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Horb a. N. Schmutzki finden Mini-Rock-Festival "irgendwie schnuckelig"

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Die Drei von Schmutzki rocken beim Mini-Rock-Festival. Foto: Frank

Stuttgart/Horb - Sie sind eine Stuttgarter Punkband und auf Festivals in der Region schon fast ein Dauergast: Schmutzki. Wir sprachen in der Stuttgarter Kneipe "Kap Tormentoso" mit Sänger und Gitarrist Beat Schmutz, Bassist Dany Maier und Schlagzeuger Flo Hagmüller über Festivalromantik, Bandmanagement sowie Sinn und Unsinn von politischen Songtexten.

Warum wolltet ihr euch mit uns gerade hier treffen?

Beat: Das ist unsere Stammkneipe. Wir machen eigentlich alle Bandbesprechungen und Interviews hier. Außerdem haben wir in dieser Kneipe im Mai 2011 unser allererstes Konzert gespielt.

Ihr kommt ja eigentlich vom Bodensee, bezeichnet euch aber als Stuttgarter Band. Wie wichtig sind euch Konzerte hier im Südwesten?

Flo: Konzerte in der Region sind für uns interessant, weil wir in einigen Klubs in Konstanz, Freiburg oder auch Ulm früher selbst Bands gesehen haben. Jetzt treten wir genau dort auf. Auch bei der vergangenen Tour haben wir die meisten Konzerte in Baden-Württemberg gespielt.

2013 seid ihr zum ersten Mal auf dem Mini-Rock-Festival in Horb aufgetreten. Was verbindet euch mit dem Festival?

Beat: Es ist zwar ein kleines Festival, allerdings sehr gut organisiert. Dabei ist es überschaubar und irgendwie schnuckelig. Man merkt, dass die Orga mit Herzblut bei der Sache ist und es nicht in erster Linie um den Gewinn geht.

Dany: Super ist für uns, dass wir auch schnell noch auf dem Zeltplatz vorbeischauen können. 2011 waren wir sogar selber als Besucher dort...

...und 2015 dann noch mal und 2016 habt ihr dort auf dem Zeltplatz gespielt.

Beat: Das mit den Zeltplatz-Konzerten haben wir bisher immer so gemacht, früher vor allem deshalb, um mehr Fans anzulocken. Dieses Jahr hat das mit dem "Zeltplatz-Mob" allerdings noch nicht geklappt. Aber wer weiß, was auf dem Mini-Rock-Festival passiert. Flo: Früher haben wir das halt einfach so gemacht. Inzwischen kommen echt viele Leute, sodass uns meistens ein Security zur Seite gestellt wird. Gerade sind dafür aber bei den Festivals alle zu gestresst.

Dany: Vor allem wegen der Terrorgefahr. Viele Veranstalter haben deshalb gerade andere Sorgen.

Euer Auftritt beim Rock am Ring wurde ja auch wegen der Terrorwarnung abgesagt, oder?

Beat: Zehn Minuten vor unserem Aufritt kam die Nachricht. "Rock im Park", wo wir am nächsten Tag gespielt haben, war dann zum Glück richtig gut. Obwohl wir zunächst großen Bammel hatten, dass keiner zu unserem Konzert kommt, weil wir parallel zu den Broilers und Rammstein gespielt haben.

Seid ihr selbst Festivalgänger? Lieder wie "Zeltplatz Baby" lassen das vermuten.

Beat: 2002 war unser erstes Southside-Festival als Besucher. Zehn bis zwölf Jahre waren wir immer dort. Bis wir dann 2013 selber auf der Bühne standen.

Was ist das für ein Gefühl, wenn man plötzlich selber auf den großen Festivalbühnen spielt?

Beat: Super gut, allerdings sind wir oft ein bisschen wehmütig, wenn wir über den Zeltplatz gehen. Dann würden wir am liebsten bleiben. Flo: Jetzt sitzen wir oft im Auto und fahren direkt weiter zum nächsten Auftritt.

Dany: Viel Festivalromantik ist da leider nicht mehr.

Kommt ihr auf großen Festivals eigentlich auch mit den "richtigen Stars" in Kontakt?

Flo: Dazu gibt es eine Geschichte, die uns ziemlich wurmt: Wir haben uns nicht getraut, Liam Gallagher (Ex-Sänger der britischen Band Oasis) nach einem Foto zu fragen, obwohl er beim Rauchen direkt neben uns stand.

Ihr habt vor gut einem Jahr euer Management selbst übernommen. Warum?

Beat: Zu Beginn unserer Karriere wussten wir überhaupt nicht, wie das mit den Plattenverträgen, Tourneen und so weiter abläuft. Deswegen haben wir uns eine Management Agentur gesucht. Wir hatten leider nie einen Kumpel, der für uns das Management übernimmt – so als "viertes Bandmitglied". Als die Agentur dann anfing, die E-Mails einfach nur noch weiterzuleiten, haben wir die Sache gleich selbst in die Hand genommen.

Euer neuestes Album "Spackos Forever" habt ihr ja auch selbst produziert.

Dany: Wir wurden aber von Axel Kurth von Wizo unterstützt. Man braucht jemanden, der einen bestärkt und auch kritisch gegenüber dem Musikbusiness ist. Das Album ist super gelaufen, was aber heißt, dass vor allem mehr Leute zu den Konzerten gekommen sind – doppelt so viele wie bei der vorherigen Tour. Wir verdienen de facto kein Geld mit Platten.

Eure Musik kann man ja eher unter "Spaß-Punk" einordnen. Sind politische Songs nicht so euer Ding?

Beat: Es ist nicht so, dass wir gar keine politischen Songs haben. Wir sind keine "Erhobene-Zeigefinger-Band" und haben auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen. Doch wenn wir von etwas überzeugt sind, dann schreiben wir natürlich auch einen Song darüber.

Dany: Ein Song muss uns aber in erster Linie Spaß machen. Schon durch die gute Laune in unseren Liedern wollen wir zeigen, dass die Welt nicht so schlecht ist, wie uns das AfD und Pegida gerne weismachen würden.    Die Fragen stellten Lena Straub und Ina Frank.

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