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Horb a. N. Im Nagoldtal bei Pforzheim gibt’s einiges zu entdecken

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Eine Wandergruppe des Schwarzwaldvereins Horb fuhr mit dem Zug nach Pforzheim und ging dort im Nagoldtal wandern. Foto: Schwarzwaldverein Foto: Schwarzwälder Bote

Horb. Nach einer Woch e mit für die Jahreszeit kühlen Temperaturen und etlichem Regen wurde für vergangenen Sonntag vom Wetterbericht ein schöner Tag vorausgesagt. In Horb sah es aber nicht danach aus, es war trüb. Die angemeldeten Wanderer und Wanderinnen trafen sich pünktlich um 8.30 Uhr im Bahnhof Horb zur Fahrt nach Pforzheim.

Da jeder einen Sitzplatz im Zug hatte, fuhr man mit guter Laune und der Hoffnung auf gutes Wetter los. Am Ziel angekommen, ging man vom Bahnhof Richtung Nagold und kam so an den Einkaufsstraßen und einigen Sehenswürdigkeiten vorbei. Vom Wanderführer wurde ein kurzer Überblick der Stadtgeschichte dargestellt. Erstmalig erwähnt wurde Pforzheim als römische Siedlung Portus im Jahr 90 n. Ch.

Ein berühmtes Kind der Stadt ist der Humanist Johannes Reuchlin, geboren am 22. Februar 1455. Am 23.Februar 1945 wurde durch einen Bombenangriff in 22 Minuten die Stadt zerstört, und 20 000 Menschen fanden dadurch den Tod. Am 10. Juli 1968 verwüstete ein Tornado weite Teile der Stadt. Das Neue Rathaus (1973 eingeweiht) und das Kongress-Zentrum zeigen den wirtschaftlichen Aufstieg der Stadt. Durch eine weitläufige Parkanlage, immer entlang der Nagold, kam man zur Kupfermühle, wo sich Würm und Nagold vereinen.

Nun ging es auf dem gemeinsamen Rad- und Wanderweg weiter Richtung Unterreichenbach. In Dillweissenstein wurde in einer Parkanlage die Mittagsrast abgehalten. Danach überquerte man die Nagold und ging, beschattet durch Bäume, auf der linken Seite weiter. Mag der Weg einem auch eben vorkommen, so wurde doch ständig bergauf gelaufen. Am Bahnhof war die Höhe 280 Meter, an der Nagold 250 Meter, und auf dem Weg nach Unterreichenbach erreichte man 330 Meter Höhe.

Das Rauschen der Nagold war lange der Wegbegleiter, und nach zirka zehn Kilometern verließ man den Radweg und ging auf einem Forstweg weiter. Dort war es ruhig und schattig, und auch die Vegetation änderte sich. So sah man links und rechts des Weges den schönen Fingerhut und große Flächen mit dem Japanischen Springkraut.

Nach einigen Trinkpausen, die Temperatur stieg unerlässlich an, erreichte man Unterreichenbach. Hier wurde die Gruppe im Gasthaus Löwen zur Schlusseinkehr erwartet. Schneller Service und das gute Essen waren Belohnung für den anstrengenden Tag. Die Rückfahrt war dann weniger angenehm, denn der Zug war schon voll, und so musste man sich richtig reinquetschen, um noch mitzukommen. Ab Calw wurde das Platzangebot dann aber besser. Wie vorhergesagt war man kurz nach 18 Uhr wieder in Horb, und ein jeder machte sich auf den Heimweg.

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