Projekt "Kindergarten-Baustelle" am evangelischen Kindergarten in Horb / Firmen des Handnetzwerks und Eltern arbeiten gemeinsam

Von Alfred Binder

Horb. Nur erfreute und zufriedene Gesichter konnten Passanten in der Horber Weingasse beim evangelischen Kindergarten fast den ganzen Samstag über erblicken.

Der Kindergarten bekam ein neues Gartenhaus, und darauf hatten sich Erzieherinnen, Eltern und vor allem die Kinder ganz besonders gefreut. Zu der Aktion hatte es zudem keinerlei Gremiumsbeschlüsse erfordert, auch musste weder der städtische noch der kirchliche Etat belastet werden. Der Kindergarten mit seiner rührigen Leiterin Gabriela Vogt und ihrem Team sowie die Kinder hatten die Wiederherstellung des in die Jahre gekommenen und zuletzt maroden Gartenhauses gewonnen.

Der Horber Kindergarten hatte sich neben 30 weiteren Einrichtungen im Kreisgebiet bei der Aktion "Kindergarten-Baustelle" des Schwarzwälder Boten beworben und die Jury überzeugen können. Die Kreissparkasse hatte fünf mal 2000 Euro ausgelobt, und so kam es, dass für die Restaurierung des Gartenhauses ein solider Grundstock zum Einkauf der nötigen Materialien zur Verfügung stand.

Ganz wesentlich für die Jury war es, dass das Horber Handnetzwerk und die Eltern der Kinder ebenfalls voll hinter der guten Sache standen. Ein Dutzend Firmen gehören zum Handnetzwerk. Die Hälfte davon, nämlich die Betriebe Hornung Metallbau, Günther Kuch, Stein & Design, Elektrotechnik Leitenberger, Schiller Metallbau, Schlatter Bedachungen sowie der Stuckateurbetrieb Vogt, brachten sich auf der Baustelle an der Weingasse mit viel Fachwissen ein.

Den ganzen Samstag wurde eifrig gemessen, gesägt, geschraubt und gehämmert. Sieben Elternteile waren ebenfalls zur Stelle, die kräftig anpackten. Sogar das Gestrüpp neben dem neuen Häuschen wurde entfernt, sodass der Blick wieder frei ist. Vom Sprecher des Horber Handnetzwerks, Ralf Schlatter, war zu erfahren, dass die beteiligten Betriebe nicht nur ihre Arbeitsstunden eingebracht haben, sondern auch noch den Fehlbetrag bei der Materialbeschaffung übernehmen. Die Koordination der gesamten Aktion lag in den Händen von Regina Möhrle, der Projektleiterin des Schwarzwälder Boten. Sie erläuterte, dass die Jury die eingegangenen Bewerbungen nach den Kriterien Bedarf, Kreativität und Umsetzbarkeit bewertet habe. Dabei habe die Unterstützung durch die Eltern und durch die beiden Handwerker-Netzwerke eine große Rolle gespielt. Auch der Horber Sparkassen-Regionaldirektor Holger Korneffel war voll des Lobes über die Gemein­schaftsaktion.

Auch den mitgekommenen Kindern machte es auf der Baustelle Spaß. Sie durften sich vom üppigen Vesperbüfett für die Helfer bedienen und Papa und Mama beobachten, wie sie mit allerlei Handwerkszeug werkelten.

Die beiden vierjährigen Kindergartenkinder Elena Lukic und Ylvie Enderle erzählten, wie das Gartenhaus ausgesehen hat, bevor jetzt alles neu gerichtet wurde, und freuen sich schon, wenn sie demnächst das Schmuckstück bunt anmalen dürfen.