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Horb a. N. Mängelbeseitigung: Neckarbad-Sanierung hat begonnen

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Das Neckarbad bleibt für die Öffentlichkeit bis auf Weiteres noch geschlossen.Foto: Schülke Foto: Schwarzwälder Bote

Horb. Allerorten öffnen nach Ende de r Freibadsaison die Hallenbäder – außer in Horb. Für die breite Öffentlichkeit ist das Neckarbad seit Beginn der Corona-Pandemie im März geschlossen. Dabei bleibt es vorerst auch.

Seit dem Frühjahr 2019 ist der sanierungsbedürftige Kinder- und Familienbereich zu, seit März das ganze Neckarbad (wir berichteten mehrfach). Zumindest für die Öffentlichkeit, denn die Vereine dürfen seit Anfang Juni wieder trainieren. Wie es weitergeht? Dazu teilt Stadtsprecherin Inge Weber mit: "Wie bereits in der Haushaltsstrukturkommission am 8. Juni beraten, soll neben dem Vereins-, Schwimm- und Rehasport (auch die Abiprüfungen im Landkreis waren im Neckarbad) zunächst das Schulschwimmen Priorität haben, zumal unter Corona-Bedingungen nur 31 Gäste im Bad zugelassen sind."

Nachdem das neue Schuljahr begonnen hat, müsse nun abgewartet werden, wie der Schwimmunterricht in der Praxis funktioniere.

Allerdings nutzt die Stadt die Schließung für die Allgemeinheit, um das Bad zu sanieren. Laut Weber haben die Arbeiten wie angekündigt "Mitte August begonnen, derzeit mit Schwerpunkt auf dem Kinder- und Familienbereich."

Das Neckarbad war erst vor rund fünf Jahren aufwändig saniert worden. Zuletzt kamen jedoch immer mehr Mängel ans Licht, vor allem im Bereich für die jüngsten Badegäste. Im Kinderbecken etwa lösen sich großflächig die Fliesen ab. Dazu kommen laut Stadt Mängel bei Metallbau- und Verglasungsarbeiten, an der abgehängten Decke im Haupt- und Familienbad sowie der Filteranlage im Familienbad und der Lüftungsanlage. Weitere, nicht so offensichtliche, könnten bei der Sanierung – die wohl bis zum Jahresende dauert – noch auftauchen, hatte die Verwaltung mehrfach mitgeteilt.

Die größere Baustelle ist deshalb eine andere. Die Stadt Horb hat Klage eingereicht gegen den Architekten, der bei der Sanierung 2015 für die Planung und Bauüberwachung zuständig war. Im Klageverfahren sei seit Einreichung noch nichts Entscheidendes passiert, teilt Inge Weber auf Nachfrage mit. Die Kosten "halten sich – im Vergleich zur Klagesumme von 1,1 Millionen Euro – in Grenzen".

Dass das Neckarbad noch nicht wieder geöffnet hat, das merken natürlich zuallererst die Bürger, die es ins Hallenbad zieht. Rudolf Bok aus Nordstetten hat deshalb einen Offenen Brief an Oberbürgermeister Peter Rosenberger geschickt. Darin heißt es etwa: "Umliegende Städte öffnen mit Ende der Freibadsaison ihre Hallenbäder mit entsprechenden Hygienekonzepten, was zeigt, dass ein öffentlicher Badebetrieb auch mit Corona möglich ist." Vom OB will er darum wissen, ob er die vergangenen Monate ebenfalls genutzt hat, solch ein Hygienekonzept zu erstellen. Zudem fragt Bok nach, wann das Neckarbad und wann der Familienbereich wieder geöffnet werden. Auch für den Verlauf der nötigen Reparaturen interessiert sich der Nordstetter. Zugleich möchte er von Rosenberger wissen, wie es um die Klage gegen den Architekten (zuständig für die Sanierung 2015, Anm. der Red.) steht. Er fragt etwa, wann der OB mit einer Entscheidung des Gerichts rechnet und wie hoch die Kosten für die Stadt wegen des Pfuschs und der Klage inzwischen sind. Rudolf Bok schließt seinen Brief mit dem Satz: "Ich bitte Sie im Laufe dieser Woche um öffentliche Beantwortung, wofür ich mich im Voraus bedanke."

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