In den meisten Kneipen stimmte die Partylaune bei der Kneipennacht wie zum Beispiel in der Kulisse, im Belle Arti, im Greifen und im Catweazle. Foto: Hopp

Viele Besucher strömen zur Kneipennacht, doch im Gleis Süd zieht man lieber den Stecker.

Horb - Party pur war am Samstag angesagt bei der fünften Kneipennacht in neun Horber Kneipen und Bars.

Um 21 Uhr ging es los, gefeiert wurde bis weit nach Mitternacht. Doch nicht überall herrschte gute Stimmung.Während in den meisten Kneipen viele Besucher kamen und auch blieben, schaute man im "Gleis Süd" in die Röhre. Dabei ist die Gaststätte am Bahnhof bei ähnlichen Veranstaltungen stets ein Anziehungspunkt für Partygäste. Um 23 Uhr wurde der Musikband "Erkinger Party Express" allerdings fast wortwörtlich der Stecker gezogen. "Die haben uns den Laden fast leer gespielt", erzählt einen Tag später eine enttäuschte Daniela Stockburger, Inhaberin des Gleis Süd. "Die Musiker haben ihre Instrumente nicht beherrscht und singen konnten sie auch nicht."

Künftig nicht mehr bei der Kneipennacht mitmachen

Deswegen habe ihr Mann auch gleich mit dem Veranstalter der Kneipennacht telefoniert. Dieser habe beteuert, dass es die Band sonst besser könne. Auf der Homepage der Band zeigen sich tatsächlich einige Veranstalter sehr zufrieden. Stockburger bezweifelt die Qualität der Band aber. "Doch es war alles sowieso schon zu spät. Wir haben dann lieber eine CD laufen lassen. Es kann nicht sein, dass wir als größter Veranstaltungsort und beliebter Anziehungspunkt so eine Band zugewiesen bekommen. Wir haben da dem Veranstalter vertraut." Deswegen werde man auch die Konsequenzen ziehen und künftig nicht mehr bei der Kneipennacht mitmachen, so die Inhaberin.

An anderen Orten lief dagegen die Musik und die Kneipennacht. Im Kö23 bot Alexander Vees, den man in der Region gut kennt, eine "One-man-music-Show" mit Gitarre und Gesang und ausgefallenem Sound. Den ganzen Abend strömten Menschenmassen ins "Kö". Über 500 Partygänger mögen es gewesen sein, schätzte Andrea Rausch. Auch Komponist und Musikproduzent Conny Conrad hatte sich unters Party-Publikum gemischt und fand Alexander Vees "total geil."

Auch im Belle Arti wurde kräftig abgetanzt. Unter den Kneipengängern wurde die Band als Geheimtipp ausgetauscht. Die "Longlines" sorgten für Partyspaß und musikalische Leckerbissen fürs Publikum.

In der Alten Mühle gab es Bluesrock mit "Electrified Soul". Rund ging es auch im Greifen mit "Threesome", die die Zeitmaschine anstellten und ihr Publikum mitnahmen in die 1950er- und 1960er-Jahre, gespielt wurde Rockabilly und Rock’n’Roll. Im "Catweazle" brannte die Luft bei "Maybug", die Folk-Oldies der Flower-Power-Zeit boten. Gut gelaunt ging die Kneipennacht auch im Bistro mit "ValentinesDead" und im Pub mit "Double Gum" über die Bühne. Und ein weiterer Favorit unter den Partyfreunden war diesmal die Kulisse mit "The Treats", die Rock und Pop boten.