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Horb a. N. "Ich muss mich stark reinfuchsen"

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Foto: Lück Foto: Schwarzwälder Bote

Er begeistert im Theater in der Rolle des "Kleinen Prinzen" und ist jüngster Fraktionschef Deutschlands: Luis Schneiderhan (18). Der Einser-Abiturient mit den vielen Gaben hat noch viel vor als OGL-Gemeinderat. 

Horb. Er ist ein hochtalentierter, junger Mann. Und auch noch der Stimmenkönig der Offenen Grünen Liste: 4639 Wähler machten ihr Kreuz bei Luis Schneiderhan. Und jetzt ist er Fraktionschef, sitzt vor den "Oldies" Wolf Hoffmann (67) und Kristina Sauter (77). 

Er sagt: "Ich möchte so lange wie möglich Fraktionschef bleiben. Damit ich mein politisches Ziel, den Umweltschutz auf kommunaler Ebene konkret umzusetzen, auch verwirklichen kann. Dazu muss ein Bewusstsein geschaffen werden – und weil die jungen Leute nicht unpolitisch sind, kämpfen wir für unser Horb."

Das heißt, so Schneiderhan : Horb muss jünger werden. Dafür muss auch der Jugendgemeinderat gestärkt werden. Das ist eine Botschaft, die er aus seinem Einzug in den Gemeinderat zieht – aber auch der Wahl vieler U30-Kollegen in anderen Fraktionen. Schneiderhan: "Vielen Wählern ist es wichtig, dass der Gemeinderat jünger wird. Wir Jungen müssen dort präsent sein, unabhängig von der politischen Ausrichtung der Gruppierung."

Klar, dass da auch der "Jugendpakt" im Visier ist. Denn: Mit Simon Jung (24, BiM) und Michael König (26, FD/FW) will sich Schneiderhan demnächst mal auf ein Bierchen treffen – um mögliche gemeinsame Themen auszuloten. Schneiderhan: "Zum Jugendpakt gehören für mich auf jeden Fall Viviana Weschenmoser und Benjamin Breitmaier dazu."

Der neue Fraktionschef ist gespannt auf den Gemeinderat: "Ich bin gespannt, wie schwer es wird, Dinge umzusetzen. Durch die neue Konstellation wird es allerdings für die anderen Gruppierungen außerhalb von FD/FW und CDU leichter, Dinge umzusetzen." Eins ist dem neuen Gemeinderat jedoch auch klar: "Ich muss mich stark reinfuchsen." Immerhin: Das Lernen fällt dem Einser-Abiturienten nicht schwer. Schneiderhan: "Ich habe schon viel gelernt, aber schwer gefallen ist es mir nicht. Ich habe immer gut aufgepasst und hatte gute Noten. Schon die Grundschule habe ich mit einem Schnitt von 1,0 abgeschnitten. Mein schlechtestes Fach ist allerdings Sport!"

Der Klassiker. Ein Streber ist Luis trotzdem nicht. Im Gegenteil: Wer ihn nur einmal im "Kleinen Prinzen" von Doro Jakubowski erlebt hat, weiß: Er geht aus sich raus. Ist auch Mit-Initiator der "Fridays for Future"–Bewegung in Horb. Streikt nicht nur, sondern erzählt von seinen Mitstreitern, die mit Tipps, Newslettern, Projekttagen und Postings in den sozialen Medien versuchen, die Mitschüler und junge Leute auf Themen wie Umweltschutz, Klimaschutz, regional einkaufen und umweltfreundliche Mobilität aufmerksam machen.

Klappt das auch Zuhause? Schneiderhan lacht: "Naja, in der Familie kann ich mal mit dem Zeigefinger auf andere zeigen. Immerhin kaufen meine Eltern jetzt Joghurt im Pfandglas."

Das nächste Projekt neben dem Ehrenamt im Gemeinderat: Die berufliche Zukunft. Der Fraktionschef: "Ich schaue gerade, dass ich meinen Berufswunsch wahr machen kann. Ich möchte in den Fernsehjournalismus gehen und dafür an der Filmakademie in Ludwigsburg studieren." Warum das? Schneiderhan: "Ich möchte durch guten Journalismus die Menschen informieren. Über Politik und andere wichtige Dinge. Durch gute Filme und Berichte möchte ich Wissen rüberbringen. Weil Wissen der Schlüssel zur Welt ist."

Dafür sucht er gerade ein Praktikum: "Das ist Zugangsvoraussetzung für das Studium in Ludwigsburg. Ich werde mich im Umkreis bewerben und gucken, wo ich angenommen werde."

Und Schneiderhan – der privat ernst und angenehm zurückhaltend wirkt – weiß aber auch, wo er steht. Er sagt: "Mich interessiert beispielsweise der Masterplan 2050. Das interkommunale Gewerbegebiet in Empfingen. Das Radfahrkonzept – dazu habe ich viele Fragen."

Dann noch das Foto fürs Porträt. Und auf einmal knipst der vorher so nachdenkliche, junge Gemeinderat plötzlich das Fernsehlächeln an und hebt die Daumen hoch. Ein perfektes, fröhliches, frisches Foto vor dem Neckar. Schon das verspricht einen neuen Wind im Gemeinderat! 

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