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Horb a. N. Pätzold schwärmt von Drehbuch und Heimat

Von
Christian Pätzold (Mitte) mit seinen Kollegen Hendrik Geist (links) und Philipp Strauss. Sein Rat an die jungen Schauspieler: authentisch bleiben Foto: Schwarzwälder Bote

Die Dreharbeiten zum Verschwörungs-Thriller "Libra", dem bislang größten Projekt des Horber Vereins "Film Theater Forum" gehen langsam ihrem Ende entgegen.

Horb/Dornstetten. Drehorte fand das Team um Regisseur Thomas Fischer in den Regionen Horb, Freudenstadt, Nagold und Rottweil. So wurde beispielsweise auf dem Empfinger Friedhof oder in Freudenstadt unter den Arkaden oder in einer Bar gedreht.

Am Donnerstag begannen nun die zweitägigen Dreharbeiten zu einer Film-Sequenz, die auf dem Bauernhof der Familie Kurz im Dornstetter Gewann Lattenberg spielte.

Kein Schaulustiger störte dort die Crew, denn den Weg zu diesem Drehort zu finden, das war schon allein ein kleines Abenteuer. Nur mit einem guten Navi, dem Mut zum Risiko, etwas Glück und der Hilfe von Teammitgliedern fand man auch als "Nicht-Crew-Mitglied" den Weg an diesen sehr versteckt gelegenen Drehort.

Und dass nicht für jedermann sofort ersichtlich war, dass hier Filmaufnahmen gemacht wurden, das war gut. Sonst hätten sich sicher zahlreiche Zuschauer eingefunden, denn dieser Tag war der erste Drehtag des bekannten schwäbischen Schauspielers Christian Pätzold, der sich nicht zu schade war, in dieser Low-Budget-Produktion eine Nebenrolle zu spielen. Pätzold, in Nagold aufgewachsen, darf mit seinen heute 75 Jahren Lebenserfahrung auf eine Künstlerkarriere zurückblicken, die seine jungen Kollegen fast schon demütig macht.

Bekannt wurde Pätzold durch seine Rolle als Friedemann Sonntag in der deutschen Fernsehserie SOKO Stuttgart. Darüber hinaus war er in einigen Tatort-Folgen sowie Kinoproduktionen zu sehen. Dem baden-württembergischen Fernsehpublikum ist er aber sicher als Gottfried Häberle in der Reihe "Die Kirche bleibt im Dorf" bestens bekannt.

Im Thriller "Libra" spielt er den knorrigen Landwirt Karl Seyfried, der zwei Eindringlinge in seiner Scheuer entdeckt und sie mit eine doppelläufigen Schrottflinte in der Hand fragt, was sie auf seinem Hof zu suchen haben.

Die beiden "Eindringlinge" sind die beiden Hauptdarsteller Hendrik Geist, der Dennis Voss spielt, sowie sein bester (Film-)Freund Philipp Strauss, der die Rolle des Florian Dahlmann verkörpert. Die beiden jungen Männer sind gemeinsam mit dem Journalisten Martin Hochstätter, der von Holger Kunkel gespielt wird, auf der Suche nach dem Beweis für einen uralten Geheimbund, der noch immer aktiv sein könnte. Und dabei landen sie auf dem Hof von Karl Seyfried.

Im Gespräch nach Drehschluss verriet Pätzold, der inzwischen in Wien lebt, wie er auf dieses Filmprojekt aufmerksam wurde. "Als erstes war da ein unglaublich gutes Drehbuch, das mich schon beim groben Durchblättern faszinierte und zum anderen reizte mich bei ›Libra‹ auch die Nähe zu meiner Heimat." "Ich bin in Nagold aufgewachsen und meine Mutter Jule ist eine geborene Raible aus Göttelfingen." Eigentlich wollte er bei dieser Gelegenheit noch seine Verwandtschaft in Göttelfingen und Nagold besuchen, "doch die Zeit lässt es einfach nicht zu", bedauerte er und hofft, dass die nicht allzu eingeschnappt sind. Und entschuldigte sich vorsorglich auf dem Umweg über die Presse bei seinen Verwanden.

"Ich finde es unheimlich spannend, dass es in Horb so einen Verein gibt, der solch großartige Filme dreht", so Pätzold weiter.

Für seine Mitschauspieler, vor allem an seine beiden jungen Kollegen Geist und Strauss hatte er den Tipp: "Leut‘ guckt, dass ihr so sent wie ihr sent." Sie sollen also trotz ihres Berufs, der sie ständig zwingt in andere Figuren zu schlüpfen, authentisch bleiben und nicht nur der äußeren Form nachrennen, sondern die Form der Figur selber spüren. "Die Begabung des Schauspielers ist, dass man ihm ansieht, was er fühlt und denkt", so Pätzold. Hendrik Geist, der vor einem Jahr sein Schauspielstudium abgeschlossen hat, ergänzt: "Das kommt von innen heraus, das ist der Spiegel der Seele." Er und Philipp Strauss konnten nun gegen Ende der Dreharbeiten für sich bilanzieren, dass es eine wundervolle Zeit war, hier im Schwarzwald zu drehen. "Es waren gute Sets, die Leute im Team waren durchweg cool und professionell. Wir haben beide viel gelernt und gehen mit den Erinnerungen an eine schöne Zeit aus diesen Dreharbeiten nach Hause", so Strauss.

"Libra" wird Herbst 2020 im Kurhaus Freudenstadt Premiere feiern.

Und so viel wird heute schon verraten: Beim spannenden Finale wird das Geheimnis um den Geheimbund gelüftet, doch den Preis, den einige dafür zahlen müssen, ist hoch. Wo endet Gerechtigkeit – wo beginnt Vergeltung? Wie nah kann man der Wahrheit kommen, oder ist es besser, schlafende Hunde nicht zu wecken? Wir werden es sehen!

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