Porträt: Ernährungsberaterin Christina Saile aus Weitingen arbeitet seit Oktober in der Praxis von Sven Bach

Die Weitingerin Christina Saile verstärkt seit Oktober Sven Bach als Ernährungsberaterin in seinen Praxen in Horb und Stuttgart. In ihrer Freizeit spielt die 24-Jährige Fußball in der zweiten Mannschaft des SV Eutingen. Dort kann sie Job und Hobby besonders gut verbinden.

H orb/Eu­tingen-Weitingen. Die Faszi nation für Lebensmittel und Ernährung entwickelte Christina Saile schon früh: "Zuhause ernähren wir uns immer ausgewogen, und wir kochen daheim immer gesund. Meine Verwandten haben in Weitingen Landwirtschaft. Der Bezug zur Nahrung war also schon früh da." So war für die 24-Jährige auch nach dem Realschulabschluss an der Sankt-Klara-Schule in Rottenburg schnell klar, dass sie das Ernährungswissenschaftliche Gymnasium der Luise-Büchner-Schule besuchen würde. Dort machte sie 2014 ihr Abitur. Nach dem Studium der Ernährungswissenschaft an der Universität Hohenheim führte ihr Weg schnell in die Praxis von Sven Bach. "Dort habe ich im Februar 2018 ein Praktikum gemacht. Er hat mir dann den Job angeboten", erzählt die Weitingerin. Im Oktober 2018 startete sie dann in den neuen Job in der Praxis für Ernährungstherapie.

Bach nimmt persönlich derzeit keine neuen Beratungen vor (wir berichteten). Saile nimmt ihm das ab. "Für unsere Praxis war das die perfekte Wahl. Christina kommt aus der Gegend. Weitingen liegt sozusagen zwischen unseren Praxen in Horb und in Stuttgart. Außerdem spielt sie Fußball, und da war mir gleich klar, dass sie die nötige Robustheit für den Job mitbringen würde", erzählte Bach vor Kurzem in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Auch Saile ist begeistert von der Zusammenarbeit: "Wir stehen in ständigem Austausch, wenn sich beispielsweise ein neuer Fall auftut." Zudem würden sie sich in ihrer Arbeit gut ergänzen. Bach bringe 20 Jahre Erfahrung als Diätassistent mit, und "ich bin als Ernährungsberaterin frisch von der Uni und habe die ganze Theorie noch im Kopf".

Saile begeistert an der Ernährungsberatung vor allem, dass schon mit kleinen Veränderungen große Erfolge erzielt werden können. Die Vielseitigkeit des Jobs würde zudem viel Abwechslung bringen. "Wir machen die Beratungen bei Krankheiten oder bei Gewichtsreduktionen, informieren in Firmen oder geben Kochkurse", zählt die 24-Jährige auf.

Ihre Arbeit in der Praxis und die Vereinsarbeit beim SV Eutingen, wo sie Abteilungsleiterin ist, lasse sich auch gut verknüpfen. So veranstaltet der Förderverein des SV Eutingen am 17. Mai einen Kochkurs zur Frühlingsküche für den es noch freie Plätze gibt.

Mit ihrer Mannschaft hätten sie ebenfalls schon einen Kochkurs veranstaltet. "Das kam bei den Mädels sehr gut an", erzählt sie. Denn die Ernährung vor dem Sport würde immer wieder zur Sprache kommen. "Da gibt es allgemein immer wieder viele Mythen." Von Low-Carb über nach 18 Uhr nichts mehr essen bis hin zu Zitronenwasser lässt das Fett schmelzen – jeder meine immer, besonders gut über Ernährung Bescheid zu wissen.

Für die Sporternährung rät Saile: Ein kohlenhydratreiches Essen vor dem Sport liefert die nötige Energie, die man braucht. "Es darf aber nicht zu schwer sein, und direkt vor einem Spiel oder Training zu essen ist fatal", sagt die Ernährungsberaterin. Falls davor nicht viel Zeit bleibe, sollte der Sportler beispielsweise zu einer Banane greifen und nach dem Sport die Reserven wieder auffüllen. "Und natürlich ausreichend trinken. Am besten Mineralwasser oder auch mal ein Apfelsaftschorle."