Im "Winterschlaf": Die Bauten der Horber Kaserne. Foto: Hopp

Kaufpreis wird nicht genannt. Interessenten können bis Ende März Kaufangebote abgeben.  

Horb - Die Vermarktung der seit vergangenem Jahr leer stehenden Hohenberg-Kaserne ist einen Schritt weitergekommen: Das Areal wird im Internet zum Kauf angeboten. Ein Kaufpreis wird nicht genannt, aber die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) nimmt bis Ende März Angebote entgegen.

Als "attraktives Investorenobjekt mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten", wird das Areal angepriesen, "Grundstücksfläche zirka 133 000 Quadratmeter, Vermarktungsart: Kauf, Provision: Nein".

Vier "Nutzungsbereiche" sind in der 14-seitigen Beschreibung des Areals genannt: Ein technischer Bereich mit Werk-, Lager- und Kfz-Hallen, ein zentraler Bereich mit Stabs-, Wirtschafts- und Mannschaftsgebäuden, ein Ausbildungs- und Antreteplatz, ein Sportbereich mit Sport- und Ausbildungshalle, Sportanlagen, Sanitäts-, Freizeit- und Wohnbereich mit Sanitätsgebäude, Unteroffiziersheim und Wohngebäuden.

Die BIMA verweist auf die "in den 80er Jahren durchgeführten umfangreichen Sanierungsmaßnahmen". Die Mehrzahl der Gebäude befinde sich in einem guten baulichen Gesamtzustand.

Die Stadt Horb hat das Planungsrecht für das Areal und bietet ein Entwicklungskonzept. Danach könnte der Bereich der Unterkunftsgebäude und Wohnheime einschließlich der Sanitätsgebäude "der Wohnwirtschaft zugeführt werden". Für das Sanitätsgebäude sei auch eine Nutzung als Klinik oder Arztpraxis denkbar.

Der Bereich des Unteroffiziersheims, des Sportplatzes und der Sporthalle "sollte weiterhin der ursprünglichen Nutzung dienen", heißt es weiter in der Beschreibung. Und: "Für das Unteroffiziersheim könnte auch eine getrennte Gastronomie angedacht werden."

Für das Stabsgebäude und die vier Unterkunftsgebäude werden Nutzungen als Büro- und Schulungsgebäude "mit der Möglichkeit von Internatsbetrieb zu Übernachtungszwecken" vorgeschlagen. "Das Wirtschaftsgebäude inklusive Küchen könnte weiterhin gastronomisch genutzt werden; getrennt von der Großküche wäre auch eine Büro- oder Seminarnutzung vorstellbar.

Der westliche Bereich, so die BIMA in ihrer Präsentation, "sollte nicht gewerblich genutzt werden, da hier eine Gemeinbedarfsnutzung vorgesehen ist". Der östliche Bereich könnte "nach intensiver Aufbereitung von Gelände und Erschließung in Abstimmung mit der Stadt gewerblich genutzt werden". Handel, Vergnügungsstätten und störendes Gewerbe seien ausgeschlossen. Logistik sowie Lager aller Art seien nicht erwünscht.

Die BIMA verweist auf die Planungsregeln: "Die einzelnen Teile sollten durch eine öffentliche Erschließung erreichbar sein, die eine getrennte Nutzung erst möglich macht. Dies muss zusammen mit der Stadt Horb geplant und verhandelt werden."