Rainer Reichensberger (rechts), Gauvorsitzender des Schwäbischen Albvereins, ernannte Volkmar Rieber (Mitte) zum Ehrengaunaturschutzwart. Karl-Josef Sickler (links), Nachfolger Riebers als Naturschutzwart bei der Horber Ortsgruppe des Albvereins, freute sich mit. Foto: Morlok Foto: Schwarzwälder-Bote

Volkmar Rieber zum Ehrengaunaturschutzwart ernannt

Von Peter Morlok

 

Horb. Wer kennt ihn nicht, den Mann vom NABU Horb, den Naturschützer Volkmar Rieber. Am Samstag, dem Gaunaturschutztag, wurde Rieber vom Gauvorsitzenden des Schwäbischen Albvereins, von Rainer Reichensberger, zum Ehrengaunaturschutzwart ernannt.

Viele Vereinsmitglieder kamen an diesem Nachmittag müde von einer anstrengenden Exkursion über die Ahldorfer Heide zurück ans Vereinsheim im Schurkenturm, doch Rieber schien immer noch so fit zu sein wie ein Zwanzigjähriger. Er müsse mal kurz auf die Toilette sagte er und verschwand Richtung Vereinslokal.

Das liegt jedoch im allerobersten Stock des Schurkenturms und bis man dort oben ist, gilt es mehr als 100 unterschiedlich ausgebaute Treppenstufen zu nehmen. Für Rieber, der so oft wie kein anderer den steilen Kuglerhang rauf und runtermarschiert ist, dabei immer einen Blick für die Schönheit der Natur hatte, anscheinend auch noch im Alter von 77 ein leichtes Unterfangen.

Reichensberger überraschte Volkmar Rieber danach mit dieser weiteren Ehrung, denn der bekannte Horber Naturschützer bekam bereits 1992 die silberne Ehrennadel, wurde 2003 mit dem Ehrenschild und vor wenigen Wochen – am 18.April – mit der Georg-Fahrbach-Medaille des Schwäbischen Albvereins ausgezeichnet. Der Deutsche Wanderverband zeichnete ihn am selben Tag mit der silbernen Ehrennadel, aus und für seinen unermüdlichen Einsatz rund um die Landschaftspflege- und Naturschutzmaßnahmen, insbesondere auf den Gebieten von Horb, wurde er schon 2003 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Für Rieber sind diese Auszeichnung zwar ein Zeichen, dass sein Arbeit im nötigen Rahmen gewürdigt wird, sein Antriebsmotor, der anscheinend immer auf Hochtouren läuft, ist jedoch die Liebe zur Natur, zur Flora und Fauna. Kaum einer kann so detailreich und plastisch die Zusammenhänge an einem Weiher, auf einer Streuobstwiese oder eben rund um den Kuglerhang erklären wie er. Deshalb nannte ihn der frühere Gauvorsitzende auch die "Perle für den Oberen Neckar Gau".

Rainer Reichensberger ging in seiner Laudatio auf die vielen Aktivitäten von Volkmar Rieber ein und stellte fest, dass diese Aktivitäten weit über die Landesgrenze hinaus bekannt sind. Das Wissen Riebers wird gerne in allen Belangen der Natur- und Landschaftspflege genutzt, und er steht dem Albverein auch nach seinem Ausscheiden als Gaunaturschutzwart immer mit Rat und Tat zur Seite.

Mit dem Dettinger Heimatkundler Karl-Josef Sickler, einem langjährigen Weggefährten, hat Rieber einen guten Nachfolger gefunden und solang Rieber selbst noch "gschwend" zur Vereinstoilette hochsprinten kann und wenig später ohne Anzeichen von Anstrengung wieder unten ist, solange wird Rieber auch im zweiten Glied des Vereins bei jeder Wanderung, bei jeder naturkundlichen Exkursion des Schwäbischen Albvereins Oberer Neckargau dabei sein.