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Horb a. N. Mit dem Motorrad um die Welt

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Die australische Tierwelt interessiert sich für die Motorrad-Camper aus Deutschland: Jens und Kati Witte gefällt es in "Down Under". Foto: Witte

Horb - Während Horb sich an der Gartenschau vergnügt, haben die zwei weltumreisenden Motorradfahrer Kati und Jens Witte die Wildnis unter den Rädern: Anfang des Jahres sind sie aufgebrochen – und Australien hat sie noch nicht losgelassen.

Die Reiseberichte der Wittes sprechen eine deutliche Sprache: Bis jetzt haben sie ihre Entscheidung, ihr bürgerliches Leben hinter sich zu lassen und mit Motorrädern um die Welt zu reisen, nicht bereut.

Von starken Regenfällen überrascht

Seit Jahresbeginn sind die beiden in "Down Under" unterwegs. Von Tasmanien ging es zunächst in die Snowy Mountains, die höchsten Berge Australiens. Jens Witte: "Dort kennen auch die Australier Schnee." Die Wintersaison lässt die sonst kleinen und verschlafenen Bergdörfer in Touristenhochburgen mutieren. "Die Snowy Mountains stehen den Alpen in nichts nach – sie übertreffen diese sogar in Sachen Wildleben." Es ist hier fast unmöglich, den zahlreichen Possums, Emus und Wallabys nicht zu begegnen. Doch in Australien ist nicht immer alles eitel Sonnenschein: "Auf unserem Weg Richtung New South Wales wurden wir von starken Regenfällen überrascht. Binnen von nur zwei Stunden fiel die doppelte durchschnittliche Niederschlagsmenge eines Monates. Die Straßen versanken immer mehr in den Wassermassen."

Bis zu einem halben Meter hoch sei das Wasser bereits auf der Straße gestanden, als die Wittes mit ihren Motorrädern in dem kleinen Ort Albion Park ankamen. Die Situation wurde brenzlig. Witte berichtet: "Der Wasserpegel stieg immer weiter und die örtliche Feuerwehr begann die Straßen zu sperren. Um einen Unterschlupf für die zu erwartende Wartezeit zu finden, bogen wir in eine Seitenstraße ab und landeten zufällig im Care Center der Gemeinde."

Dort erlebten die beiden Reisenden einen Charakterzug der Australier. Trotz der Gefahr für Hab und Gut und der Unsicherheit blieben alle sehr ruhig und entspannt, "lediglich die Sorge um das Verbleiben von Familienangehörigen ließ einige zum Handy greifen. Alles andere konnte ohnehin nicht geändert oder verhindert werden. Diese Ruhe und Akzeptanz der Naturgewalten hat uns tief beeindruckt".

In New South Wales ging es nach Sydney, der größten Stadt des Kontinents. Dort leben Inder, Chinesen und Europäer aus allen Teilen Europas friedlich miteinander. Dann fuhren die beiden die Ostküste hinauf Richtung Norden, wo ein Strand dem nächsten folgte – ein Tourismusgebiet für Wassersportler. Damit hatten die Wittes wenig am Hut. "Wir haben den Weg ins Landesinnere vorgezogen und uns über diverse kleine Nationalparks der Great Dividing Range weiter Richtung Queensland bewegt."

Brisbane, was noch wenige Monate zuvor durch die Flutkatastrophen täglich in den Medien war, empfing die beiden in einem überraschend aufgeräumten Zustand. "Nur wenige Teile der Stadt erinnerten noch an die Fluten. Die Aufräumungsarbeiten waren in den meisten Bereichen bereits abgeschlossen und liefen in anderen Bereichen sehr dezent weiter. Man fühlte sich hier als Besucher willkommen!"

Kurz hinter Brisbane nahmen die Wittes die Einladung eines australischen Motorradclubs an. Witte schildert: "Wir hatten einige Mitglieder des Clubs bei ihrer Tour in Tasmanien kennengelernt und wurden sofort eingeladen, ein paar Tage bei ihnen zu verbringen. Der Club-Gründer nahm uns herzlich in seinem Haus auf und unterstützte uns bei unseren Besorgungen und Erledigungen mit den australischen Behörden (die Versicherung der Motorräder musste noch verlängert werden)."

Dann zog es die zwei Biker nach Queensland. Das Klima wurde immer tropischer, die Luftfeuchtigkeit pendelte sich bei über 70 Prozent ein und die Temperaturen schwankten zwischen 25 und 35 Grad Celsius. "Ein Muss für jeden Australien-Reisenden ist natürlich das Great Barrier Reef. Auch wir haben eine Tour dorthin unternommen und einen herrlichen Tag beim Schnorcheln verbracht", schildert Witte. "Die Artenvielfalt an diesem größten Lebewesen der Welt ist beeindruckend. Man schnorchelt zwischen Hunderten von Fischen auf dem offenen Meer und bewundert die Farbenpracht der Korallen. Ein unbeschreibliches Erlebnis."

Weitere Informationen:

www.boomer.de

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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