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Horb a. N. Mit Emotionen für Veränderungen

Von

Vor der Corona-Krise sprach die geschäftsführende Gesellschafterin der Gläser Group, Claudia Gläser, noch in der kanadischen Hauptstadt Ottawa. Sie nutzte die Chance, um sich einmal mehr für Frauen in der Wirtschaft stark zu machen.

H o rb. Den persönlichen Austausch zu aktuellen gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Fragen vermisst die Horber Unternehmerin Claudia Gläser seit Ausbruch der Corona-Krise. Sie seien notwendig, um dringend notwendige Veränderungen in der Gesellschaft zu bewirken.

Umso mehr blickt sie auf eine Veranstaltung zum Weltfrauentag in der kanadischen Hauptstadt Ottawa zurück. Da saß die Unternehmerin vor den Corona-Beschränkungen noch auf dem Podium einer ganztägigen Konferenz der G7-Länder zur Rolle der Frau in der Wirtschaft.

"Solche Veranstaltungen", sagt die geschäftsführende Gesellschafterin der Gläser Group, "leben von Emotionen." Deshalb hoffe sie, dass derartige internationale Treffen bald schon wieder zum Alltag gehören. Denn auch in Ottawa habe sich gezeigt, wie wichtig persönliche Kontakte seien.

Die Wirtschaftszukunft aus Sicht der Frauen

D ie Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald repräsentierte auf Einladung von UN Women Deutschland bei dieser hochkarätig besetzten Veranstaltung im Westin Hotel, bei der sie unter anderem auf Wirtschaftsvertreter aus den G7-Ländern Frankreich, Italien, Japan, Kanada und Großbritannien traf. Claudia Gläser nutzte das Forum, das vom Wirtschaftsclub Kanada organisiert wurde, um sich einmal mehr für Frauen in der Wirtschaft und ihre Stellung stark zu machen.

Frauen auf der ganzen Welt werden noch immer benachteiligt. UN Women ist jene Einheit der Vereinten Nationen, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen und Mädchen in aller Welt einsetzt. Die IHK-Präsidentin kam unter anderem auch auf Empfehlung des Verbandes deutscher Unternehmerinnen (VdU), in dem sie sich seit Jahren engagiert, bei dieser bedeutenden Diskussionsrunde zu Wort.

Im Detail ging es unter anderem um weibliches Unternehmertum, Innovation und die Zukunft der Wirtschaft aus Sicht der Frau. "Ich habe den Eindruck, dass ich mit meinen Ausführungen auf reges Interesse gestoßen bin", urteilt die Horberin.

Fördermittel sollen direkt ankommen

Von Frauen in MINT-Berufen werde häufig ein völlig falsches Bild vermittelt, so Gläser. Denn das allgemeine gesellschaftliche Verständnis sehe Frauen noch immer in anderen, weniger technischen Berufen. Hier mangele es an Ermunterung in Elternhaus und Schule. Außerdem fehlten Vorbilder, die von der Jugend akzeptiert werden und wofür Kommunikationskanäle wie YouTube oder auch TV-Serien gezielt eingesetzt werden könnten.

In Deutschland gebe es zwar viele Projekte, die Frauen motivieren sollen, in einen MINT-Beruf einzusteigen. Anstatt zu vieler Projekte mit Coaching-Charakter, die oftmals nicht mal effektiv seien, wäre es allerdings wichtiger, dass Fördermittel direkt bei den Frauen ankommen.

Das gelte vor allem auf internationaler Ebene, wo Frauen nicht den gleichen fairen Zugang zu Fördertöpfen hätten wie ihre männlichen Kollegen.

Denn international gehe 95 Prozent des Risikokapitals noch immer an Männer und deren Start-ups. Es sei wichtig, dass den Frauen weltweit die Möglichkeit zu finanzieller Unabhängigkeit eingeräumt werde, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Bei aller Kritik dürfe man nicht vergessen, dass die Rolle der Frau in vielen Ländern weitaus schlechter als in Deutschland oder Europa sei. Hier sei weltweite Solidarität angebracht. Denn "es gibt nicht nur bei uns, sondern auch international so viele tolle, starke Frauen, die sich engagieren", betonte die IHK-Präsidentin, "die unsere Unterstützung verdienen."

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