Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Horb a. N. Horbs "Fanta 4" für besser bauen

Von
Peter Rosenberger (links), Peter Klein (rechts) und Lidia Melito-David (rechts) stellen den neuen Horber Gestaltungsbeirat vor: Mathias Hähnig (von links), Dieter Pfrommer, Leonhard Schenk und Uta Michaelsen Foto: Lück Foto: Schwarzwälder Bote

Das sind Horbs neue "Fantastische Vier" für das besser Bauen: Uta Michaelsen, Mathias Hähnig, Dieter Pfrommer und Leonhard Schenk sind der neue Gestaltungsbeirat. Sie ersetzen den Sanierungsausschuss.

Horb. "Das hat sich förmlich aufgedrängt", sagt Oberbürgermeister Peter Rosenberger (CDU). Denn: Der bisherige Sanierungsausschuss mit seinen ehrenamtlichen Mitgliedern war offenbar an seine Grenzen gekommen. Stadtplaner Peter Klein: "Das sind keine ortsansässigen Planer, sondern Fachleute, die von außen kommen. Der Gestaltungsbeirat diskutiert und berät Bauherren."

OB Rosenberger: "Diese bittere Pille ist allerdings auch dabei: Es wird keine politische Abstimmung im Gestaltungsbeirat geben. Das Baurecht können wir nicht ändern. Wenn ein Vorhaben den Anspruch auf Genehmigung hat, wird es genehmigt. Wir hoffen allerdings, dass die Beratung und das Gestaltungsgremium dabei helfen, dass die Bauherren oder Investoren durch die Fachexpertise ihre Entwürfe so überarbeiten, dass sie insgesamt besser werden. Das scheint in anderen Städten gut zu funktionieren."

Auch neu: Der Gestaltungsbeirat ist für alle da. Für alle Ortsteile. Auf Wunsch berät er auch nicht-öffentlich. Klein: "Ob der Gestaltungsbeirat eingeschaltet wird, hängt nicht von der Größe des Objekts ab, sondern wo es sichtbar wird. Wenn jemand ein ganz normales Einfamilienhaus in der Altheimer Straße planen würde, wäre das ein Fall für den Gestaltungsbeirat."

Und klar: Der Gestaltungsbeirat wird auch bei den städtischen Projekten mit eingebunden. OB Rosenberger: "Natürlich verpflichten wir uns als Stadt selbst, die Expertise des Gestaltungsbeirats bei allen Projekten mit einzubeziehen –­ beispielsweise in der Kaserne oder beim Leuco-Areal. Auch bei der Altstadtbeleuchtung werden wir den Gestaltungsbeirat mit einbeziehen."

Doch wer sind die "fantastischen Vier" für besser bauen in Horb? Uta Michaelsen (55), Architektin und Stadtplanerin aus Stuttgart. Hat sich unter anderem darauf spezialisiert, für soziale Träger Immobiliennutzungen zu optimieren. Hat aber auch am Hans-im-Glück-Brunnen im Party-Hot-Spot von Stuttgart ein denkmalgeschütztes Haus veredelt.

Matthias Hähnig, Vorsitzender, Architekt und Stadtplaner aus Tübingen. Hat unter anderem Quartiere wie die Alte Weberei in Lustnau entwickelt als Baugruppen-Projekte. Hähnig: "So etwas könnte auch ein interessantes Modell für Horb sein." In der Kaserne beim jetzigen Sportplatz ist auch Raum für experimentelles Wohnen vorgesehen.

Leonhard Schenk, Regierungsbaumeister, Stadtplaner und Architekt. Lehrt an der Uni Konstanz. Hat den Deutschen Städtebaupreis für das Projekt Südstadt Tübingen bekommen. Setzt sich unter anderem mit europäischem Städtebau auseinander und sagt: "Ich habe schon in verschiedenen Gestaltungsbeiräten mitgearbeitet. Ich schätze die Arbeit – weil man von den Kollegen immer neue Perspektiven bekommt."

Dieter Pfrommer, Landschaftsplaner. War schon bei der kleinen Gartenschau in Horb aktiv. Hat die Killesberghöhe Stuttgart außen gestaltet oder den Uni-Campus Stuttgart Mitte. Sagt: "Ich beschäftige mich mit den Themen Gesundheit und Freiraum. Dazu gehört natürlich auch das Waldbaden. Mir ist auch ein Anliegen, dass Friedhöfe und Sportanlagen bei der Landschaftsplanung leicht übersehen werden."

Die Spezialistin für soziale Träger und Denkmalschutz. Zwei Männer, die das moderne, urbane Tübingen gestaltet haben. Und der Landschaftsarchitekt mit dem Herz für Friedhöfe, Sportanlagen und Natur. Die Horber können also gespannt sein, welche Impulse der neue Gestalungsbereiat für Horb geben wird.

Die Sitzungen des Gestaltungsbeirats werden Freitagnachmittag sein. Nach der Diskussion über ein Projekt gibt es auf jeden Fall eine mündliche Stellungnahme. Der erste Termin könnte am 20. März sein, so Stadtplaner Klein.

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.