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Horb a. N. Rathaus plant eine Container-Kita

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Der Horber Gemeinderat tagt in der Hohenberghalle mit weiten Abständen zwischen den Rätinnen und Räten. Unter anderem ging es um die Kinderbetreuung. Foto: Lück

Horb - Die Kitas. Obwohl sie noch nicht offen sind, plant das Rathaus den nächsten Zukunftsschritt: die Container-Kita. OB Peter Rosenberger: "So haben wir eine mobile Lösung, dort zu erweitern, wo Bedarf ist."

Die Container-Kita. Sie könnte schon ab Herbst in Nordstetten und an der Kita Finkenweg auf dem Hohenberg aufgebaut werden.

Eigentlich hatte das Rathaus auf den Waldkindergarten mit 20 Plätzen gesetzt. Doch der liegt im Naturschutzgebiet. Der Nabu Horb hatte sich gegen den Standort in der Nähe des Campingplatzes ausgesprochen.

Rathaus schlägt Standorte vor

Das Regierungspräsidium als oberste Naturschutzbehörde hat noch nicht darüber entschieden, ob die Kita dort trotzdem möglich ist. Laut OB Rosenberger, der in der Gemeinderatssitzung dazu Stellung nahm, könne sich das Landratsamt als untere Naturschutzbehörde und der Forst die Wald-Kita auf der Schütte vorstellen.

Weil unklar ist, ob und wann der Waldkindergarten gebaut werden kann, soll jetzt die "Container-Kita" her.

Das Rathaus schlägt zwei Standorte vor: die Kita Finkenweg könnte mit den Modulbauten ab Herbst 47 neue Plätze anbieten.

Nordstetten: Beide Kitas bieten Ganztagsbetreuung an. Auch hier könnte ein Container Platz für eine zusätzlich Gruppe schaffen – für 25 zusätzliche Plätze.

OB Rosenberger: "Wir haben durch die steigenden Geburtenzahlen zusätzliche Bedarfe. Wir schlagen deshalb mobile Lösungen vor. Die haben auch den Vorteil: Wenn der Anstieg wieder zurückgeht, könnten wir die mobilen Container in die Ortsteile bringen, wo zusätzlicher Bedarf entsteht. Die Containerlösung dürfte dabei wesentlich günstiger als Neu- oder Anbau sein. Dazu ist sie flexibel."

Für Kinder die richtige Lösung?

FD/FW-Fraktionschefin Margarethe Rebholz will wissen, ob die Container für die Kids eine gute Lösung sind.

Rosenberger: "Darüber gibt es immer wieder Diskussionen. Im Schulzentrum haben wir Container aufgestellt – die stehen bis heute. Sie haben eine hervorragende Qualtität als Schulräume bewiesen. Wir prüfen natürlich auch in einer Wirtschaftlichkeitsberechnung, ob sich der Kauf oder das Leasing eher lohnt."

Der OB spricht die aktuelle Lage bei der Kita-Notbetreuung an: "Da haben wir die Diskussion geführt, weil Kinder aus Nordstetten in Mührinen untergebracht wurden. Das hat bei den Eltern nicht viel Zustimmung gefunden. Mit Containern schaffen wir es eher, das Prinzip ›Kurze Wege, kurze Beine‹ einzuhalten."

Natürlich soll das Konzept – welches im Gemeinderat am Dienstag erst zur Kenntnis genommen wurde – jetzt in die Ortschaftsräte gehen. Hier sieht CDU-Fraktionschef Michael Keßler folgendes Problem: Können kleine Kitas in den Ortsteilen noch erhalten werden, wenn die erweiterten oder Ganztags-Öffnungszeiten nur in großen Kitas gehen?

Rosenberger: "Das ist tatsächlich die ganz große Herausforderung, passgenau zur reagieren. Das fällt uns in größeren Kitas leichter und scheitert zunehmend bei Kitas in Ortsteilen. Wir wollen hier auch ermitteln, ob wir mit mobilen Lösungen erweitern können. Andererseits hätte so etwas auch wieder Einflüsse auf die großen Kitas. Das wird eine spannende Diskussion."

Die Frage "Wald-Kita" oder "Container-Kita". BiM-Fraktionschefin Christina Nuss hat noch eine andere Alternative. Nuss: "Wir stehen dem positiv gegenüber, aber nicht im Naturschutzgebiet. Warum kann es nicht auch ein Naturkindergarten sein? Da braucht man eine Art Schäferwagen, der steht auf einer Wiese. Damit hat man viele Optionen."

OB Rosenberger: "Von der Wertigkeit her – sagen uns die Fachleute – hat das betroffene Naturschutzgebiet keinen hohen Stand. Der Besitzer vom Campingplatz hat auch einen Streichelzoo, den die Kinder dort nützen könnten!"

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