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Horb a. N. So geht es mit den Schulen während Corona weiter

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Ein Fenster ist zum Lüften geöffnet. Auch in Horb wird regelmäßig "quergelüftet." (Symbolfoto) Foto: Schmidt

Horb - Müssen viele Eltern und Lehrer auch in Horb in diesem Winter mit Quarantäne und Homeschooling rechnen? Die Schulen rücken aktuell in der Corona-Krise in den Fokus - doch wie ist die Lage vor Ort?

Wir haben mit Götz Peter, geschäftsführender Rektor der Horber Schulen, über die aktuelle Situation gesprochen. Er sagt über...

...den "Corona-Modus"

"Wir setzen die ›Corona-VO Schule‹ und damit verbundene Hygienekonzepte in Absprache mit dem Schulträger verantwortungsbewusst und gewissenhaft um und tun unser Möglichstes", so Peter. "Die Schulen des Horber Sprengels befinden sich diesbezüglich in ständigem Austausch." Die Maskenpflicht auf Begegnungsflächen der weiterführenden Schulen werde in aller Regel eingehalten und auch kontrolliert, "unter anderem von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des städtischen Ordnungsamtes".

...das Lüften in den Schulen

" An den Horber Schulen ist eine ›Querlüftung‹ an allen Schulgebäuden gewährleistet", berichtet Peter. Die Fenster könnten ohne Probleme komplett geöffnet werden. "Das ist wohl an Schulen in anderen Kommunen nicht immer gegeben", sagt Peter, der ergänzt: "Momentan haben wir keine Schwierigkeiten mit dem Lüften. Ich räume jedoch ein, dass das in der wirklich kalten Jahreszeit durchaus ein Thema ist."

Müssen sich die Schüler also "warm anziehen", was nicht die Notengebung betrifft, sondern wörtlich zu nehmen ist? "Notfalls müssen wir uns tatsächlich kurzfristig mit dem Tragen warmer Kleidung behelfen und uns in der Tat damit arrangieren."

Gibt es Alternativen? "Eine Möglichkeit wäre vielleicht noch der Einsatz von CO2-Messgeräten, um wirklich eine kontrollierte Lüftung zu gewährleisten." Der Politik wird derzeit der Vorwurf gemacht, die Klassenzimmer nicht mit Belüftungsanlagen ausgestattet zu haben. Peter folgt dieser Kritik aber nicht: "Den flächendeckenden Einbau von Luftfilteranlagen erachte ich als unrealistisch."

...längere Winterferien

Am Dienstag diskutierte man deutschlandweit über verlängerte Winterferien auf Kosten der Sommerferien. Kultusministerin Susanne Eisenmann lehnte diesen Vorschlag bereits ab (siehe "Thema des Tages"). Auch Peter hält von diesem Vorschlag nicht viel. "Diese Idee kann ich aus mehreren Gründen nicht nachvollziehen und definitiv nicht unterstützen. Immerhin wird das Infektionsgeschehen nicht an den Schulen vorangetrieben, sondern es hat seinen Ursprung größtenteils in privaten Feiern und Partys.

Außerdem ist im letzten Schuljahr bedingt durch den kompletten Lockdown bereits genügend Unterricht ausgefallen." Seines Erachtens müsse man nun schauen, dass Lernlücken geschlossen werden könnten und dass die Prüfungsvorbereitung möglichst stabil ablaufen könne. "Die Schüler*innen brauchen Verlässlichkeit und tatsächlich einen ›Regelbetrieb‹, wenn auch unter Pandemiebedingungen", so der Rektor der Gemeinschaftsschule.

...Lernen im Schichtbetrieb

Er hat dafür einen anderen Vorschlag: "Viel besser als eine Verlängerung der Weihnachtsferien wäre es, wenn wir beim Unterrichtsbetrieb in Schichten fahren könnten, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. Voraussetzung dafür wäre jedoch, dass auch die Schülerbeförderung zu versetzten Zeiten erfolgt. Dieses Thema wurde bereits mehrfach angesprochen. Die Antwort der Verantwortlichen lautet, es gebe zwar durchaus Busse, aber nicht genügend Fahrer, da viele einer Risikogruppe angehörten."

...die Schulbus-Situation

"Bis auf vereinzelte Punkte, die jedoch jeweils direkt mit den Unternehmen geklärt werden konnten, sind mir keine größeren Probleme in Sachen Schülerbeförderung bekannt. Ich bin hier auch in enger Abstimmung mit den Schulen und dem Schulträger", sagt Peter. Dennoch wird im Kreis über die Schulbus-Situation diskutiert. Franz Schweizer (CDU), Kreisrat und selbst Busunternehmer äußerte im Verwaltungsausschuss des Kreistags, dass der Mindestabstand in Bussen nicht eingehalten werden könne (siehe "Aus unserer Region").

Friedrich Gerhard, Elternbeiratsvorsitzender der Gewerblichen und Hauswirtschaftlichen Schule in Horb, kritisiert in einem offenen Brief, der auf der Schulhomepage online gestellt ist, die Lage an der Bushaltestelle in der Nähe der Schule: "Hier sah ich circa 200 Schüler dicht gedrängt ohne Maske auf die Omnibusse warten (28. September, 12.50 Uhr). Nur einzelne Schüler hatten einen Mund- Nasen- Schutz." Gerhard ärgert sich: "Alle Bemühungen an der Schule werden konterkariert durch fehlende Kontrolle auf dem Schulweg."

Das zuständige Ordnungsamt habe mit Aktivierung der landesweiten Pandemiestufe 2 allerdings seine Kontrollen auch an Bushaltestellen verstärkt, so Stadtsprecherin Inge Webe auf Anfrage. "Aber schon vorher wurde kontrolliert."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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