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Horb a. N. SPD-Ortsverein steht vor der nächsten "Frischzellenkur"

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"Wir brauchen jedoch eine funktionierende Vereinsspitze und möchten vor der nächsten Bundestagswahl – aber auch im Hinblick auf die Landtagswahlen – sortiert dastehen": Viviana Weschenmoser (rechts) und Katrin Kinsler Foto: Morlok Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Peter Morlok

Horb. Die nächste Frischzellenkur für den SPD-Ortsverein Horb ist in Vorbereitung. Nachdem Katrin Kinsler (40) vor rund zwei Jahren das Amt der Vorsitzenden übernahm und frischen Wind in den Ortsverein brachte, steht nun der nächste Wechsel an der Führungsspitze ins Haus. Mit der 25-jährigen Jurastudentin Viviana Weschenmoser hat man eine aussichtsreiche Kandidatin für das Amt der Vorsitzenden gefunden, ist sich Kinsler sicher.

In der letzten Vorstandssitzung, an der jedoch nicht alle Vorstände teilnahmen, habe man sich darauf verständigt, dass man in einer außerordentlich anberaumten Sitzung, die am 6. Mai im "Schiff" stattfinden wird, die Vorstandsfrage neu regeln wolle. Aktuell seien die Aufgaben zu sehr auf den Vorsitzenden fokussiert, erklärte Kinsler. "Hier wollen wir neue Strukturen schaffen, um die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen." Dazu wird auch gehören, dass man von der bisherigen Regelung, mit zwei stellvertretenden Vorständen zu agieren, wieder abrückt. "Die Zuordnung war so nicht immer ganz klar", so der Grund für diese Anpassung. Zukünftig will man mit einem Stellvertreter eine gut funktionierende Doppelspitze stellen, hofft die designierte neue Vorsitzende. Den passenden Mann habe man sich schon dafür ausgesucht, verrieten die beiden SPD-Frauen im Rahmen eines Informationsgespräches.

Leif Brackelmann, 30-jähriger Lehrer, der vor etwa zwei Jahren nach Horb-Mühringen versetzt wurde, soll seinen bisherigen Posten als Kassierer mit der aktuellen zweiten Vorsitzenden Melanie Nagel tauschen, so die Überlegungen in Punkto Neuwahlen. Mit Leif Brackelmann hätte man einen erfahrenen Kommunalpolitiker am Start, der sich bereits in der Jugend- und Ortsvereinspolitik einbrachte. "Das ist einer, der nicht mit der rosa Polit-Brille rumläuft und von verklärten Ansichten träumt – das ist ein Realist", beschreibt Weschenmoser ihren möglichen Stellvertreter und betonte, dass sie sich die Zusammenarbeit mit ihm als sehr positiv vorstellen kann.

Für Kinsler, die im Beirat weiterhin für den SPD-Ortsverein aktiv sein möchte, ist dieser Schritt ins zweite Glied nur konsequent. "Ich habe nur eine bestimmte Menge an Energie zur Verfügung – die wird zum größten Teil sowohl von meiner Arbeit als auch von meiner Familie gebraucht", beschreibt sie den wichtigsten Grund für ihren Rücktritt. Auch sei sie nicht immer erreichbar. Den ganzen August über ist sie beispielsweise in den USA, erklärte sie.

"Wir brauchen jedoch eine funktionierende Vereinsspitze und möchten vor der nächsten Bundestagswahl – aber auch im Hinblick auf die Landtagswahlen – sortiert dastehen", erklären Weschenmoser und Kinsler gemeinsam. Man möchte den Bürgern zeigen, dass die Horber SPD einen starken Kern hat, der in der Lage ist, auch komplexe Aufgaben aufzubereiten.

Für Viviana Weschenmoser ist dies keine Frage des Alters. Ihrer Einschätzung nach ist der Horber Ortsverein ein Verein der kurzen Wege mit großem Erfahrungsfundus. Dies wäre die ideale Basis, die man als "Grünschnabel" braucht, so ihre eigene Einschätzung. Man könne so auf Augenhöhe mit den älteren Horber Bürgern aber auch mit der Generation

"Minirock" kommunizieren. "Wir schaffen so eine gute Basis – vielschichtig und pluralistisch. Dafür stehen wir, wenn wir gewählt werden" machte die junge Kommunalpolitikerin schon mal Werbung in eigener Sache.

Nun müssen nur noch die Ortsvereinsmitglieder mitmachen und sie und ihren zukünftigen Stellvertreter wählen. "Wenn nicht, ist das auch nicht schlimm – dann kommen anderen Leute mit anderen Ideen" bekannte sich Vivian Weschenmoser, die sich für jede Art von sozialer Gerechtigkeit stark machen möchte, zu ihrer demokratischen Grundhaltung.

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