landes war ein Thema, dass wir eine Online-Plattform für den Handel schaffen können. Das wollten wir vertiefen, auch wenn dieses Projekt nicht den Zuschlag durch die Horber Gremien bekommen hat. Wir haben in unserem Netzwerk nachgefragt und haben den Tipp für das Startup ›Emmas App‹ bekommen. Das ist dann Ende September gestartet – und wir haben schon intern jede Menge Verbesserungs- und Erweiterungsvorschläge."

Doch wie funktioniert Emmas App überhaupt? Ganz einfach. Die App kann aufs Smartphone oder Tablet runtergeladen werden. Dann fragt die App, ob es Shops in der Nähe anzeigen soll. Bestätigen –­ und schwupps, taucht das Horber Lädle auf. Noch ein Klick auf die Kategorien wie Honig – schon kann man bestellen. Dann den Zeitpunkt angeben, an dem man seine Ware abholen will.

Kassensystem sparen

Urban: "Das ist für den Händler kostenlos. Wenn er auch die Bezahlung vorab digital wünscht, übernimmt die App auch die Zahlungsabwicklung. Das kostet dann 29 Euro im Monat. Das ist auch fair – so kann sich der kleine Händler ein Kassensystem sparen."

Das Gute: Jeder kleine Händler kann sich anmelden und den eigenen Web-Shop bestücken. Foto mit dem Smartphone, Beschreibung, Preis, fertig.

City-Manager Thomas Kreidler: "Wir haben dieses Projekt bewusst erst einmal klein gestartet mit den regionalen Hofläden, um es auszuprobieren. Und der Start sieht vielversprechend aus."

App wird optimiert

Annette Houri: "Ich hoffe, dass die anderen Shops –­ so schnell es die Inhaber eben schaffen – online sind. Denn je mehr Geschäfte drin sind, umso attraktiver wird das natürlich für den Kunden." Brigitte Ohagen vom Blickfang: "Das hört sich ja gut an. Ich überlege mir, mit welchen Produkten ich in die Einkaufsapp gehe."

Urban ist derzeit dabei, die Einkaufs-App noch zu optimieren. Houri hat zum Beispiel einen Wunsch: "Es wäre perfekt, wenn es die App schafft, eine Liste zu erstellen, wer was von meinen Lieferanten liefern soll."

Urban: "Wir haben den App-Entwicklern schon jede Menge Features vorgeschlagen, die uns sinnvoll erscheinen. Die haben nur gestaunt."

Dazu gehört beispielsweise die automatische Integration von allen Geschäften, die schon einen Webshop haben. Lieferservice, Mitbring-Dienste oder Abholstationen gehören auch dazu.

Urban wollte diese Features für die Horber Einkaufs-App schon entwickeln lassen. Doch wer soll das bezahlen? Urban: "Es ist einfacher, 10 000 Euro für eine Veranstaltung als 5000 Euro für eine App gefördert zu bekommen."

Lokale Werbung denkbar

In der Diskussion nach der Vorstellung der Einkaufs-App bei der Arbeitsgruppe Handel von Horb Aktiv gab es auch noch jede Menge Vorschläge: Unterteilungen des Angebots beispielsweise nach Bio oder Fairtrade, die Einbeziehung von lokaler Werbung in der App. Jörg Dormann: "Ich denke, es sollte jeder Händler drin sein. Je mehr in der App enthalten ist, desto mehr wird sie genutzt."

Man kann also gespannt sein, was aus der Horber Einkaufs-App noch so wird.

Weitere Informationen: Die Einkaufs-App gibts unter emmas.app

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