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Horb a. N. So ruhig wie später mal mit Brücke?

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Sieht so das Leben mit der Hochbrücke aus, die hier als grüne Linie ins Foto montiert ist? An der Ortsausfahrt Richtung Rauschbart die Ruhe genießen und sich – so wie es auf dem Bild unser Reporter Jürgen Lück tut – sogar mal auf einen Liegestuhl setzen. Foto: Schwarzwälder Bote

Durch die Ausgangsbeschränkungen der Corona-Krise ist derzeit so wenig Auto-Verkehr in Horb wie selten. Ist das die Gelegenheit, auf die Straße zu treten und von der Zeit zu träumen, in der die Hochbrücke endlich steht?

Horb. Stadtoberhaupt Peter Rosenberger schmunzelt bei der Frage. Sagt dann aber: "In der Tat. Derzeit ist deutlich weniger Verkehr auf der Straße. Da kann man schon mal spüren, wie es sein könnte, wenn die Hochbrücke steht!"

Denn: Laut den Verkehrsprognosen im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe im Rahmen des Planfeststellungsverfahren wurde festgestellt, dass sich durch die Hochbrücke der Verkehr auf der Christophorusbrücke von 18 000 Fahrzeugen am Tag am 9900 Fahrzeuge fast halbieren würde.

Elisabeth Schneiderhan wohnt an der Neckarstraße. Schon seit Jahren kämpfte sie gegen den Lärm vor ihrem Fenster. Jetzt sagt sie: "Der momentane Zustand ist sehr angenehm für uns. Wir bemerken, dass es im Moment weniger Schwerlastverkehr gibt – am meisten fahren Autos. In der Nacht ist es endlich mal sehr sehr ruhig – ein wunderbarer Zustand!"

Fotograf Richard Menzel wohnt in der Bildechinger Steige. Er sagt: "Klar, es gibt immer ein paar Idioten, die den ruhigeren Verkehr dazu nutzen, bergauf richtig Gas zu geben. Aber insgesamt hat der Autoverkehr deutlich nachgelassen. Ich traue mich inzwischen sogar, direkt über die Straße zu gehen und nicht mehr den Zebrastreifen zu nutzen!"

Doch um wie viel hat der Verkehr in Horb derzeit abgenommen? Genaue Daten gibt es auf Anfrage des Schwarzwälder Boten weder von der Schweizer Firma Terralytics noch vom Kartenanbieter TomTom. Laut einer Terralytics-Karte Ende März haben die Bewegungen im Landkreis Freudenstadt durch Corona um gut 30 Prozent abgenommen.

Fakt ist, so sagt Kristina Sauter (OGL), die immer mit dem Fahrrad unterwegs ist: "Auf der B 28 ist weiterhin ordentlicher Verkehr. Aber er ist nicht mehr so dicht wie sonst. Unten in der Stadt ist es schon besser.

Dort merkt man, dass dort weniger Autoverkehr ist. Inzwischen sieht man in der Stadt mehr Menschen auf Fahrrädern. Genau deshalb hatte ich vor der Corona-Krise schon den Vorschlag gemacht, während der zweijährigen Vollsperrung in Nordstetten für die Hochbrücken-Baustelle provisorische Schutzstreifen und Radverkehrsführungen in Horb einzuführen. Um auszuprobieren, was funktioniert und was nicht!"

Der wenige Verkehr und der Traum von der dauerhaften Verkehrsentlastung durch die Hochbrücke – er hat Kristina Sauter schon kreativ gemacht.

Sie schildert: "Mein Ziel ist es, die Verkehrsbelastung in der Kernstadt um 70 Prozent zu senken. Ich habe jetzt gelesen, dass es eine neue Förderung gibt für die Einrichtung von Schutzstreifen gibt, weil durch die Corona-Krise jetzt der Raum in den Innenstädten dafür da ist und das deshalb leichter möglich ist. Ich habe schon dem ADFC Bescheid gesagt, dass er sich für diese Förderung bewerben soll. Es wäre toll, wenn Horb mit dabei ist."

Dieter Rominger-Seyrich (SPD), der von Anfang an gemeinsam mit Kristina Sauter für die Hochbrücke gekämpft hat, sagt: "Die Forderung nach der besseren Radverkehrsführung von Kristina Sauter unterstütze ich. Derzeit ist das Auto der Krisengewinnler von Corona. Doch ich hoffe und werde mich dafür einsetzen, dass der öffentliche Nahverkehr nach Corona deutlich gestärkt wird. Denn nur so kann die Kernstadt von Horb vom Verkehr noch weiter entlastet werden."

Rominger-Seyrich sagt weiter: "Leider sind derzeit die Cafés und Gastronomien mit Außenbewirtschaftung geschlossen. So kann man den Traum der Verkehrsentlastung durch die Hochbrücke sich gar nicht richtig in Ruhe vorstellen. Doch ich hoffe, dass die Hochbrücke den erhofften Segen für Horb bringen wird!"

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Florian Ganswind

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