Die vormontierten Weichen liegen auf dem Parkplatz am Busbahnhof. Am Samstag werden sie mit einem Kran ins Gleisbett gehoben. Foto: Hopp

Schienensanierung rund um Bahnhof kostet 3,3 Millionen Euro. Busersatzverkehr an mehreren Wochenenden.

Horb - Am Bahnhof wird es in den nächsten zwei Monaten des Öfteren poltern und kräftig stauben: Neuer Schotter wird in die Gleisbetten gekippt, Gleise und Weichen werden erneuert. Dabei kommt großes Gerät zum Einsatz, das nicht gerade leise arbeitet.Ein gelbes Ungetüm ist gestern im Horber Bahnhof eingelaufen, das hier unter Ächzen und Dröhnen in den nächsten Tagen seine Arbeit verrichten wird: Eine sogenannte Stopf-, Richt- und Planiermaschine. Sie ist zweifellos der kräftigste Mitarbeiter auf der Baustelle im Gleisbett am Bahnhof. Dort wird bis 26. August altes Material herausgenommen und durch neues ersetzt, die Mengen an Material klingen gewaltig: 10.000 Tonnen Schotter, 2500 Meter Gleis und elf Weichen werden verbaut. 3,3 Millionen Euro investiert die Bahn in die Gleissanierung.

Die Bauarbeiten haben bereits angefangen. Bauleiter Sven Andrä sagt: "Wir arbeiten täglich, am Wochenende sogar rund um die Uhr."

Heute wird der gelbe Koloss tagsüber im Einsatz sein und Gleise samt neuer Schwellen verlegen. "Diese Maschine bringt Gleis und Weichen in die richtige Lage", sagt Andrä, verzieht das Gesicht und gibt zu, "die ist sehr laut." Vor allem am Wochenende werden aufwendige und für Technikfans womöglich interessante Arbeiten erledigt. Morgen, 13. Juli, werde ein Kran, der auf den Schienen fährt, gegen 12 Uhr vormontierte Weichen ins Gleisbett heben. Bisher lagern die auf dem Parkplatz am Busbahnhof.

Andrä erklärt die Gründe der Sanierung: Der Schotter sei verschmutzt und werde deshalb ausgetauscht; Schwellen und Schienen würden erneuert, weil die Lagestabilität nicht mehr gewährleistet sei. Vorerst wird an Gleisen Richtung Stadt gearbeitet. Nach und nach rücken die Arbeiter auf die andere Seite vor.

Der Verkehr unter der Woche wird laut Bahn aufrechterhalten. Behinderungen seien aber nicht ganz zu vermeiden, sagt Andrä, schließlich handle es sich im wahrsten Sinne des Wortes um grundlegende Gleisarbeiten. An den Wochenenden wird es Busersatzverkehr geben. Dann nämlich gehört die Strecke allein Andrä, seinen Leuten und dem gelben Kraftpaket. 

Seite 2: Behinderungen gibt es auf folgenden Strecken

Behinderungen gibt es auf folgenden Strecken: 

Horb – Hochdorf – Horb

Zwischen Horb und Hochdorf kann die Bahn in beiden Richtungen wegen der Bauarbeiten an folgenden Wochenenden nicht passieren: 6./7. Juli, 13./14. Juli, 20./21. Juli, 27./28. Juli, 3./4. August. Betroffen ist die Linie Richtung Pforzheim, in der Gegenrichtung die Linie Richtung Tübingen. Busse überbrücken die Ausfallstrecke.

Horb – Eyach – Horb

Zwischen Horb und Eyach kann die Bahn am 10./11. August nicht passieren. Betroffen sind die Linien nach Pforzheim und in der Gegenrichtung nach Tübingen. Busse überbrücken die Ausfallstrecke. Achtung: In Mühlen fahren diese an der Haltestelle »Remigiusstraße«, nicht an der Wendeplatte beim Bahnhof ab. Besonderheiten

In den Bussen können keine Fahrräder mitgenommen werden. Nähere Informationen zum Errsatzverkehr gibt es im Internet unter www.bahn.de/bauarbeiten oder unter Telefon 0711/20927087.

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