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Horb a. N. Kein Storchennest auf der Jakobusksirche

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In Ihlingen wird die Idee diskutiert, auf der Jakobuskirche ein Storchennest anzubringen. Foto: Hopp Foto: Schwarzwälder Bote

Ein Storchennest auf die Jakobuskirche? Diese Idee wurde im katholischen Kirchengemeinderat Heilig Kreuz diskutiert, der in Ihlingen tagte. Ein Architekt des Bischöflichen Ordinariats rät von dem Vorhaben ab.

Horb-Ihlingen. Der katholische Horber Kirchengemeinderat tagte erstmals in Ihlingen und machte sich dort mit den örtlichen Begebenheiten vertraut. Ein Schwerpunktthema war die Idee, ein Storchennest auf der Kirche zu installieren.

Inspiriert durch das Storchennest auf der Kilianskirche im nahen Mühlheim am Bach, hatten der Ihlinger Malermeister Helmut Müller und seine Nachbarin und Ortschaftsrätin Karin Kostenbäder angeregt, solch einen Brutplatz auch auf der St.-Jakobus-Kirche in Ihlingen zu schaffen.

Dies sorgte in der jüngsten Sitzung des katholischen Kirchengemeinderates Heilig Kreuz, die erstmals in der Ihlinger Mühle beim einstigen Filialausschuss und jetzigen Arbeitskreis anberaumt war, für eine rege Diskussion.

Michaela Reimann, die neue Kirchenpflegerin in Horb, hatte deswegen bereits Kontakt mit Architekt Ralf Schneider vom Bischöflichen Ordinariat in Rottenburg aufgenommen, der sich der Storchennest-Sache persönlich annahm. Schneider kam nach einem Ortstermin in Ihlingen zu dem Schluss, von der Installation einer Brutstätte für Störche abzusehen und nannte auch seine Gründe dafür.

Schneider warnte etwa vor der Verschmutzung durch Kot, vor eventuell schwierigen Verhandlungen mit dem Landesdenkmalamt sowie der Beschädigung von Dachziegeln. All das bewog ihn dazu, von einem Storchennest auf der Jakobuskirche Abstand zu nehmen.

Mit einem ganz anderen, aber nicht weniger zwingend wichtigen Argument, brachte sich Kirchengemeinderat Joachim Kufner in die lebhaft geführte Diskussion ein. Er gab zu bedenken, dass die Wiesen im Neckartal laut seinen Beobachtungen bis zu vier Mal im Jahr gemäht werden und es deshalb für die Störche äußerst schwierig wäre, ihre bevorzugten Nahrungsquellen wie etwa Frösche zu finden. Mit der fatalen Konsequenz, "dass die Jungstörche dann verhungern würden, weil die Eltern nichts mehr zum Fressen finden." Worte, denen sich auch Ratskollege Volker Weber anschloss.

Der stellvertretende Vorsitzende Alfred Seifriz, der den verhinderten Vorsitzenden und Stadtpfarrer Elmar Maria Morein vertrat, regte indessen ein Gespräch mit Vogelschützern an und empfahl, erst danach eine endgültige Entscheidung über die mögliche Installation eines Storchennestes herbeizuführen.

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