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Horb a. N. Integration ist Gemeinschaftsaufgabe

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Hans-Joachim Fuchtel lud eine Delegation nach Berlin zum Erfahrungsaustausch zum Thema Integration ein. Mit dabei war eine Delegation der Horber Kulturbrücke mit Oberbürgermeister Peter Rosenberger (auf der rechten Seite des Bildes). Foto: Klein-Wiele

Horb - Die Horber Kulturbrücke reicht bis nach Berlin. Eine Delegation mit Oberbürgermeister Peter Rosenberger reiste auf Einladung von CDU-Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel in die Hauptstadt.

Jeder fünfte Mensch in Deutschland hat einen Migrationshintergrund und jeder zehnte Erwerbstätige ist Ausländer. Fuchtel erklärt, dass es für ihn ein wichtiges Anliegen sei, das Miteinander verschiedener Kulturen zu fördern und das gegenseitige Verständnis zu stärken.

Deshalb habe er schon vor längerer Zeit in seinem Wahlkreis einen Dialogprozess mit in der Integrationsarbeit Aktiven und Migranten in Gang gesetzt. "Im Gespräch können Erfahrungen ausgetauscht, Anregungen aufgenommen und auch Probleme erkannt und nach einer Lösung gesucht werden", so Fuchtel. Er freut sich, dass es im Rahmen der "Horber Kulturbrücke" bereits vielfältige Aktivitäten im Bereich Integration gibt – dennoch müsse "noch viel mehr getan" werden.

Um die Motivation dafür zu stärken, lud Fuchtel 50 Personen verschiedener Nationalitäten und Kulturkreise nach Berlin ein, denen sich die bislang einzigartige Gelegenheit zum intensiven Erfahrungsaustausch mit der Politik und in der Hauptstadt für die Integration Verantwortlichen bot. Auch Oberbürgermeister Rosenberger war mitgereist, um für die Integrationsarbeit in Horb neue Anregungen zu sammeln.

Im Rathaus von Neukölln, dem Stadtbezirk mit dem höchsten Migrantenanteil, standen der Gruppe führende Vertreter von zwei erfolgreichen Integrationsprojekten Rede und Antwort. Koordinatorin Leyla Celik stellte das mehrfach ausgezeichnete Integrationsprojekt "Stadtteilmütter" vor, in dem arbeitslose Mütter nichtdeutscher Herkunft zu zehn Themen rund um Erziehung, Bildung und Gesundheit geschult werden.

70 Stadtteilmütter haben in Neukölln bereits mehr als 5000 Familien erreicht. Das Projekt arbeitet sehr eng mit Kindertagesstätten, Grundschulen, Beratungsdiensten und Jugendhilfe zusammen.

Einiges aus der Politik konnte kennengelernt werden

Ebenfalls Modellcharakter hat das Integrationsprojekt "Heroes – gegen Unterdrückung im Namen der Ehre". Projektleiterin Jenny Breidenstein und Yilmaz Atmaca gaben Einblick in ihre Arbeit mit jungen Männern aus sogenannten Ehrenkulturen. Bei dem "Dialog auf Augenhöhe" werden mit den Jugendlichen intensiv die Themen Gleichberechtigung, Ehre und Menschenrechte erörtert.

Nach einer Führung durch das Bundeskanzleramt fand ein Gespräch mit Karsten Roesler aus dem Arbeitsstab der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung statt, der das "vorbildliche Engagement der Horber Kulturbrücke" würdigte. Er dankte OB Rosenberger für das nachhaltige Engagement der Stadt Horb.

An dem Gespräch mit Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) nahm die Vorsitzende der Türkisch-Deutschen Frauenunion in Berlin teil. Sema Özcan-Sarigül engagiert sich für benachteiligte Frauen und Migranten mit Behinderung. Fuchtel gab Einblick in die verschiedenen Förderprogramme.

In der türkischen Botschaft wiesen der Gesandte Hidayet Cilkoparan und Botschaftssekretärin Deniz Kalyoncu darauf hin, dass Staatssekretär Fuchtel der erste Parlamentarier sei, der eine so große Gruppe zu ihnen vermittelt habe. Die diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland hätten vor 250 Jahren ihren Anfang genommen. Der Gesandte appellierte an seine Landsleute in Deutschland, die deutsche Sprache zu erlernen.

Außerdem hatte die Gruppe noch Gelegenheit, die Arbeit des Bundestages, der Landesvertretung Baden-Württemberg und des Abgeordnetenhauses kennenzulernen, inklusive Stadtrundfahrt und Bootsfahrt auf der Spree. Namens der Gruppe bedankte sich Oberbürgermeister Peter Rosenberger bei Staatssekretär Fuchtel für "die einzigartige Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch".

Aufgrund der Reise seien zahlreiche Kontakte zur Kulturbrücke Horb entstanden, die den Umgang mit dem Themenbereich nachhaltig beeinflussen werden. So seien verschiedene Ideen geboren worden, die darauf warteten, umgesetzt zu werden.

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