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Horb a. N. Real auf dem Hohenberg droht das Aus

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Die Zukunft des Horber Real-Markts ist ungewiss. Foto: Ganswind

Horb - Der Horber Real läut gut. Sehr gut sogar. Laut Informationen unserer Zeitung soll er einer der Märkte der Kette mit den höchsten Absatzzahlen sein. Und doch droht auch auf dem Hohenberg das Aus. Die Horber Mitarbeiter erleben eine Zitterpartie.

Denn Informationen sprudeln noch nicht mal intern, wie ein Insider unserer Zeitung berichtet. "Den Mitarbeitern wird überhaupt nichts gesagt, auch nicht von Seiten des Betriebsrats. Alle hängen völlig in der Luft."

Damit geht es den Horbern so wie allen anderen Mitarbeitern von Real. Bisher gehört die Kette zum Metro-Konzern, die ursprünglich auch 24,9 Prozent Anteile behalten wollte. Damit hätten einige Real-Filialen weiter existieren können. Und die Karten von Horb wären nicht die schlechtesten gewesen. Denn vor allem die "stärksten" Filialen hätten dann die besten Chancen gehabt.

Doch nun soll Real mit 277 Filialen ganz vom Markt verschwinden, wenn der geplante Deal klappt: Immobilieninvestor X+Bricks und der russische Gigant SCP Group wollen Real komplett übernehmen. Bis Ende Januar soll eine Entscheidung fallen.

Doch was passiert dann? Das Internet-Verbraucherportal "Chip365" schrieb am Freitag: X+Bricks hat die Exklusivvereinbarung mit Kaufland aufgelöst. Damit könnten auch andere Interessenten sich Real-Filialen sichern. Ziel ist es, so Insiderkreise von SCP Group, dass alle Märkte an Mitbewerber gehen. Real solle übergangsweise noch mit einem kleinen Filialnetz bestehen bleiben. Wer sich um Warenbestände und Lieferung kümmern soll, ist unklar."

Vielen Mitarbeitern droht der Jobverlust

Das Portal schreibt weiter: "Unter den potenziellen Käufern der Filialen wären etwa Rewe, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto und die Baumärkte Toom und OBI. Im Anschluss würden auch andere Händler die Möglichkeit erhalten, Angebote vorzulegen. "Chip365" bringt aber auch TK Maxx (amerikanische Kaufhauskette mit Schwerpunkt Bekleidung) und McFit (Fitnessstudio) ins Gespräch.

Welcher dieser Namen bei einem Ende von Real in Horb eine Chance hätte? Einige Kandidaten fallen schon zwangsläufig durchs Raster – zum Beispiel Kaufland oder Rewe. Auch ein Baumarkt ist wohl unwahrscheinlich, da Hela sehr gut angenommen wird. Auf Anfrage will niemand der Konzerne aktuell Stellung nehmen. Unter anderem schrieben uns Edeka und Globus, dass man sich aktuell nicht äußern werde. Real in Horb punktet gerade auch deshalb, weil es die Marktlücke von Spielwaren und Elektronik füllt. Dieses Profil scheint aber wohl niemand zu bieten.

Die Mitarbeiter des Horber Real erleben ein Gefühl des "Ausgeliefertseins". Denn es ist nicht klar, ob es weitergeht und wenn ja, für wie viele der Angestellten. Deutschlandweit sollen von 36 000 Angestellten möglicherweise 10000 ihren Job verlieren. Übernimmt ein Lebensmittelmarkt sind Angestellte, die sich bisher mit Spielwaren oder Elektronik beschäftigt haben, möglicherweise überflüssig.

Außerdem, so schreibt die Süddeutsche Zeitung, müssten die Mitarbeiter mit starken Gehaltseinbußen rechnen. "Denn die marktbeherrschenden Konkurrenten, namentlich Edeka und Rewe, bezahlen ihren Mitarbeitern bis zu 30 Prozent weniger Lohn. Für die Mitarbeiter ein erheblicher Verlust.

Aber auch für die Stadt wäre das Real-Ende ein großer Verlust. Versucht die Stadtverwaltung Einfluss zu nehmen? Wirtschaftsförderer Axel Blochwitz sagt: "Die Stadt ist im erweiterten Informationskreis." Direkten Einfluss könne man aber nicht nehmen. Das Real-Aus würde Horb auch besonders im Bereich "Elektro" treffen.

Denn die Pläne, einen Elektrofachmarkt auf dem Hohenberg anzusiedeln, hätten sich so gut wie zerschlagen, so Blochwitz. Schuld sei eine Indiskretion eines Stadtrats aus dem Horber Gemeinderats gewesen, der aus der nicht-öffentlichen Sitzung geplaudert habe. Deshalb sei eine Debatte in der Stadt losgegangen, die aussichtsreiche Verhandlungen mit einem Anbieter zerstört hätte.

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Florian Ganswind

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