Rexingens neuer Förderverein (Vereinsgemeinschaft und Dorfkultur) steht in den Startlöchern: Jürgen Schmitt (2. Vorsitzender), Ingrid Brenner, Kassierer Michael Kronenbitter, Vorsitzende Birgit Sayer, Wolfgang Essig und Schriftführer Anton Brenner (von links).Foto: Wagner Foto: Schwarzwälder-Bote

Neu gegründeter Verein schafft ein Netzwerk für vielfältiges Kulturschaffen im Dorf / Als gemeinnützig anerkannt

Von Eberhard Wagner und Jasmin Lakner

Horb-Rexingen. Auch in Rexingen gibt es einen neuen Förderverein (FV). Umgangssprachlich wird er von den Rexinger Bürgern als "Johanniterverein" bezeichnet, doch sein eingetragener, amtlicher Name lautet auf "Förderverein Vereinsgemeinschaft und Dorfkultur".

Am vergangenen Samstag wurde der FV im Gasthaus Sonne in Rexingen in seiner ersten Hauptversammlung offiziell aus der Taufe gehoben.

Der Johanniterverein selbst entstand ursprünglich bereits 1980 zur gemeinsamen Anschaffung und Verwaltung der Hallenküche nach dem Neubau der Johanniterhalle. Damals waren die Mitglieder des ASV, des Gesangvereins und des Musikvereins Rexingen die Initiatoren des Zusammenschlusses. Der Vorsitz wechselte alle zwei Jahre zu einem anderen Verein, wobei in den letzten Jahren Günter Asprion und Anton Brenner die Verantwortlichkeit der Hallenküche übernehmen mussten. Ein eingetragener Verein waren die "Johanniter" seither jedoch nicht.

"Die Vereinsgründung ging schnell über die Bühne – gut so"

Inzwischen sind noch andere Vereine in Rexingen hinzugekommen, die ebenfalls eingebunden werden sollten. Aus praktischen als auch steuerlichen Gründen musste der Johanniterverein in einen echten, gemeinnützigen Förderverein umgewandelt werden.

So wurde bereits am 18. Februar dieses Jahres eine Gründungsveranstaltung im Rathaus abgehalten, in der die Gründungsmitglieder festlegten, dass ab sofort alle Vereine des Ortes dem neuen FV beitreten können.

Mit der geballten Kraft des ASV Rexingen, des Musikvereins, der Narrenzunft, der Muggaverbrenner, der Freiwilligen Feuerwehr Rexingen, des Fördervereins für Landschaftspflege, des Fördervereins Ehemalige Synagoge, der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde und der Ortsverbände des VdK, der AWO sowie des DRK Ihlingen-Rexingen ist der neue Förderverein bestens für die Zukunft gerüstet. So können künftig Mitgliedereinnahmen als auch projektbezogene Spenden sauber abgewickelt werden, zumal das Finanzamt den Vereinszweck bereits als gemeinnützig abgesegnet hat.

Die Zusammensetzung des Vorstands nach der Gründungsversammlung wurde mit der Vorsitzenden und Ortsvorsteherin Birgit Sayer, ihrem Stellvertreter Jürgen Schmitt, Kassierer Michael Kronenbitter und Schriftführer Anton Brenner gebildet. Jeder Verein, der dem neuen FV beitritt, darf laut Satzung Vertreter in den Vorstand entsenden. Jeder Mitgliedsverein besitzt dann ein Stimmrecht.

Laut Sayer wird der FV die mittelfristig anstehende Sanierung der Hallenküche (Johanniterhalle) übernehmen, die gemeinsame Fleggafasnet als übergeordneter Veranstalter ausrichten, die gemeinsame Webseite des Ortes mit Darstellung (Verlinkung) aller Vereine übernehmen können als auch der Förderung der Kultur und des bürgerlichen Engagements dienen.

"Die Vereinsgründung ging schnell über die Bühne – gut so", konstatierte Sayer. Ebenso schnell war am Samstag der am Gründungsabend im Februar festgelegte Vorstand offiziell in seinem Amt bestätigt worden.

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