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Horb a. N. Rexinger Narren sagen Fasnet ab

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Bis auf Weiteres gibt’s Bilder von den Rexinger Muggaverbrennern, die an einem Fasnetsumzug ihre Fliegenklatschen schwingen, wohl nur im Archiv – wie hier zu sehen. Denn die Masken der Rexingen Narren werden wohl für ein weiteres Jahr Staub ansetzen. Foto: Hopp

Horb-Rexingen - Die Narrenzünfte und Fasnetsvereine hängen zur Zeit ziemlich in der Luft. Von der Landesregierung kommen keine eindeutigen Aussagen, ob und wie die Fasnetssaison 2021 stattfinden kann. Die Rexinger Narren haben sich entschieden - sie sagen die Fasnet ab.

Viele Zünfte sehen sich letztlich dazu gezwungen, die Planungen für die eigene Fasnets-Veranstaltung einzustellen. So auch in Rexingen, wie bei der Hauptversammlung der Narrenzunft (NZ) Rexingen am vergangenen Freitag deutlich wurde.

Kassierer Maik Sothmann steht seit längerer Zeit im regen Kontakt mit der Social-Media-Gruppe von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. "Man müsse die Entwicklung der Pandemie weiter abwarten", wurde Sothmann zuletzt mitgeteilt.

Rexingen soll kein Corona-Hotspot werden

Zeit zum Warten hat die NZ Rexingen jedoch nicht. In jedem Jahr findet der Hexenball am Wochenende nach dem Dreikönigstag statt. Mit den Planungen muss daher auch rechtzeitig begonnen werden, doch durch die Ungewissheit geraten die Vorbereitungen für die fünfte Jahreszeit ins Stocken. Zunftmeister Mario Kamphoff zog nicht nur deshalb am vergangenen Freitag die Reißleine und sagte offiziell den Hexenball der NZ Rexingen ab. "Ich möchte nicht den Kopf dafür hinhalten, dass es nachher heißt, Rexingen habe sich zum Corona-Hotspot entwickelt", argumentierte Kamp­hoff.

Lesen Sie auch: Vereinigung sagt Narrentreffen 2021 ab

Ebenso wurde der komplette Narrenfahrplan für 2021 gestrichen. Man werde sich eventuell trotzdem in einem kleinen, privaten Rahmen treffen, stellte der Zunftmeister in Aussicht. Auch die Masken der "Muggaverbrenner" Rexingen werden wohl für ein weiteres Jahr Staub ansetzen. "Wir hatten keine Veranstaltung in Rexingen geplant, da unser Hexenball eh nur alle zwei Jahre stattfindet", erklärte Tobias Bleher vom Vorstandsteam der Muggaverbrenner.

Nächster Mugga-Ball vermutlich 2023

Am gestrigen Sonntag zog der Verein im Zuge einer Mitgliederabstimmung mit der NZ Rexingen gleich, dass auch der Narrenfahrplan in kommenden Jahr ausgesetzt wird. "Es ist schwer, mit den Busunternehmen planen zu können. Teilweise bekommen wir gar keine Reaktionen oder Angebote", erklärte Schriftführerin Ramona Matt. Aufgrund der ungewissen Entwicklung werden die Muggaverbrenner vermutlich auch im Jahr 2022 keine eigene Veranstaltung ausrichten. Sofern sich die Lage bessert, wäre es zudem denkbar, dass in 2022 ein Überangebot an Fasnetsveranstaltungen entstehen könnte. Dadurch könnte es schwierig werden, genügend Gastzünfte für das eigene Event zu gewinnen. Ebenso könne nicht vorhergesehen werden, ob und welche Konzepte für die Veranstaltung umgesetzt werden müssen. Daher wird der nächste Mugga-Ball vermutlich erst im Jahr 2023 stattfinden, wie die Vorsitzende Alexandra Schlotter mitteilte.

Auch die Ortschaftsverwaltung sah sich aufgrund der ungewissen Entwicklung der Pandemie sowie der gesetzlichen Bestimmungen dazu gezwungen, die Fasnetssaison 2021 in Rexingen frühzeitig abzusagen, wie Ortsvorsteherin Birgit Sayer bereits am Freitag verkündete. Sayer lobte die Entscheidung beider Vereine und betonte auf der Hauptversammlung der Muggaverbrenner abschließend: "Ich finde es gut, dass Rexingen eine klare Kante zeigt und halte es für die vernünftigste Entscheidung."

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