So muss das Mini-Rock sein: Pary, Freude und Musik. Foto: Hopp

Festival: Die erste harte Nacht beim Mini-Rock ist geschafft. Bei Karaoke-Party wird es schön kuschelig.

Horb - Okay. An irre Kostüme, coole Styles und Ausgeflippte haben wir uns beim Mini-Rock-Festival in Horb schon gewöhnt. An Gummistiefel aber nicht…

Das war am Freitag auf dem Campingplatz oft zu sehen: Gummi-Stiefel in allen Farben und mehr oder minder geschmackvollen Mustern. Mini-Rock wurde in der ersten Nacht wirklich zur Mission Mudder. Kein Wunder, dass beispielsweise Jasmin das sexy Schuhwerk in hellgrün trägt. Sie grinst: "Die habe ich auf jedem Festival dabei. Beim Southside waren die besonders praktisch."

Friede, Freude, Gummistiefel. Schwabo-Mitarbeiterin Lena Straub: "Mir hat es das Zelt überschwemmt." Jasmin: "Ich hatte Glück. Durch den Regen sind wir in einem anderen Zelt gelandet. Die waren da total lustig und wollten, dass wir Pfeffi (Pfefferminzschnaps) aus dem Trichter trinken. War aber okay. Wir haben neue Freunde gefunden." Ihre Freundin Nele hat es schlechter erwischt: Sie hat sich einen Burger bringen lassen. Jasmin: "Als der da war, musste ich quer über den Platz durch den Regen, um ihn abzuholen."

Tim nimmt es ganz gelassen: "Ich habe nicht mal einen Schlafsack dabei. Bier hilft." Paddi aus Rottweil zelebrierte auch gestern Nachmittag noch die "Mission Mudder-Nacht": Vor dem Zelt ein riesiges Schlammloch. Noch schön mit den Stiefeln rein – platsch, platsch. Sein Kumpel sagt: "Der kann ganz entspannt feiern. Wir hatten die Zelte schon aufgebaut, bevor es angefangen hat zu regnen."

Der Regen und das Mini-Rock. Anders als Southside – das Festival, welches wegen Unwetter abgebrochen wurde – machte das Wetter die Party-Arena auf dem Festplatz eben einfach kurzzeitig zur Mission Mudder. Das Deutsche Rote Kreuz schenkte Tee aus. Einsatzleiter Said Houri: "Durch den Regen war es ziemlich kalt. Der heiße Tee hat da sehr geholfen."

Dafür wurde es im Festzelt bei der Karaoke-Party schön kuschelig. Mini-Rock Sprecher Benjamin Breitmaier: "Das Zelt war proppenvoll. Klar, der Regen war hart. Es ist uns aber nichts kaputtgegangen. Wir sind gottfroh, dass nichts passiert ist. Es gab keinen Sturm, so dass die Lage zu keinem Zeitpunkt kritisch war."

Die erste Nacht. Schon eine Herausforderung. Doch als die Band "Kafvka" auf dem Festplatz gegen 15.30 Uhr den ersten Song anstimmt, haut Sänger Jonas die Frage raus: "Wollt Ihr Euch beschweren?" Wer in die Gesichter der pogenden Fans schaut und sieht, wie die Mädels am Rand Seifenblasen in die Luft pusten, weiß: Das Mini Rock ist ganz Friede, Freude, Gummistiefel.