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Horb a. N. Im nächsten Jahr wohl reduzierte Fasnet

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Von links: Lena Kaupp (wiedergewählt und für zehn Jahre geehrt), Jörg Pfeffer, Daniel Scherrmann und Jan Swierczinski mit ihrem neuen "Arbeitsgerät", Alexander Kneissler (zehn Jahre aktiv) und Bernhard DettlingFoto: Morlok Foto: Schwarzwälder Bote

Horb-Altheim - Mit deutlicher Verspätung traf sich die Narrenzunft Altheim zu ihrer Hauptversammlung. In diesem Jahr corona-bedingt nicht im Zunftstüble, sondern im Sportheim.

Die gleichberechtigten Zunftmeister Bernhard Dettling und Jörg Pfeffer durften gemeinsam mit ihrem Vorstandsteam eine ordentliche Zahl an Vereinsmitgliedern begrüßen. Darunter auch Ehrenzunftmeister Rainer Singer, die liebliche "Tusnelada" (Lothar Dietrich) und Ortsvorsteherin Sylvia Becht.

Mit einer kurzen Ehrung der Verstorbenen stieg Jörg Pfeffer in seinen Rückblick auf das Vereinsjahr 2019 / 20 in die Tagesordnung ein. Die Zunft hat momentan 64 aktive Mitglieder und in etwa genauso viele passive Narren in ihren Reihen. Pfeffer, und später auch Schriftführerin Anette Swierczinski, konnten auf ein relatives gutes Vereinsjahr und eine gute Fasnet zurückblicken. Beide deckten mit ihren Berichten den Zeitraum vom 14. April 2019 bis 19. September 2020 ab.

Die Bewirtung beim Bockbierfest 2019 habe sehr gut geklappt. "Ich bin immer froh, wenn alle, die eingeteilt sind, ihre Dienste antreten", betonte Pfeffer, der anfügte: "Es wird, so glaube ich, immer wichtiger, dass man vereinsübergreifend miteinander arbeitet. Am Herbstkonvent im Oktober tagten mittags die Zunftmeister des Närrischen Freundschaftsrings in Rohrdorf bei den Eierknackern, wo man abends noch gemütlich miteinander feierte.

Im November machte man sich schon traditionell zur Fackelwanderung zum Bohl auf den Weg, erinnerten beide Hauptvortragende. "Dies wird immer sehr gut angenommen" so ihr Eindruck.

Am 6. Januar, beim Maskenabstauben, durfte die Zunft erfreulicherweise fünf neue Mitglieder taufen. Bei den Mogglis waren dies Tina Scherrmann, Lara Asprion, und Jessica Beck. Bei den Fronis Lara Swirzinski und Selina Dieterrich.

Lob an die Bevölkerung

Das 10. Kindertanzfestival am 1. Februar war wieder ein voller Erfolg und abends ging es genauso weiter. "Die Halle und das Barzelt waren gefüllt mit tanz- und partybegeisternden Gästen, bei denen auch das Brauchtum dazugehört. Auch das traditionelle "Wecken" am "Schmotziga" war schon früh morgens eine Gaudi. Pfeffer sprach in diesem Zusammenhang auch ein großes Lob an die Bevölkerung und an das Frühstücksteam aus. Weiter standen Schüler- und Kinderbefreiung auf dem Narrenfahrplan, bevor man an diesem Abend mit der Rathausstürmung die närrische Regentschaft von ganz Krabbahausen übernahm.

Ein weiteres Highlight im närrischen Jahr ist am Fasnetsamstag der traditionelle Umzug mit Fleggafasnet. Ab dann hieß es bis Fasnetsdienstag noch mal alles geben, letzte Kraftreserven mobilisieren zum letzten Geleit der Tusnelda-Fasnet. Auch habe sich die Zunft nach außen sehr gut präsentiert, glaubt der Zunftmeister.

"Wir hatten nach meinem Geschmack einen ausgeglichenen, abwechslungsreichen Narrenfahrplan, der von Kindertanznachmittagen über Mittagsumzügen, Abendveranstaltungen und natürlich den traditionellen Sonntagsumzügen gefüllt war. Da war für jedes Alter und Geschmack was dabei."

Und dann war plötzlich alles vorbei. Corona. Lockdown. Nichts ging mehr. "Doch wir haben uns zum Ziel gesetzt, wir planen ganz normal, als wenn es kein Corona gäbe, da ja niemand weiß, wie es im Januar 2021 aussieht", gab Pfeffer die Marschrichtung für 2021 vor. Sylvia Becht glaubt, dass im nächsten Jahr nur reduzierte Fasnet möglich ist, doch bat sie, dass die Narren zur Stange halten. "Brauchtum wird auch im kommenden Jahr mit ein Stück unserer Kultur sein, die Lebensqualität nach Altheim bringt", so der Appell der Ortsvorsteherin an "ihre" Narren.

Verein kann sich über Plus freuen

Nach den beiden Rückblicken ging Lena Kaupp gewohnt präzise auf die Kasse der Narrenzunft ein. "Wir haben einen Gewinn gemacht. Das ist gut!" Größter Ausgabenposten waren auch im Jahr 2020 die Buskosten mit 8600 Euro. Davon übernahm der Verein die Hälfte, der Rest wird über den Sprungbändelverkauf abgedeckt. Um diesen Zuschuss etwas abzufedern, beschloss die Versammlung, dass man ab der kommenden Saison einen jährlichen Busfahrbeitrag für jüngere Mitglieder (sechs bis 16 Jahre) von fünf Euro einführt und dass der Sprungbändelpreis ab 16 Jahren komplett zu zahlen ist. Von Seiten der Kassenprüfer war alles okay. "Wir hoffen, dass Lena noch lang die Kasse macht", so ihr Lob in Richtung Kassiererin. Sie wurde bei den Wahlen für eine weitere Amtszeit wiedergewählt.

Bei den Berichten der Gruppenführer hörte man das altbekannte Thema, dass die Zunftkleidung nicht immer im Original präsentiert wird.

Daniel Scherrmann, Gruppenführer der Fronleute stellte fest: "Wir schlappen zum Teil daher, dass es echt schlimm ist." Auch sein Kollege Thomas Mechtersheimer, Gruppenführer bei den Mogglis, fordert, dass die Mitglieder bei Veranstaltungen mit NZA-Klamotten rumlaufen und nicht nur kunterbunt daherkommen. "Plastik-Einkaufstaschen sind keine Bonbontaschen" so eines seiner Beispiele.

Weiter bemängelten die Beiden, dass keine Freiwilligen, die als Täfelesbub in den Umzügen mitmarschieren, zu finden sind und Scherrmann fordert: "Jeder männliche Froni soll dreschen können. Erst wenn jeder dreschen kann, kommt er in den Umzug. Wer nicht dreschen kann, muss mit der Mistgabel wenigstens den Dreschbereich absperren". Das Fazit der beiden Gruppenführer: "Man kann nicht nur Festen, man muss auch etwas dafür tun". Und zumindest Scherrmann und Jan Swierczinski taten etwas. Sie hatten den Prototypen eines neuen Dreschflegels gebaut, den sie vorstellten.

Bernhard Dettling verlas noch den Bericht der Jugendleiterin Daniele Metze, die in Abwesenheit für weitere zwei Jahre wiedergewählt wurde. Sie ließ das Jahr chronologisch Revue passieren. Highlight war der Jugendtanznachmittag in der Festhalle.

Bei den Wahlen wurden alle Posten mit den bisherigen Amtsinhabern besetzt. Einzig Alexander Kneissler hörte als Beisitzer auf.

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