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Horb a. N. "Sabine" legt auch die B 32 lahm

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Zwischen Eutingen-Rohrdorf und Horb-Mühlen mussten mehrere Bäume entfernt werden, die auf die Straße gestürzt waren. Foto: Feuerwehr Eutingen Foto: Schwarzwälder Bote

Von Florian Ganswindund Jürgen Lück

Für Reisende, Berufstätige und Schüler in Horb und Umgebung sorgte das Sturmtief "Sabine" für erhebliche Einschränkungen. Auf einigen Straßen ging nichts mehr – unter anderem auf der B 32 zwischen Horb und Nordstetten.

Horb/Region. Die wegen der Hochbrücken-Baustelle sowieso nur einspurige Strecke musste mehrere Stunden komplett dicht gemacht werden. Auch andere Straßen sorgten für Probleme. So musste die Feuerwehr Eutingen auf der K4711 zwischen Eutingen-Rohrdorf und Horb-Mühlen ran. "Sechs Bäume wurden zusammen mit dem Bauhof entfernt. Die restlichen circa 30 bis 40 Bäume wurden an den hinzugezogenen Förster übergeben Ein herzliches Dankeschön auch an die Privatperson, welche uns unbürokratisch mit seinem Radlader unterstützt hat." Noch am Nachmittag schrieb die Feuerwehr Eutingen auf ihrer Facebook-Seite: "Die Strecke ist bis auf weiteres gesperrt."

Die Eutinger Wehr war wie viele andere auch im Dauereinsatz. Seit circa 23 Uhr sei laut Feuerwehr Eutingen das Führungshaus in Eutingen besetzt. "Seit dieser Zeit arbeiten wir kontinuierlich die einkommenden Sturmeinsätze ab. In den meisten Fällen handelt es sich um das Stichwort ›Baum über Straße‹. Die Wetterlage habe sich aktuell etwas entspannt, meldete die Feuerwehr um circa 11 Uhr. "Trotzdem sind unsere Einsatzkräfte sowie der Bauhof weiter im Einsatz."

Trampolin blockiert Straße

Seit Montagmorgen, 0 Uhr, waren auch die Abteilungen der Feuerwehr Horb im Einsatz. Bis 8.45 Uhr arbeiteten die Einsatzkräfte insgesamt 44 Einsätze im Horber Stadtgebiet ab. Überwiegend handelte es sich dabei um sturmbedingte Hilfeleistungseinsätze, bei denen Straßen von umgestürzten Bäumen befreit werden mussten. Aber nicht nur Bäume behinderten den Verkehr – auch ein Trampolin blockierte eine Straße.

Die Führungsgruppe Horb, Empfingen, Eutingen koordinierte dabei die Einsätze aus dem Stabsraum im Feuerwehrzentrum. Einsatzschwerpunkte lagen von Sonntag auf Montag vor allem in den Bereichen Talheim, Mühringen und Nordstetten.

Besonders problematische Strecken: neben der B 32 zwischen Horb und Nordstetten die Straßen K4768 zwischen Mühringen und Wiesenstetten sowie K4764 zwischen Horb und Isenburg, die alle für einen langen Zeitraum voll gesperrt werden mussten.

Auch im Bahnverkehr kam es zum Stillstand. Die Gäubahn war ebenso betroffen wie der restliche Bahnverkehr in Baden-Württemberg. Noch am späten Nachmittag wurden Reisende online informiert, dass Zugverbindungen ausfallen. Über die Dauer der Beeinträchtigungen konnte die Bahn keine Auskunft geben. Die Strecken würden zuvor alle intensiv kontrolliert.

Auch Stromleitungen waren zum Teil betroffen. Ohne Strom waren für rund 90 Minuten die Bewohner von Rottenburg-Eckenweiler, bis die Störung gegen 9.40 Uhr von den Stadtwerken behoben werden konnte.

Eltern verunsichert

Große Unsicherheit herrschte zum Teil bei Eltern von Schülern. In Whatsapp-Gruppen wurde von Sonntagabend intensiv diskutiert, ob die Kinder in die Schule gehen können. Die Horber Schulen blieben nicht geschlossen wie beispielsweise in Freudenstadt oder Empfingen.

Götz Peter, Schulleiter Gemeinschaftsschule Hohenberg: "Der Sturm hier war nicht so stark wie erwartet. Schäden an der Schule gibt es keine. Bei uns fehlten 70 Prozent der Schüler in den Klassen. Teilweise haben die Eltern mit ihren Kindern eine halbe Stunde an der Bushaltestelle gewartet, doch es kam kein Bus. Das betrifft unter anderem den Bus aus Richtung Rexingen. Ich finde es gut, dass die meisten Eltern bei uns angerufen haben und ihre Kinder entschuldigt haben."

­ Rektorin Monika Krahl von der Berthold-Auerbach-Grundschule in Nordstetten berichtete: "Heute sind 61 von 158 Schülern gekommen. Ich habe Verständnis, wenn Eltern sich dazu entschieden haben, ihre Kinder daheim zu lassen. Die Kinder müssen teilweise auf ihrem Schulweg an alten Häusern und morschen Bäumen vorbei." Auf den Unterricht hatte das konkrete Auswirkungen: "Wir mussten Klassen zusammenlegen, da auch eine Lehrerin, die in Konstanz wohnt, nicht kommen konnte. Sie hat es versucht, aber musste ihre Fahrt abbrechen. Das Schulprogramm war heute dementsprechend entspannter. An einen normalen Unterricht war nicht zu denken."

Narrenbaum abgesägt

In der Gemeinde Empfingen herrschte Erleichterung. Bürgermeister Ferdinand Truffner erklärte: "Empfingen ist, glaube ich, glimpflich davongekommen." Er dankt Feuerwehr und Baubetriebsamt für ihren Einsatz. "Der Narrenbaum wurde vorsorglich am Rathaus umgesägt, wird aber vor der Fasnet wieder aufgebaut."

Auch an Baustellen wie dem Empfinger Ärztehaus war Aufmerksamkeit gefordert. Investor Fabian Zingerle berichtet: "Wir haben alles, was nicht niet- und nagelfest war, von den freien Flächen abgeräumt und sicher verstaut.򐐠Werbeplanen hat es uns allerdings abgerissen, Schäden sind bis dato nicht zu verzeichnen."

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