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Horb a. N. OB greift Ortsvorsteherin Fuhl an

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Die Ortsmitte in Mühringen soll nach 20 Jahren Stillstand neu gestaltet werden – nun gibt es Differenzen zwischen Ortsvorsteherin Monika Fuhl und der Stadtverwaltung. Foto: Ganswind

Horb-Mühringen - Im Zoff um Radwege und die Ortsmitte greift Oberbürgermeister Peter Rosenberger jetzt Mühringens Ortsvorsteherin Monika Fuhl an: "Wir werden die Brüskierung der Stadtverwaltung nicht mehr hinnehmen."

Die Radverkehrsbeauftragte der Stadt Nina Ledermann wird in den Ortschaftsrat Mühringen geschickt. Sie soll das neue Radverkehrskonzept erläutern. Doch offenbar hat niemand sie über das Projekt des Eyachtal-Radwegs informiert. Unverständnis im Ortschaftsrat. Jetzt kracht es ein zweites Mal zwischen Mühringen und dem Rathaus. Und zwar richtig! Anlass: die Investitionen in der Ortsmitte.

Seit 20 Jahren steht das Areal leer - und die Ortschaft hat Hoffnung, das sich das bald ändert: Hier will ein Investor und Bauträger bis zu zehn barrierefreie Wohnungen bauen. Dazu könnten eine Arztpraxis und Räumlichkeiten für eine Tagespflege entstehen. Außerdem ist noch Platz für zwei Einfamilienhäuser oder ein Doppelhaus.

Ortsvorsteherin beklagt sich

Doch das Rathaus hat jetzt die Bremse eingelegt, so der Vorwurf aus Mühringen vom Ortschaftsrat und Ortsvorsteherin Monika Fuhl. Der Grund: Wasser- und Abwasserkanäle durchqueren dieses Areal. Das Rathaus weigere sich, die Kosten für die Umlegung in Höhe von 50.000 bis 60.000 Euro zu übernehmen. Der Bauträger will für diese Kosten auch nicht geradestehen. Ortsvorsteherin Fuhl beklagt sich über diese "Bremse der Stadt".

OB Rosenberger: "Ich nehme die öffentliche Brüskierung der Stadtverwaltung nicht mehr hin! Es wird alles vorbesprochen, und vor Ort erinnert sich die Ortsvorsteherin Fuhl an nichts mehr. Das ist nicht das erste Mal. Wir werden alle Maßnahmen für Mühringen erst einmal auf Null stellen. Da reicht die Kraft nicht aus." Rosenberger will jetzt mit dem Ortschaftsrat sprechen. Ein Termin ist für Anfang Januar angesetzt: "Wir hoffen auf ein gutes Gespräch und ein gutes Ergebnis."

BiM-Fraktionschefin Christina Nuss hakt im Gemeinderat nach: "Was ist mit der Ortsmitte? Dort heißt es, alles ist da: Investoren, ein Konzept für die Umgestaltung und auch mögliche Mieter. Und jetzt müssen Rohre umgelegt werden – für 50 000 Euro. Das behindere die Umsetzung."

OB Rosenberger nimmt Stellung

Rosenberger: "Das ist eine glatte Lüge. Die Stadtverwaltung hat im Jahr 2004 gemeinsam mit dem Ortschaftsrat entschieden, die Grundstücke über Rohrleitungen anzuschließen. Wir haben das in einer Rettungsaktion gemacht, weil es vorher nicht erschlossen war. Jetzt den Buhmann auf die Stadt zu schieben - so kann man nicht miteinander umgehen. Wir haben Kontakt zum Bauträger. Wenn aber dieser Investor kommt und uns in einem Brief schreibt: ›Mühringen liegt am Arsch der Welt. Was denkt sich das Rathaus dabei, für dieses Grundstück so einen Preis abzurufen‹, kann sich jeder seinen Teil denken. Wir dürfen Werte nicht verschenken. Was habe ich mir für einen Rüffel des Regierungspräsidiums einfangen müssen, als ich unserem Ehrenbürger ein Stück Wald schenken wollte, damit er aus dem Holz Hindernisse bauen kann?"

Und auch zur Panne rund um den Eyachtal-Radweg nimmt OB Rosenberger Stellung: "Das ist eine hundertprozentige Maßnahme des Landes. Das ist nichts, womit die Kommune etwas zu tun hat." Warum Verkehrsplanerin Ledermann über den Eyachtal-Radweg nicht informiert war, dazu nimmt er keine Stellung.

Auch Ortsvorsteherin Monika Fuhl will zu diesem Angriff aus dem Rathaus öffentlich keine Stellung nehmen, teilt sie unserer Zeitung mit.

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