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Horb a. N. S 21 "Streckenplanung manipuliert"

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Bei der "Aktuellen Stunde zur Verkehrspolitik" diskutierte Winfried Hermann (links) mit den Teilnehmern der Schienen-Tage. Es moderierte Gunther Ellwanger (Mitte). Rechts der Leiter der Programmredaktion, Rudolf Barth. Foto: Schülke

Horb - Was bringt Stuttgart 21? Auf diese Frage gab es am Donnerstag bei der "Aktuellen Stunde zur Verkehrspolitik" der Horber Schienen-Tage mit dem Grünen-Bundestagsabgeordneten Winfried Hermann nur vage Antworten, denn Hermann machte gleich zu Beginn klar, dass dies keine Veranstaltung zu Stuttgart 21 sei. Er werde aber Fragen beantworten.

In den Diskussionsbeiträgen klang scharfe Kritik an der Kosten-Nutzen-Berechnung für die Zug-Neubaustrecke für S 21 an. Der Kosten-Nutzen-Faktor 1 gilt als neutral. In diesem Fall sind die Kosten so hoch wie der Nutzen. Laut Hermann gibt es jedoch mehrere Möglichkeiten, die S 21-Neubaustrecke zu rechnen. "Da kommen dann die Faktoren 1,5 oder 1,2 heraus", so Hermann. "Und wenn man die Güterzüge herausrechnet, fällt der Wert unter eins." Hermanns Fazit: "An der Streckenplanung wird herummanipuliert, nur damit sie sich rechnet."

Der Konflikt um S21 hatte im Vorfeld der Schienentage Irritation ausgelöst. Oberbürgermeister Peter Rosenberger (CDU) argwöhnte, die Stadt werde zum Gastgeber einer Anti-S21-Veranstaltung. Die Leitung der Schienen-Tage versicherte jedoch, dass das Thema bereits seit 1990 auf der Agenda der Tagung stehe und man immer wieder vergebens versucht habe, einen S 21-Befürworter zu finden.

Proteste oder Streitgespräche zu S 21 gab es gestern in Hermanns "Aktueller Stunde", zu der sich auch einige Horber eingefunden hatten, keine. Dafür wurde der Abgeordnete zu einigen anderen Bahn- und Verkehrsthemen befragt.

Zu einem regionalen Thema könnten beispielsweise die Gigaliner werden, Groß- Lkw, deren Einführung in Deutschland umstritten ist. Hermann sprach von "Monstertrucks", deren Fracht auf die Schiene gehöre. Die Einführung dieser Lkw, so Hermann, würde die Gemeinden dazu zwingen in die Verbreiterung von Brücken und Straßen und die Vergrößerung von Einfahrten zu investieren. "Die Gemeinden tragen die Kosten, die Spediteure machen Profit." Die Einführung der Gigaliner könne zudem die Entwicklung des kombinierten Straße-Schiene- Frachtverkehrs zunichte machen.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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