Das neueste Mitglied im "Horber Innovations Park" in der ehemaligen Kaserne: Zur Eröffnung der Zweigstelle von Sven Bachs Ernährungspraxis kamen auch Bürgermeister Jan Zeitler und Wirtschaftsförderer Axel Blochwitz. Foto: Breitmaier

Neueste Ansiedelung im Kasernenareal: Ernährungsberater Sven Bach. Jan Zeitler will weitere Firmen ansiedeln.

Horb - Die mächtigen rot-braunen Klötze der ehemaligen Kaserne füllen sich langsam mit Leben. Neuestes Mitglied im "Horber Innovations Park": Ernährungsberater Sven Bach.

Der Raum ist keine 25 Quadratmeter groß, es riecht nach Holz, nach frischem Anstrich. Die Wände sind zwar noch kahl, aber die Sonne und zwei Ledersessel sorgen dafür, dass aus einem Kasernenzimmer ein Ort zum Arbeiten, ein Ort für Gespräche wird.

Parkplätze, geringe Miete, gute Lage – Bach hat einen Platz für seine Beratungsgespräche gefunden, der voll seinen Vorstellungen entspricht.

Mindestens drei Tage im Monat will er hier Gespräche führen. Der Eröffnungstag seiner kleinen Praxis für Ernährungsberatung ging für ihn um 7.30 los – bis 18.45 Uhr, halbe Stunde Pause.

Drei Kunden waren da: Einer aus Bern, einer aus Bad Liebenzell und jemand aus Calw. Der Schweizer hat Bach bei einem seiner Seminare gesehen. Für den Rat des Horber Ernährungsberaters nimmt er weite Wege auf sich. Die Zahl von Bachs Beratungsaufträgen ging in den vergangenen drei Jahren stetig nach oben – zu viel, als dass er das Auftragsvolumen weiter in seinem Privathaus in Rexingen bewältigen könnte.

Zur Eröffnung sind Bürgermeister Jan Zeitler und Wirtschaftsförderer Axel Blochwitz gekommen. Wieder einer mehr – beide freuen sich, dass in das Kasernenareal oder besser den "Horber Innovations Park" immer mehr Leben einzieht.

Zeitler skizziert die Hausaufgaben für Gemeinderat und Stadt: Dieses Jahr soll noch ein Bebauungsplan ausgearbeitet werden. Frage ist, wie man die drei Hektar umgestalten will. Dafür gibt es Fördermittel aus einem Sanierungsprogramm in Höhe von 480.000 Euro. Damit sollen die Rahmenbedingen für Privatinvestoren gesteckt werden.

Zeitler hofft, dass aus den bisherigen Mietern – IT-Firmen, Yogalehrer, Musikschule, die Duale Hoschule und andere – ein "Think Tank" entsteht. Eine Gemeinschaft unterschiedlicher Unternehmer, die sich gegenseitig helfen und neue Ideen produzieren.

"Dieses Jahr wird noch vieles passieren" – da ist sich der Bürgermeister sicher.

Er hofft, dass der renommierte Ernährungsberater Bach durch die Ansiedelung in der Kaserne zum Botschafter von Horb wird – vielleicht sogar mit Erwähnung in der SWR-Sendung Kaffee oder Tee, in der Bach regelmäßig auftritt.

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