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Horb a. N. Rexingen im Umleitungs-Frust

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Wohin mit dem Busverkehr? Wenn der zweite Straßenabschnitt bei Rexingen saniert wird, muss eine passende Umleitung her. Über die Anliegerstraße Unterer Augstbaum sollen sie nicht fahren, da ist man sich im Ortschafsrat einig. Foto: Hopp

Horb-Rexingen - Ein hohes Verkehrsaufkommen und dazu noch viele Lastwagen strapazieren den Geduldsfaden der Rexinger immer wieder. Nach dem Ausbau der Kreisstraße 4779 könnte der sogar noch zunehmen, doch sogar während der Sperrung gibt es Grund für Ärger.

Das Thema Verkehr ist in Rexingen allgegenwärtig, so auch in der Ortschaftsratsitzung. Derzeit laufen die Sanierungsarbeiten der Kreisstraße 4779, von der B 28 bis zur Zufahrt zum Recycling-Center. Früher als gedacht wird man hier zum Abschluss kommen, nämlich Ende oder Mitte November. Nächste und übernächste Woche werden die Asphalttragschicht der Straße und die Zufahrt zu den Feldwegen hergestellt. Danach folgen unter anderem die Pflasterarbeiten, die Herstellung des Gehwegs und die Wartebereiche an den Busbuchten. Zum Schluss wird dann die Deckschicht aufgetragen. Wenn das Wetter es zulässt, werden auch die Markierungsarbeiten noch erledigt.

Ärgerlich für die Rexinger ist, dass trotz der Umleitung viel über das Recycling-Center gefahren wird oder auch über die Allmendstraße. "Da fahren auch die 40-Tonner entlang", berichten die Räte. Trotz Sperrung habe man deshalb in Rexingen wenig Entlastung gespürt. Wenn nun im nächsten Jahr – vermutlich April oder Mai, schätzt Ortsvorsteherin Birgit Sayer – der nächste Bauabschnitt angegangen wird, rechnet man im Gremium erneut mit erheblichen Stress auf Rexingens Straßen. Dann sind die restlichen 400 Meter von der Recycling-Center-Zufahrt bis zum Ortseingang dran. Die Maßnahme soll über den Winter ausgeschrieben werden. Unter anderem wird auch die bekannte scharfe Kurve direkt nach dem Ortsausgang saniert. Dabei muss eine Stützmauer gebaut und der Hang befestigt werden. Technisch ist dieser Teil der Sanierung viel anspruchsvoller, das hatte auch schon das Landratsamt bei einer Baustellenbegehung in der vergangenen Woche erklärt (wir berichteten).

Anlässlich der zweiten Sperrung würden viele Autofahrer dann wieder den Weg über die Allmendstraße wählen, war man sich im Ortschaftsrat sicher. "Und wer zahlt die Schäden, die dort jetzt schon entstanden sind?", fragte Ortschaftsrat Rainer Brenner. Zudem rechnen die Mitglieder des Ortschaftsrats damit, dass Autos vermehrt die Abkürzung über den Unteren Augstbaum wählen könnten. "Bezüglich der Planung für den Busverkehr bin ich bereits angefragt worden. Da kam dann der Vorschlag, die Busse über den Augstbaum zu leiten. Ich habe sofort gesagt: Halt, stopp", sagte Sayer. Zwar würde es laut Fahrplan auf dem Teil der Strecke zu keinem Begegnungsverkehr kommen, aber die Realität sehe eben ganz anders aus. "Zudem werden dann auch Lastwagen den Weg durch die Anliegerstraße wählen, denn wenn der Bus da durch kommt, dann sagen die sich: Da passe ich auch durch", sagte Sayer weiter. Nun hätten die Koordinatoren für den Busfahrpläne klare Ansagen vom Ortschaftrat gefordert. Damit will man sich die nächsten Wochen nun auseinandersetzen und Vorschläge bringen. "Die Weichen, die wir stellen können, müssen wir jetzt stellen. Nicht erst, wenn die ganzen Pläne schon festgelegt sind", sagte Sayer mit Nachdruck.

Projektgruppe Verkehr

Selbstverständlich ist für den Ortschaftsrat auch, dass die 5000 Euro Sofortmaßnahmen im Rahmen des Masterplans 2050 in Verkehrmaßnahmen fließen sollen. "Bei der Stadtteilkonferenz hat sich dieses Thema durch fast alle Bereiche gezogen", erklärte Sayer. Die Projektgruppe Verkehr, die Anfang des Jahres in Rexingen gegründet wurde, und unter Leitung von Dietmar Urban steht, erarbeite die Maßnahme, eine Geschwindigkeitsmesstafel aufzustellen. Eine Ortsbegehung der Freudenstädter hatte bereits stattgefunden. Nun stellte Urban am Mittwoch drei Geräte vor, für die bereits Kostenvoranschläge eingeholt wurden. Diese liegen im Preisrahmen von 1800 bis 2200 Euro. Angedacht ist nun, zwei Geräte anzuschaffen. Eins für jeden Ortseingang. Die Projektgruppe will nun noch die genauen Vorteile der Geräte vergleichen und auch mit der Stadt Horb über ihre Erfahrungen, was die Geschwindigkeitsmesstafel angeht, sprechen.

"Die Geräte zeigen nicht nur die Geschwindigkeit an, sie speichern diese auch sowie die Anzahl der Fahrzeuge, die vorbeifahren", erklärte Urban. Da die Geräte auch mit einer Batterie versehen sind, könnte man diese auch nutzen, um für eine gewisse Zeit in anderen Straßen das Verkehrsaufkommen zu messen. "Dann hätten wir wenigstens Fakten", war man sich einig. So könnte man dann auch Daten für die Nutzung der Straße Unterer Augstbaum sammeln und endlich Kontrollen für die Anliegerstraße anregen.

Der Ortschaftsrat will sich nun in einer außerordentlichen Sitzung von der Projektgruppe über die Vorzüge der einzelnen Geräte informieren lassen und dann eine Entscheidung treffen. Dem Beschluss, die 5000 Euro von der Stadt Horb für die Sofortmaßnahmen der Projektgruppe zur Verfügung zu stellen, wurde einstimmig zugestimmt.

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