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Horb a. N. Schläger, Kreide und ein Ball

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Fotos: Hartwig Foto: Schwarzwälder Bote

Um Kinder für Bewegung und Sport zu begeistern, soll in den Grundschulen Dettingen, Horb, Bittelbronn und Rexingen die Sportart "Street-Racket" Einzug halten.

Horb. Ein Feld mit Kreide, ein oder mehrere Schläger und ein Ball – mehr braucht es nicht zum Street-Racket. Und schon kann gespielt werden. Diese neue Bewegungsform kann als eine Mischung aus Beach-Tennis und Tischtennis beschrieben werden. Dabei wird ein Feld auf dem Boden eingezeichnet.

Im Fall von zwei oder vier Spielern ist das Feld in drei Zonen eingeteilt – jeweils zwei Mal zwei Meter. Die mittlere Zone stellt das "Netz" dar und ist mit einem "X" markiert. Hier darf der Ball nicht aufkommen. Die beiden Spieler schlagen den Ball in das gegenüberliegende Feld des Gegners, wo der Ball aufkommen muss, bevor er vom Gegenspieler wieder zurückgespielt wird. So geht es immer hin und her. Zudem wird immer von unten nach oben gespielt. "Das Ziel ist es miteinander zu spielen und das möglichst lange", erklärt Tennistrainer Frercks Hartwig. Zusammen mit dem TC Dettingen hat er die Anschaffung der vier Street-Racket-Sets vorangetrieben, die zum Teil aus der Jugendkasse und zum Teil durch einen Zuschuss aus der Bewegungsförderung der Stadt bezahlt wurden. Auch der TC Dettingen will auf seiner Anlage ein Feld mit nicht wasserlöslicher Farbe installieren.

Entwickelt wurden die Sportart von einem Freund von Hartwig, der in der Schweiz lebt. Dieser hatte auf der Insel Dominica in der Karibik den Menschen auf Anfrage der do rtigen Regierung Tischtennis näherbringen sollen. Dort angekommen, stellten die Verantwortlichen jedoch fest, dass keine Tischtennisplatten vorhanden waren. Mit auf den Boden eingezeichneten Feldern entstand so die neue Sportart.

"Das Schöne daran ist, dass man es überall spielen kann", sagt Hartwig. Egal ob Parkplatz, Spielstraße oder Schulhof. Auch in der derzeitigen Corona-Krise sei das eine gute Weise, Kinder oder auch sich selbst in Bewegung zu bringen. Und es kann sogar allein gespielt werden. Beispielsweise an einer Wand in der Garage. "Es gibt so viele verschiedene Varianten", erklärt der Tennistrainer aus Dettingen. So kann nämlich auch im Doppel, rundherum oder überkreuzt gespielt werden – mit bis zu zwölf Spielern.

Die Grundschulen Dettingen, Bittelbronn, Horb und Rexingen sollen nun auch fest eingezeichnete Felder und jeweils ein Street-Racket-Set bekommen. Das sind die Wirkungsbereiche der FSJ-Stelle vom TC Dettingen und der Stadt Horb. "Sozusagen als Verknüpfung zwischen Verein und Schule", erklärt Hartwig die Idee dahinter. In den Schulen könnte das Konzept des Street-Racket auch in Sachen "bewegtes Lernen" eingesetzt werden. Hartwig denkt dabei an Rechnen oder Sprachen – so könnte es nicht nur in den Pausen oder in der Betreuungszeit genutzt werden, sondern auch in den Unterricht mit eingebunden werden.

Luna Rohde, die seit vergan genem Jahr als FSJlerin im Einsatz ist, freut sich ebenfalls, die neuen Spielgeräte mit den Kindern zu testen: "Ich kenne Street-Racket seit August, da war in Dettingen die Dorfplatzhocketse und da hatten wir das zum ersten mal aufgebaut. Ich finde es eine interessante Sache, weil es halt einfach so vielseitig ist." Wie Hartwig betont die 19-Jährige den Vorteil des fehlenden Wettkampfcharakters: "Man spielt nicht wie beim Tennis gegeneinander, sondern eher miteinander, was gerade auch für Einsteiger die Sache einfacher macht."

Die Kinder würden ihrer Meinung nach gefallen daran finden, weil Spiele wie dieses bisher auf dem Pausenhof eher die Seltenheit darstellen würden. "Aber durch Street-Racket ist es dann möglich, weil es ja weniger Platz als auf einem Tennisfeld oder ähnlichem braucht."

Durch die aktuelle Lage verschieben sich die Workshops für den Start der neuen Sportart an den Schulen. Laut Hartwig ist noch nicht klar, wann es demnach an den Schulen losgehen kann: "Mit genauen Angaben bin ich erstmal vorsichtig."

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