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Horb a. N. Sebastian-Lotzer-Haus: Stadt erstattet Anzeige

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Eine neuer plakativer Angriff auf die Stadtverwaltung prangt am einstigen Belle Arti. Foto: Schülke

Horb - Die verbalen Attacken an der Fassade des ehemaligen Belle Arti gehen weiter. Auf dem neuesten Spruchband werden Wolfgang Kronenbitter als Baurechtsamtsleiter und Thomas Kreidler als City-Manager angegriffen.

Wörtlich heißt es auf dem Transparent: "Wolfgang Kronenbitter, die mangelhafte Qualifikation des Leiters eines Baurechtsamtes sowie Citymanagers, lässt sich nicht durch Bauzäune kaschieren."

Die Bauzäune, die der Hausbesitzer Mayk Herzog wahrscheinlich meint, stehen bogenförmig vor dem ehemaligen Belle Arti, von der Stadt aufgestellt als Abgrenzung zum öffentlichen Verkehrsraum.

Das ehemalige Belle Arti, vom Hausbesitzer auch "Sebastian-Lotzer-Haus" genannt und mit einer Metallskulptur ausgestattet, die an den in Horb geborenen reformatorischen und politischen Schriftsteller Sebastian Lotzer erinnern soll, ist im Lauf der Jahre irgendwie seinem Namen gerecht geworden: Es verströmt scheinbar den Geist der Aufruhr gegen die Obrigkeit, provoziert, polarisiert.

Wolfgang Kronenbitter regt sich nicht mehr auf

Die Wirklichkeit ist prosaischer. Herzog will das Gebäude schon seit Jahren umbauen – doch die Stadt Horb schiebt ihm wegen angeblich nicht erfüllter Auflagen immer wieder einen Riegel vor.

Im Juni stand auf einem Spruchband an der Fassade: "Kronenbitter: Wann darf ich weiterbauen? 3. Jahr Baueinst." Ziel der Attacke: Wolfgang Kronenbitter, Fachbereichsleiter für Recht und Ordnung im Horber Rathaus. Die Stadtverwaltung ließ daraufhin ebenfalls ein Transparent anfertigen. Aussage: "Sobald die Mängel behoben und der Brandschutz sichergestellt ist." Das wurde genau unter Herzogs Plakat platziert. Wenig später wurde das Transparent allerdings vom Sebastian-Lotzer-Haus entfernt und stattdessen an der Fassade des Rathauses angebracht.

Im neuen Fall hat die Stadtverwaltung Horb gegen Herzog Anzeige wegen Verleumdung und übler Nachrede erstattet. Ob das den streitbaren Architekten von weiteren Aktionen abschrecken wird, ist zweifelhaft.

Auch Wolfgang Kronenbitter wird das kaum glauben, dessen Name nun schon wieder auf einem Fassaden-Spruchband steht. Für den Leiter des Fachbereichs Recht und Ordnung, der Ende des Monats in den Ruhestand geht, ist das aber nichts Aufregendes mehr. Das Eigentümer-Ehepaar Herzog, so listete Kronenbitter auf, beschäftigte nicht nur im Fall Belle Arti die Baurechtsbehörde. 15 Mal legten sie Widersprüche ein, es kam zu acht Klagen – letztlich ohne Erfolg. "Für meine Person habe ich entschieden, dass ich mich über solche Aktionen nicht mehr aufrege und so eine Person wie Herr Herzog mich nicht beleidigen kann", schrieb Kronenbitter kürzlich im Resümee seiner Amtszeit.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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