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Horb a. N. Orthopäde Marx geht freiwillig in Quarantäne

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Jochen Marx macht sicherheitshalber vorübergehend seine Praxis dicht. Foto: Hopp Foto: Schwarzwälder Bote

Der Orthopäde Jochen Marx schließt vorübergehend seine Praxis. In seiner Familie gibt es einen Corona-Verdacht. In der vergangenen Woche hatte bereits ein anderer Arzt in Horb seine Praxis schließen müssen, weil er selbst mit dem Coronavirus infiziert ist.

Horb. Bei Marx allerdings ist es eine reine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz seiner Patienten. Auf der Facebook-Seite der Praxis informierte er am Montagmittag: "Am Samstagabend wurde uns bekannt gemacht, dass einer meiner Söhne während einer Musikunterrichtsstunde Kontakt zu einem Covid-Erkrankten hatte. Seit Gestern zeigt er Symptome, daher haben meine Familie und ich uns umgehend in freiwillige Quarantäne begeben, daher ist die Praxis derzeit geschlossen."

Der Orthopäde, der vor Kurzem in das König Gesundheitszentrum auf dem Kasernenareal umgezogen ist, hätte diesen Schritt nicht machen müssen. Er schreibt: "Ich habe heute mit dem Gesundheitsamt telefoniert. Rein formal gelte ich noch nicht als Kategorie 1-Person bis bei meinem Sohn ein positiver Coronanachweis vorliegen würde, ich könnte somit arbeiten. Ich persönlich halte das aber nicht für ein verantwortungsvolles Vorgehen, daher bleibt die Praxis auf alle Fälle bis zum Vorliegen der Testergebnisse morgen Nachmittag geschlossen.‹ Er sei symptomfrei, kündigt aber an, sich dennoch testen zu lassen.

Marx betont: "Für unsere Patienten/Patientinnen besteht kein Anlass zur Sorge: obwohl eine ›normale‹ OP-Maske ausgereicht hätte habe ich immer freiwillig eine FFP2-Maske in den Sprechstunden getragen, die Patienten hatten ihrerseits einen Mund-Nasenschutz, behandelt wurde nur mit Handschuhen, überall wurde desinfiziert, und die Kontaktzeiten mit mir betrugen weniger als 15 Minuten."

Dann berichtet Marx noch von einem Vorfall von einem Maskenverweigerer. Im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt er: "Wir hatten einen Patienten, der die Praxis für eine Rezeptabholung betrat und auf keinen Fall eine Maske aufsetzen wollte, da er dazu nicht verpflichtet sei. Er hat auch eine von uns angebotene Maske abgelehnt. Auch ein Attest, das ihn vom Tragen einer Maske befreie, wollte er nicht vorlegen. Nachdem die Situation nicht zu befrieden war, mussten wir zu unserem Schutz und dem Schutz der weiteren Patienten die Polizei um Hilfe bitten, die den Maskenverweigerer dann mit auf das Revier nahm." Seinen Patienten schreibt er dazu noch: "Jetzt zeigt sich, warum die Maskenregeln für uns alle gut sind. Bleiben Sie gesund!"

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